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Novomatic-Chef Franz Wohlfahrt
Wien - Der Glücksspielkonzern Novomatic hat nicht nur in Österreich mit der Justiz zu kämpfen. In Italien hat das in Niederösterreich ansässige Unternehmen eine Riesenstrafe ausgefasst: 150 Millionen an Schadenersatz soll die Italien-Tochter G. Matica leisten. Der Konzern erachtet die Forderung als "völlig unberechtigt" und legt Berufung gegen die erstinstanzliche Entscheidung ein, wie es aus Gumpoldskirchen heißt.
Zentrale Server zur Abrechnung
Novomatic befindet sich in guter Gesellschaft, wurden doch alle Konzessionsnehmer im Geschäft mit Glücksspielautomaten verurteilt. In Summe beträgt das Strafausmaß stolze 2,5 Milliarden. Zudem wurden Geldstrafen über den Chef der staatlichen Monopolverwaltung (AAMS), seinen Vize sowie den für Glücksspiel zuständige Bereichsleiter verhängt. Im Kern geht es bei der Entscheidung des Corte dei Conti, der in Italien nicht nur als Rechnungshof, sondern auch als Verwaltungsgericht tätig ist, um die mangelnde elektronische Anbindung der Automaten an einen zentralen Server zur Spielabrechnung.
Bei der Ausschreibung der Konzessionen im Jahr 2004 nach der von Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi veranlassten Liberalisierung mussten die Interessenten die ständige Verbindung der sogenannten Video-Lotterie-Terminals (VLT) zusichern, für jede Stunde im Offline-Modus wurde eine Pönale von 50 Euro festgelegt. Damit wollte Rom sicherstellen, dass die Spielumsätze auch voll versteuert werden. Bereits 2004 startete die Steuerbehörde Guardia di Finanza Ermittlungen, ihr zufolge bedeutet die fehlende Anbindung der Geräte an die Abrechnungsstelle ein Strafausmaß von 90 Mrd. Euro.
Eldorado der Branche
Tatsächlich gilt Italien als Eldorado der Branche. Im Vorjahr beliefen sich die Spielumsätze auf 80 Mrd. Euro, die Regierung kassierte knapp neun Milliarden an Steuern. Mehr als die Hälfte davon entfällt auf den VLT-Sektor, dahinter rangieren die klassischen Lotterien und Sportwetten. Heuer vergibt Rom zudem 1000 Poker-Lizenzen, der Staat nascht mit bescheidenen drei Prozent an den Spielumsätzen mit. Novomatic ist mittlerweile zur Nummer eins am italienischen Markt aufgestiegen und laut Fachzeitschrift Global Gaming Business mit 14.000 der 24.000 VLTs vertreten. Insgesamt werden acht der zehn Konzessionäre beliefert. Darunter befindet sich die eigene Gesellschaft G. Matica, die rund 70 Spielhallen betreibt. Mit 117 Millionen Euro Umsatz war das Land für Novomatic der drittwichtigste Markt hinter Deutschland und Österreich. Auch heuer erwartet der Konzern Steigerungen.
Die Öffnung des italienischen Marktes bringt freilich auch Probleme: Der Europäische Gerichtshof hat das Land verurteilt, weil die Mindestabstände zwischen den Wettstandorten die bestehenden Anbieter begünstige und potenzielle Rivalen diskriminiere. Bei der Zuerkennung von Lizenzen wurde überdies fehlende Transparenz bemängelt. (Andreas Schnauder, DER STANDARD; 14.6.2012)
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also ich finde diese aufregung übertrieben. natürlich muss man das ernst nehmen und natürlich bin ich kein fan von glücksspiel im generellen. aber mal ehrlich: offenbar betrifft das die gesamte branche in italien und solange es menschen gibt die spielen wollen, wird es diese branche geben. ob die anbieter novomatic oder casinos austria oder sonst wie heißen ist doch wohl wirklich egal.
Das meine ich, ist eben nicht so.
Bitte korrigieren Sie mich, wenn es nicht (mehr) den aktuellen gesetzlichen Bestimmungen entsprechen sollte:
Die Casinos Austria müssen die Vermögensverhältnisse von StammkundInnen überprüfen und gegebenenfalls auch NEIN sagen.
Und wie sieht die Sachlage bei den Privaten aus?
Wer weiß Näheres?
Egal, welcher Betrag da steht - irgendeiner sagt immer: Portokasse ... bla bla bla.
Und nein, 150 Mille ist auch für die N. ein schöner Batzen Geld: "Mit 117 Millionen Euro Umsatz war das Land für Novomatic der drittwichtigste Markt hinter Deutschland und Österreich"
wenn diese regelung 2004 eingeführt wurde warum war dann nicht anfang 2005 schon die erste zahlung fällig?
diese hätte dann ja jährlich erfolgen müssen.
eigentlich ist es ja keine strafe sondern einfach eine nicht gezahlte schuld beim staat.
Grün wenn du persönlich jemand kennst der dieser Sucht zum Opfer gefallen ist.
Rot wenn du nicht jemanden persönlich kennst der dieser Sucht zum Opfer gefallen ist.
Würde mich echt interessieren ob das nur in meinem Bekanntenkreis so ausgeprägt ist.
Heute in einer PR Außendung vom Finanzministerium:
http://www.ots.at/presseaus... ive-bilanz
Wie es wirklich ist:
Rund 50 Prozent aller Jugendlichen inhaftierten in Österreich sind in Haft aufgrund von Beschaffungskriminalität getrieben von der Automatenspielsucht!
Diese wurde Ignoriert:
http://www.ots.at/presseaus... -novomatic
Fazit: Bisher wurde kein einziger Spielautomat des organisierten illegalen Glücksspiels der Novomatic beschlagnahmt.
http://www.organisierte-kriminalitaet.at/
Und welche Rolle spielt die Mafia hier? Weil - ohne die geht doch im Glückspiel sicher gar nichts.
Wer sich die Gesetze schon selbst macht, kann doch gar nichts zu befürchten haben!
Und in Italien haben's offensichtlich auf die Bestechungen vergessen, sonst hätten's dort unter Berlusconi doch sicher auch die eigenen Gesetze einbringen können; oder war die Mafia noch spendabler?
oder aus falschverstandenen patriotischen motiven (öst.justiz) nicht verstehen wollen ist, dass wir in italien eine unabhängige justiz haben.
aber da passt ja nicht in die geliebten und gehegten vorurteile.
die it. Justiz hab ich mit keinem Wort erwähnt; und so wie auch in Österreich vollzieht die Justiz die bestehenden Gesetze, wer sich sohin Gesetze (=Legislative) selber macht, kann wohl schwer was von der Justiz zu fürchten haben, jetzt verstanden???
Und dass Berlusconi mafianahe (oder einer der anderen mafiösen Org, wie Camorra) war und ist, ist ja schon lang kein Geheimnis mehr (oder denken's eine saubere Bank hätte einem jungen Nichts Millionenkredite gewährt?).
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