Facebook und Dropbox nehmen Kurs auf Flash-Speicher

  • Die Server-Räume von Facebook.
    foto: dapd, alan brandt

    Die Server-Räume von Facebook.

Unternehmen sprechen sich für Solid-State Disks in Servern aus - Warten auf Preissturz

Hatte man einmal mit Solid-State Drives (SSDs) in Verwendung, ist man wohl nicht bereit, wieder zu einer herkömmlichen Festplatte zurückzukehren. Auch in Unternehmen finden Flash Speicher immer mehr Anklang. Beispielsweise sind die Server von Dropbox mit SSDs ausgestattet. Das Unternehmen setzt sie noch nicht in all seinen Servern ein, aber laut einem Wired-Bericht scheint es in die Richtung zu gehen. Bereits Facebook, Amazon, Microsoft und Mozilla nutzen SSD-Speicher in ihren Datenzentren. 

Kostenfaktor

Gegenüber der klassischen Festplatte hat eine SSD keine beweglichen Teile, sie arbeiten mit Flash Speichern, die auch das Smartphones zur Speicherung von Daten und Apps nutzt. Eine weitreichende Markteinführung wird, trotz immer größerer Verbreitung, aufgrund der hohen Kosten gebremst. Während ein 300 GB Flash Speicher etwa 500 US-Dollar kostet, liegt der Preis für eine vergleichbare Festplatte bei ungefähr 100 US-Dollar.

Langsamer Vorstoß

Im vergangenen Jahr haben sich SSDs aber immer häufiger blicken lassen: In Googles Chromebooks und den neuen MacBook Pros von Apple zum Beispiel. Genauso haben Unternehmen die Vorteile von SSDs erkannt und verwenden sie in ihren Datenzentren - trotz höherer Preise. 

Markt wächst

Laut US-Analyst Jim Handy haben Firmen im Jahr 2011 etwa 79 Millionen SSDs gekauft. Dies entspricht einem Markt von 2,2 Milliarden US-Dollar, für 2012 schätzt der Experte ein Wachstum auf 3,6 Milliarden US-Dollar. 

Einen Trend in die Richtung sieht auch Artur Bergmann, Gründer von Fastly.com. Bei einer Konferenz in Silicon Valley hielt er eine Lobeshymne auf die SSD und erklärte, der Einsatz von SSDs würde langfristig Unsummen einsparen. 

Dropbox

Der Cloud-Speicher Dropbox ist ein weiteres Beispiel für jene, die den Sprung zu Solid-State Disks geschafft haben. Kevin Modzelewski, Software-Techniker bei Dropbox bestätigt, dass in bestimmten Fällen der Einsatz von Festplatten immer noch Sinn mache. Beispielsweise bei der Speicherung größerer Dateien. Um kleine Datenmengen zu speichern, nutze das Unternehmen bereits SSDs und liebäugle für die Entwicklung neuer Services mit den Flash Speichern.

Facebook

Mithilfe der schnellen Speichermedien benötigen Dropbox-Entwickler für neue Dienste weniger Zeit. Für einen kompletten Wechsel auf SSDs warte man noch auf günstigere Preise. 

Rar vertreten in der Cloud

Im Online-Netzwerk Facebook wird ebenfalls mit Flash SSDs gearbeitet. Frank Frankovsky, zuständig für Hardware-Design beim Netzwerkriesen, bestätigt Pläne Flash zum Booten der Firmenserver zu nutzen.  (ez, derStandard.at, 25.6.2012)

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