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Wien - Der Konflikt hat schon Tradition, lässt stets die gleichen Argumente aufeinanderprallen, verpufft nach kurzem Getöse, um wenig später aufs Neue zu entflammen. Kampfgebiet sind die Preise, vornehmlich für Nahrungsmittel. Ausgetragen wird das Duell zwischen Arbeiter- und Wirtschaftskammer, die sich hierbei mit Statistiken und Analysen zu überbieten versuchen. Erstere gab dazu nun eine Studie beim Wirtschaftsforschungsinstitut in Auftrag und sah sich durch deren Ergebnis zur Schlagzeile veranlasst: Österreich wird immer teurer.
Österreich habe zwar im 15-Jahres-Vergleich eine in Relation zum Euroraum relativ niedrige Inflationsrate, räumt Herbert Tumpel ein. 2011 jedoch sei der heimische Preisanstieg mit 3,6 Prozent der vierthöchste der Eurozone gewesen. Womit der ArbeiterkammerPräsident die seit Jahren umstrittene Existenz des Österreich-Aufschlags bestätigt sieht.
Sieben Prozent Unterschied
Er hat einmal mehr auch eigene Testkäufe parat. 47 Markenartikel aus Wien und München landeten im Warenkorb der Konsumentenschützer. Ergebnis war eine Netto-Preisdifferenz von sieben Prozent. Auch bei den jeweils günstigsten identen Produkten habe es Wien um sechs Prozent teurer gegeben.
Insgesamt machte das Wifo für Österreichs Lebensmittel 2011 um 4,4 Prozent höhere Preise aus. Im Euroraum zogen sie vergleichsweise nur um 2,5 Prozent an. Kaffee etwa verteuerte sich hierzulande um 18 Prozent, während seine Preiskurve im EU-Schnitt nur um zehn Prozent nach oben ging.
"Den Österreichern bleibt trotz höherer Gehälter nicht das über, was ihnen überbleiben sollte", resümiert Tumpel. Zumal sich auch Wohnen klar über dem europäischen Schnitt verteuert habe: Um 41 Prozent seien die Mieten über die vergangenen zehn Jahre gestiegen - fast doppelt so stark wie die Betriebskosten. Besonders betroffen seien Haushalte mit niedrigen Einkommen. Wohnen, Essen, Energie und Verkehr kosteten sie gut die Hälfte ihrer Ausgaben.
Undifferenzierte Vergleiche
Österreichs Wirtschaft lässt den Vorwurf der Preistreiberei nicht gelten. Händler werfen der Arbeiterkammer undifferenzierte Preisvergleiche vor, die oft an der Relevanz für Haushaltsbudgets vorbeigingen und auf griffige Schlagzeilen reduziert würden. Regionale Unterschiede und höhere Standards blieben unberücksichtigt.
Für mehr Transparenz könnte das verschärfte Wettbewerbs- und Kartellrecht in Österreich sorgen. Die Wettbewerbsbehörde erhält mehr Befugnisse, die Kronzeugenregelung wird ausgeweitet. Künftig müssen Unternehmen beweisen können, dass ihre Kosten ihre Preise rechtfertigen. (vk, DER STANDARD, 13.6.2012)
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so ein witzbold
sollte er evt mal "mit humbolt zum hobby-oekonom" buchen?
wenn hoehere gehaelter bezhalt werden (muessen) ist auch der endpreis hoeher
wo sollten die gehaelter denn sonst herkommen?
selten so eine sinnlose aussage gehoert ....
von adeg bis zielpunkt schreiben seit jahren zahlreiche
lebensmittelhändler in österreich verluste und das obwohl die preise höher sind als in anderen ländern.
warum übernimmt die ak nicht einen dieser händler, senkt die preise auf deutsches niveau und macht
noch nebenbei gewinn ?
beim preisvergleich sollte man auch artikel berücksichtigen die in österreich auch gekauft werden.
irische butter (kerrygold) ist bei uns nicht gerade ein umsatzbringer, in deutschland allerdings marktführer
(ca. 14 % wertmäßigen umsatzanteil). mfg
sagen, ich fühle mich echt gefrozzelt darüber, dass man ständig aus den Medien erfährt wo überall wir Österreicher mehr bezahlen müssen, sei es im Handel, bei der Energie usw. und das schon seit Jahren. Nichtsdestotrotz fühlt sich niemand dafür zuständig diesem offensichtlichen Abzocken ein Ende zu setzen. Was will man uns damit vor Augen führen? Daß man mit uns ALLES machen kann?
und ander Energiekonzerne:
Sie produzieren Strom aus abgeschriebenen (Wasser)Kraftwerken zu höchstens 1 Cent je Kilowattstunde (kWh) und bekommen an der Börse dafür rund 5 Cent/kWh.
Bin gespannt, ob AK und ÖGB solche Methoden anprangern oder weiterhin von den Dividenden stillschweigend profitieren, die in die Budgets (zur Politik) fließen.
