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Hier lacht das Schwein, gleich taucht es unter: das Naturphänomen der schwimmenden Schweine, zu sehen im "Universum" über die Donau

Nationalpark Donauauen.

Burg Devin am Zusammenfluss March/Donau.
Wien - Die Adressatin war abwesend, die Botschaft wurde dennoch übermittelt: "Eine Blue-Chip-Produktion der Marke Universum" sei der Donau-Zweiteiler, ließ Wissenschaftschef Gerhard Klein Dienstag im ORF-Zentrum ausrichten: "Wir werden dafür Sorge tragen, dass das auch in Zukunft so bleibt." Hintergrund: Nach Plänen von ORF-Fernsehchefin Kathrin Zechner könnte der Donnerstag-Termin der Naturreihe fallen, zugunsten von Universum-Historydokus am Freitag.
Manche sorgen sich schon um das Auftragsvolumen. Klein beruhigte: Der ORF werde "auch zukünftig die Auftragslage auf gleichem Niveau halten - mindestens so hoch wie bisher."
History-Schiene
Ob das mit Naturfilmen geschieht, die sich am internationalen Markt bestens verkaufen und Cashcow für den ORF sind, oder mit weniger hoch im Kurs stehenden Geschichtsdokus, schwebt im Raum. Angedacht ist etwa eine Variante mit monatlicher History-Schiene am Freitag, die restlichen Termine blieben Universum.
Zwölf bis 14 Universum-Produktionen pro Jahr stellt der ORF. Pro Film schlagen bis zu 500.000 Euro zu Buche. 150.000 übernimmt der ORF, den überwiegenden Rest stellen Koproduzenten und Sponsoren. Vom gesamten Verkaufsumsatz macht Universum nach Standard-Infos bis zu 40 Prozent aus. Für Hamsterkäufe sind besonders Kunden asiatischer Herkunft bekannt.
Konkurrenz schläft nicht
Die Konkurrenz schläft nicht: Mit stattlichem Budget und ambitioniertem Team bastelt der Red-Bull-Sender Servus TV zielstrebig an Terra Mater. Alleinstellung droht der ORF auch andernorts zu verlieren. Servus TV und ATV bieten längst um Rechte für Kulturveranstaltungen wie die Salzburger Festspiele mit.
Wie zum Nachweis ihrer Notwendigkeit liefern die Universum-Macher Donnerstag und nächste Woche am Donnerstag, jeweils 21.05 Uhr, ein beeindruckendes Beispiel eigener Schaffenskraft ab: In gestochen scharfen Bildkompositionen holen Rita und Michael Schlamberger die Stars der Donau vor die Kamera: kapitale Rothirsche in den Auen, tausende Kraniche in der Puszta, schwimmende Schweine an der Save und brütende Pelikane im Donaudelta. (Doris Priesching, DER STANDARD, 14.6.2012)
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