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John Ross Ewing (Josh Henderson, li.) und J.R. Ewing (Larry Hagman).
Wien - 21 Jahre nachdem auf der texanischen Southfork Ranch der letzte Schuss fiel und Bobby Ewing die legendären Worte "Oh my God!" sprach, sind die Ewings aus "Dallas" zurück auf den Bildschirmen. Seit Mittwoch werden auf dem amerikanischen Kabelsender TNT neue Intrigen rund um TV-Fiesling J. R. Ewing gesponnen und pünktlich zum Neustart des einstigen Straßenfegers hat der ORF am Mittwoch bekanntgegeben, dass er sich die Rechte an der Kultserie um den zerstrittenen texanischen Öl-Clan gesichert hat. Österreichische "Dallas"-Fans müssen sich allerdings noch etwas gedulden - zu sehen gibt es die "Dallas"-Neuauflage voraussichtlich erst 2013.
"'Dallas' war in den 80ern ein Straßenfeger und die Ewings zählen nach wie vor zu den absoluten Kultfiguren der TV-Geschichte", so die ORF-Film- und Serienchefin Andrea Bogad-Radatz zur APA. "Umso mehr freut es mich, dass wir uns die Rechte an der Fortsetzung dieses Serienklassikers sichern konnten und unserem Publikum nun auch die neuen Folgen präsentieren können."
Erfolgsstory
In den 80er Jahren bannte "Dallas" Woche für Woche auch hierzulande ganze Familien vor die Bildschirme. Man wusste und sprach darüber, wann Sue Ellen wieder zum Whiskey gegriffen hatte, warum es zwischen Pam und Bobby kriselte und vor allem, welche Gemeinheiten sich J. R. alias Larry Hagman wieder ausgedacht hatte. Als die Seifenoper im Herbst 1978 nach einem erfolgreichen Testlauf beim US-Sender CBS startete, erlebte sie eine beispiellose Erfolgsstory. In den USA lief das Familiendrama um Geld, Macht und Intrigen 14 Jahre lang ununterbrochen. Die 356 Folgen wurden in 67 Sprachen übersetzt und in 90 Ländern ausgestrahlt - so viel wie keine andere US-Serie. In Österreich lief die erste Folge am 6. Juli 1981 im ORF. Viele haben die eingängige Titelmusik noch heute im Ohr.
Erfolgsrezept der von der TV-Firma Lorimar ("Die Waltons") produzierten Serie ist die Spannung zwischen den einzelnen Teilen. Legendär wurde der "Cliffhanger" nach den Schüssen auf J. R. im März 1980. Die US-Zuschauer mussten wegen der Sommerpause und eines Streiks mehr als ein halbes Jahr auf die Auflösung des Rätsels warten. Jugendliche trugen in der Zeit T-Shirts mit der Aufschrift "I shot J. R." (Ich habe J. R. erschossen). Und der später erfolgreiche Präsidentschaftskandidat Ronald Reagan ließ Sticker verteilen "Es war ein Demokrat".
"Oh my God!"
Als dann am 21. November die erlösende Folge lief, saß die halbe Nation vor dem Bildschirm. In der Türkei wurde eine Parlamentssitzung unterbrochen, um den Abgeordneten die wichtige Nachricht nicht vorzuenthalten. (Es war Schwägerin Kristin Shepard, die später tot im Swimmingpool treibt.) "Dallas löst in den USA die gleiche Aufmerksamkeit aus, die einst den Kennedys zuteil wurde - reich und glanzvoll und doch gebrandmarkt von menschlichem Versagen", analysierte der britische Soziologe Stuart Hall. Die Serie endete in den USA 1991 mit dem Hall eines Schusses und Bobbys Worten: "Oh my God!" Ob J. R. sich erschossen hat oder nur den Spiegel getroffen, wissen wir bis heute nicht.
Für den bald 81-jährigen Larry Hagman, der wieder in die Rolle des einstigen TV-Fieslings J. R. schlüpft, war der Dreh zum "Dallas"-Revival "wie nach Hause zu kommen", sagte er gegenüber dem Wochenmagazin "News". Und Hagman hofft auf "13 weitere Jahre Dallas" - dann ist er 94. (APA, 13.6.2012)
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war Dallas für mich gestorben
http://www.youtube.com/watch?v=IMR5setaS7I
Good Morning? Good Night!
berichtet, dass unser allseits geliebter und geschätzter, lupenrein öffentlich-rechtlicher ORF "unserem Publikum nun auch die neuen Folgen präsentieren kann".
Was die sogenannte Serienchefin in diesem Artikel zu suchen hat, bleibt allerdings rätselhaft. Was hat sie eigentlich noch getan, außer als sich wieder einmal an einen deutschen Sender anzuhängen (der für die herrliche deutsche Synchronisierung sorgt) und auf den breitestmöglichen Mainstream zu schielen? Das war die Leistung? Enorm, ganz enorm. Mein Respekt. Dafür sehnen wir uns schon nach der nächsten Gebührenerhöhung, damit all diese Küniglberg-Genies weiter so geniales Programm machen können. Nur nicht für die wachsende Zahl an echten Serienfans - die brauchen längst keinen ORF.
.. schließe mich Ihrer Meinung an. Allerdings das mit der Synchronisation ist ein anderes Problem. Die Schweizer strahlen viele Filme im 2-Kanal-Ton aus, ich denke das müßte auch beim ORF möglich bzw. leistbar sein. Viele fordern allerdings immer, dass die Filme/Serien im Originalton ausgestrahlt werden würde - ich vermute, 90 % aller Österreicher würden dann abschalten, da sie dem Inhalt nicht folgen könnten.
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