>Bin gespannt, ob AK und ÖGB solche Methoden
> anprangern
Welche 'Methoden'? Gewinn zu machen? Oh wie fürchterlich verwerflich für ein Unternehmen!
Irgendwann ist mann ja auch das Risiko eingegangen das Wasserkraftwerk zu bauen, haben sie das vergessen?
>Welches Risiko?!?
z.B. das Risiko das der Staat in seiner unendlichen Weisheit ihnen plötzlich verbietet, in ihrem Kraftwerk Strom zu erzeugen oder einfach die Auflagen so weit raufdreht (nachträglich selbstverständlich), das es sich nicht mehr rentiert. Siehe Deutschland
.. also bei vielen produkten hab ich auch die erfahrung geamcht dass sie in ö um 20-30 % teurer sind. bei kaffee eigentlich nicht, markenkaffee kostet - voviel ich das seh - in tschechien/slowakei noch mehr als bei uns, in deutschland etwa gleich viel (real, netto, edeka), wenn man die gängigsten sorgen wie von jacobs vergleicht. lediglich dallmayr kaffee seh ich in d etwas billiger als bei uns - gut, der kommt ja auch aus deutschland bzw. wird über d vertrieben.
.. letztes mal war eine deutsche kollegin bei uns. am rückweg in die firma wollte sie noch kurz etwas beim hofer neben der firma mitnehmen. die war ganz erstaunt und meinte, dass die preise bei uns generell durch die bank um 20 % höher sind. noch stärker hab ichs im drogeriemarkt gemerkt - das ist wirklich schon frech, wenn deos um 9 euro dort um 50 % weniger kosten. oder geschirrspültabs der drogerie-eigenmarke um 30 % günstiger sind. leider hat in ö aber niemand wirklich interesse dass man dem einhalt gebietet, die parteien sind zu stark mit der wirtschaft und deren bosse verflochten.
zb ein haus oder eine siedlung tut sich zusammen, sie schreiben eine große einkaufsliste, dann setzen sich 2 in einen kleintransporter (idealerweise mit zusätzlicher kühlung) und düsen los.
zb, es wird um 1000€ eingekauft, dann wäre der hiesige preis 1250€, um die 250€ differenz kriegt man schon den transporter und den sprit (respektive es rechnet sich der kauf und unterhalt eines transporters ab einer gewissen anzahl fahrten). die fahrer wiederrum können momentan erwerbslose oder pensionisten sein, das würde die kalkulation verbessern.
und aldi süd wird sich ja wohl auch nicht gegen kundschaft wehren.
gut, ich denke die die grenznah wohnen machen dies ohnehin in form eines großeinkaufes. wir wohnen im osten, damit rentiert es sich nicht wirklich, außer ein einkauf auf einer geschäftsreise. ansonsten kaufen wir zum 90 % beim hofer ein, der mittlerweile ja auch coca-cola etc führt. die produkte sind einwandfrei - sonst würden wir sie nicht kaufen, denn der preis alleine ist es dann doch nicht - und im verhältnis zu billa/spar ist er relativ günstig. brot/gebäck kaufen wir beim bäcker im ort bzw. bier/kaffe, waschmittel beim metro.
Als häufig bei diversen Märkten Lebensmittel einkaufend, habe ich den Einruck, dass auch die sogenannten Diskonter mit den Preisen ziemlich hinauf gegangen sind.
Die Grundnahrungsmittel sind unverhältnismäßig gestiegen zB. bei einer besseren Brotqualität, trotzdem zeigt sich ein Bäckersterben.
Die erheblichen Preissteigerungen stehen nicht in Relation mit den geringen Steigerungen der Pensionen, die in der Regel nur um 1% liegen!
Der große Kaufkraftverlust verringert die gesamtwirtschaftliche Nachfrage.
also grass hab ich das nicht beobachtet. die diskonter haben in der breite die letzten jahre massiv aufgerüstet. allerdings gibts das ehemalige 9,90 brot (heute 79 cent) nachwievor. aber sie haben schon recht - brot kostet im supermarkt (z. b. spar, billa) gleichviel wie bei unserem bäcker im ort. ansonsten sind anker & co oft teurer wie unsere bäcker hier am land. wobei ein nußschnecke bei unserem bäcker zwei-handflächengroß ist mit ordentlich fülle. bei man bei anker/ströck & co sind die nüsse nur vorbeigeflogen..
.. jährlich hört man dies gebetsmühlenartig, nur ändert sich leider nichts. die dummen bauernvertreter begründen dies wie man auf orf.at liest, mit teurerer energie etc. bei uns. das mag alles sein, nur wenn idente irgendwo in der eu gefertigte produkte in d um 20-30 % weniger kosten dann hat das wohl nichts mit höheren gestehungskosten in ö zu tun. warum waren den quelle ö bzw. schlecker in ö profitabel, klar, weil die preise im vergleich zu d deutlich höher liegen.
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