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Ein so zufriedenes rot-schwarzes Sextett hat man selten erlebt. Seit mehr als einem Jahr hat die politische Steuerungsgruppe an einem Papier verhandelt, von dem sich die Wiener Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) nicht weniger erwartet als das "Einreißen von Mauern" zwischen den beiden Systemen im Gesundheitssystem: den (von den Ländern verantworteten) Spitälern und den (von den Kassen verantworteten) niedergelassenen Ärzten. Am Mittwoch unterschrieben es für die SPÖ Gesundheitsminister Alois Stöger, die Obfrau der Wiener Gebietskrankenkasse Ingrid Reischl und Wehsely, für die ÖVP waren Finanzministerin Maria Fekter, Hauptverbands-Vorsitzender Hansjörg Schelling und Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer dabei.
Herzstück der sogenannten Gesundheitsreform ist die engere Zusammenarbeit zwischen Ländern und Kassen. Wie diese genau aussehen wird, ist freilich noch in einer 15a-Vereinbarung zu entscheiden, die bis Herbst stehen soll. Pühringer sprach von einer "Neuordnung der Landesgesundheitsplattformen", ließ aber offen, wie diese künftig zusammengesetzt sein sollen, wer den Vorsitz führt, wer unter welchen Umständen ein Vetorecht eingeräumt bekommt und wie sanktioniert werden soll, falls partout keine Einigung zustande kommt.
Elf Milliarden weniger Kosten
Fix ist, dass es Sanktionen geben wird, sollten sich die Länder nicht an den Kostendämpfungspfad halten. Dieser sieht vor, dass der Anstieg der Ausgaben für das Gesundheitssystem bis 2016 auf 3,6 Prozent gedrosselt wird und ab dann auf diesem Niveau bleiben soll. Wie berichtet, verspricht man sich davon bis 2016 eine kumulierte Kostenersparnis von 3,4 Milliarden Euro, bis 2020 sollen es gar elf Milliarden Euro sein. Sanktionen gibt es nur dann, wenn die Länder insgesamt zu viel ausgeben. Landeshauptmann Pühringer stellte allerdings am Mittwoch klar, dass bei der Landeshauptleutekonferenz vereinbart worden sei, "dass wir nicht bereit sind, notorische Sünder zu decken".
Deutliche Kritik an der Reform kam von der Ärztekammer. Präsident Walter Dorner befürchtet eine Verschlechterung für die Patienten und eine Aushöhlung des niedergelassenen Bereichs. Die Pläne, mutmaßt Dorner, würden in erster Linie der Entlastung der Länderbudgets dienen.
Ebenso wenig Gefallen finden die Ärzte an der Elektronischen Gesundheitsakte (Elga). Auf die Frage, wann das entsprechende Gesetz den Ministerrat passieren könnte, gab sich Stöger am Mittwoch einmal mehr zugeknöpft. Umso vehementer forderte Stadträtin Wehsely erneut deren rasche Einführung: "Da muss ich dem Minister ein bissl auf die Nerven gehen."(Andrea Heigl, DER STANDARD, 14.6.2012)
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- die garantieren natürlich qualität. zumindest wird einem bei der kombination mal kräftig schlecht. experten vom feinsten... es fehlen noch frau pilz und herr bachinger. herr köck natürlich nicht zu vergessen. und hätte kdolsky nicht auch noch irgendetwas beitragen können...
Fehlsteuerung bei Krankenhäusern: Wirtschaftliche Erfolgs-Kriterien im Widerspruch zum Heilungsprozess
• Steuerung der medizinischen Forschung durch Pharma-Hersteller
– Ursachenforschung praktisch inexistent
– Gesundheitsmedizin unterfinanziert
• Pflege, Betreuung und Rehabilitation nicht integriert
Das ist die Krankenhausfinanzierung durch das Punktesystem, bei dem die jeweilige Leistung bewertet und bezahlt wird.
Das führt dazu, dass jedes KH trachtet viele "Leistungen" anzubieten um so möflichst viel Geld zu lukrieren.
Dies geschieht indem man ambulante Patienten lieber stationär aufnimmt und auch öfters entlässt und neu aufnimmt - jedes mal gibts dafür Geld.
Dazu auch viele Nebenbei-Untersuchungen die bringen auch Geld!
Dagegen macht man nichts, viel lieber schließt man Abteilungen die zur sicheren Unfallversorgung überlebensnotwendig wären, weil die Vorgabe innerhalb von 30 Minuten das nächste KH zu erreichen niemals eingehalten werden kann.
Schafft endlich die Länder ab denn die sind die Hauptursache, dass überall gespart wird.
Zusammenlegungen von Krankenkassen und Beseitigung von Leistungsungleichheiten? Stärkere Abgabenprogression bei höheren Gehältern? Forcierung der Präventivmedizin? Ärzte-GmbHs? Apothekenketten? Ärztliche Versorgung an Wochenenden auch außerhalb von Spitälern? Ausbau von Psychotherapie auf Kasse und damit Vermeidung von Berufs- und Zahlungsunfähigkeit von Patienten? Mehr Qualitätssicherung bei Hausärzten? Vernetztes Vorgehen von Fachärzten statt ein Pulverl mehr bei jedem Fachidioten? Nachhaltige und Kostenbewusste Pflegesysteme? Mehr Personal statt viele teure Überstunden und Burnouts?
die Zusammenarbeit ist noch gar nicht entschieden (§15a), aber man kennt schon die Einsparung von 11 Milliarden Euro - Bravo !
Da werden wohl einige Angestellte in Spitälern Ihren Hut nehmen müssen.
Wird die Arbeitslosenunterstützung, die Wertschöpfung rund ums aufgelassene Spital, die Einkommenssteuer- und Lohnsteuerausfälle bei den
niedergelassenen Ärzten bzw. Spitalsangestellten da schon gegengerechnet ?
Werden auch die 9 Ländergebietskrankenkassen zentral gesteuert - warum braucht´s da noch 9 Obmänner/frauen, Ärztliche Direktoren etc. ?
Werden defizitäre Kassen auch mit Sanktionen bedacht ?
Oder dürfen gerade die am schlechtesten wirtschaftenden Obleute weiter sagen, wie´s läuft ?
bevor nur eine einzige sekretärin oder ein hausarbeiter den hut nimmt, werden dutzende diplomschwestern und ärzte entlassen. für einen politiker ist das krankenhaus nicht als einrichtung zur gesundheitsversorung, sondern ausschließlich zur postenversorgung von günstlingen interessant.
passend dazu:
als das kh st. pölten irgendwann dann doch an das land verschenkt wurde (zähneknirschend) gab es so etwas wie eine kleine bestandsaufnahme, die wohlweislich unter verschluß gehalten wurde. an ein paar details kann ich mich noch erinnern:
in der küche war mehr personal beschäftigt als es ärzte gab
es gab den einen oder anderen hausarbeiter, der seit jahren keinen einzigen tag an seinem arbeitsplatz verbracht hatte
wäre man kein gelernter österreicher, hielte man so etwas nicht für möglich
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