Daxbacher: "Verblüfft, dass Spanien ohne Stürmer spielt"

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Der LASK-Trainer stellte sich den Fragen der Userinnen - In Linz will er nicht nur als Trainer, sondern auch als Mediator tätig sein, derStandard.at-Postings studiert er und den Abgang bei der Austria kann man als "größte Enttäuschung" bezeichnen

Der neue LASK-Trainer Karl Daxbacher hat sich am Donnerstag im derStandard.at-Chat den Fragen der UserInnen gestellt. Mit seinem Regionalliga-Klub hat sich Daxbacher den sofortigen Wiederaufstieg in die Erste Liga zum Ziel gesetzt, obwohl die Kaderplanunge noch nicht abgeschlossen sei und die größte Herausforderung derzeit darin bestehe, eine möglichst starke Mannschaft zusammenzustellen.

Für Daxbacher sprachen einige Gründe dafür, den Job bei dem Regionalligisten anzunehmen. Zum einen sei kein konkretes Angebot eines österreichischen Spitzenklubs vorgelegen, zum anderen habe seine Profitrainerkarriere sehr erfolgreich beim LASK begonnen. Außerdem trugen die vielen Sympathien, die ihm in Linz von allen Seiten entgegengebracht werden, zum Entschluss bei, auch in der Regionalliga und in dieser vielleicht schwierigsten Phase des LASK mitzuwirken. Zwischen Klubpräsident Peter-Michael Reichel und den erzürnten Fans will er als Mediator agieren.

Die Entlassung bei der Austria empfindet Daxbacher als größte Enttäuschung seiner bisherigen Trainerlaufbahn. "Vor allem, wie sie passiert ist. Ich war der Meinung, den neuen Weg mit der Wiener Austria sehr erfolgreich bestritten zu haben", meinte der Ex-Trainer der Veilchen. Trotz der herben Enttäuschung will er ein Engagement bei den Wiener nicht für immer ausschließen: "Die Zeit heilt alle Wunden."

Bei der Europameisterschaft sieht Daxbacher taktisch hervorragend ausgerichtete Teams. Es komme mehr auf die Organisation als auf das Spielsystem an. Überrascht zeigte er sich von der Null-Stürmer-Taktik der Spanier, die er aufgrund ihrer offensiven Spielweise aber gerne als Europameister sehen würde. (red, derStandard.at, 14.6.2012)
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