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Helsinki - Der Stammzellpionier Shinya Yamanaka hat gemeinsam mit dem Entwickler des freien Betriebssystems Linux, Linus Torvalds, den Millennium-Technologiepreis 2012 erhalten. Das Preisgeld in Höhe von 1,2 Millionen Euro gehe zu gleichen Teilen an die beiden Preisträger, teilte die Technische Akademie Finnland am Mittwoch mit. Die unabhängige Stiftung vergibt den Preis alle zwei Jahre. Er gilt als eine Art "Nobelpreis für Technologie".
Yamanaka wurde für seine Erfolge in der Stammzellenforschung nominiert. Mit seinem Kollegen Kazutoshi Takahashi hatte der Japaner Körperzellen in eine Art embryonalen Zustand zurückversetzt. Bei der Herstellung dieser sogenannten induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS-Zellen) müssen keine Embryonen zerstört werden, was zur Gewinnung embryonaler Stammzellen nötig ist.
Jury-Begründung
"Das internationale Auswahlkomitee entschloss sich, den Preis zum ersten Mal in der zehnjährigen Geschichte dieses Technologiepreises auf zwei Innovatoren zu verteilen", sagte der Präsident der Technologischen Akademie Finnlands, Ainomaija Haarla. "Dr. Shinya Yamanakas Arbeit in der Stammzellenforschung und Linus Torvalds' Arbeit in der Entwicklung von Open-Source-Software haben ihre betreffenden Fachgebiete nachhaltig verändert."
Der finnisch-amerikanische Informatiker Torvalds ist Initiator und Pionier des Open-Source-Betriebssystems Linux. Seine Arbeit habe wesentlichen Einfluss auf arbeitsteilige Softwareentwicklung sowie die Vernetzung und Offenheit des heutigen Internets gehabt, heißt es in der Erklärung der Jury. (APA/red, derStandard.at, 13.6.2012)
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