ARD und ZDF erwägen Kündigung von Kabel-Verträgen

13. Juni 2012, 15:34

Wollen für Kabelverbreitung offenbar nicht mehr zahlen

Berlin - Die deutschen öffentlich-rechtlichen Sender erwägen, ihre Verträge mit Deutschlands größten Kabel-Verbreitungsfirmen zu kündigen. Die Sender sind offenbar nicht mehr willens, für die Verbreitung via Kabel zu zahlen. Die Ausgaben von ARD und ZDF sowie kleinerer Sender wie Arte für die Kabeleinspeisung werden auf 60 Millionen Euro jährlich geschätzt. Dass die Programme aufgrund einer Vertragskündigung ganz aus dem Kabel verschwinden, scheint jedoch ausgeschlossen, da es zum einen eine "must carry"-Regel gibt und das Aus von ARD, ZDF und Co. vermutlich zu einem Aufstand der Kabelkunden führen würde, die für den Empfang aller Programme Kabelgebühren zahlen, glaubt ZDF-Sprecher Alexander Stock.

Fix ist der Ausstieg allerdings noch nicht: "Wenn wir unsere Verträge kündigen, werden wir dies fristgerecht bis zum Monatsende Juni tun", sagte die ARD-digital-Chefin Brigitte Busch der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch. "Und dies werden die Kabelverbreitungsfirmen als erste erfahren." Das "Handelsblatt" hatte in seiner Mittwochsausgabe über den geplanten Ausstieg berichtet. Betroffen sind mehrere Millionen Haushalte, die ihre Angebote von Kabel Deutschland, Unitymedia und Kabel BW erhalten.

Ende 2011 gab es in Deutschland rund 17,5 Millionen Haushalte, die ihre TV-Programme über Satellit empfingen, 17,3 Millionen waren Kabel-Kunden, etwa 1,8 Millionen sind DVB-T-Kunden - sie erhalten ihr digitales Signal über Antenne. Im Kommen ist auch das IPTV, das Fernsehen im Internet, das zu dem Zeitpunkt bereits bei 1,3 Millionen Haushalten möglich war. (APA, 13.6.2012)

genial,
bei privaten frei empangbaren sendern ist es normalerweise so das die Kabelbetreiber geld zahlen müssen wenn sie ein bestimmtes programm anbieten wollen. warum da die öffentlich rechtichen zahlen müssen ist schon komisch.

Netzeinspeisung

Die Privaten zahlen auch! Sich in mgl. viele Kabelnetze einzukaufen war wichtig für die Erhöhung der techn. Reichweite.

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