Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
In der umstrittenen Causa alter Baurechtsverträge, die nach 70 oder 80 Jahren nun auslaufen, hat sich die Wiener Stadtregierung auf eine konkrete Neuregelung geeinigt. Von dieser sind zunächst vier Genossenschaften betroffen, sie soll aber als Grundlage für alle weiteren zu erneuernden Baurechtszinse gelten, wie es von Seiten der SPÖ dazu heißt. Insgesamt sind rund 2.140 Nutzungsberechtigte in den Bezirken Favoriten, Meidling, Hietzing, Döbling, Floridsdorf und Donaustadt von der Problematik betroffen.
Der zuständige Gemeinderatsausschuss für Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung beschloss am Montag die folgende Vorgehensweise: Bei der Neuberechnung der Baurechtszinse der betroffenen vier Genossenschaften orientiert man sich am niedrigsten von mehreren Verkehrswertgutachten. Davon wiederum werden 90 Prozent zur Berechnung herangezogen.
8,38 Euro pro m² und Jahr
Daraus ergibt sich nun ein jährlicher Baurechtszins von 8,38 Euro pro Jahr und Quadratmeter. Das ist immer noch weit weniger, als für eine vergleichbare Mietwohnung zu zahlen wäre - freilich aber auch um ein Zigfaches mehr als das, was bisher dafür gezahlt werden musste. Im Rahmen der alten Verträge waren nur wenige Cent pro Quadratmeter und Jahr zu zahlen.
Wer bereits Nutzungsnehmer ist, zahlt "nur" 2,80 Euro/m² und Jahr. Hier wurde die noch im Herbst geplante "Einschleifregelung" - eine jährliche Erhöhung um zehn Prozent bis zum Erreichen des neuen Werts von 8,38 Euro - fallen gelassen. Wird der Vertrag an Lebenspartner und minderjährige Kinder weitergegeben, können diese weiterhin den günstigeren Zins zahlen. Übernehmen aber volljährige Kinder den Baurechtszins von den Eltern, werden sie künftig die vollen 8,38 Euro pro Quadratmeter und Jahr berappen müssen.
In den Koalitionsparteien SPÖ und Grüne ist man der Ansicht, eine faire Regelung erreicht zu haben. Am 27. Juni soll diese vom Gemeinderat beschlossen werden.
FPÖ trommelt weiter dagegen an
Die Wiener FPÖ sieht das aber anders. Abgeordneter Herbert Eisenstein, Mitglied im zuständigen Gemeinderatsausschuss, trommelt weiter gegen die Regelung und spricht von einem "Schlag ins Gesicht der Siedlerinnen und Siedler, den diese nicht verdient haben".
Die Laufzeit der neuen genossenschaftlichen Baurechtsverträge beträgt 60 Jahre. (map, derStandard.at, 12.6.2012)
Bruckbauer: Mieten treiben Inflation an, diese beflügelt wiederum die Mieten
Auswertung von 150 Inseraten: Ungerechtfertigte Aufschläge vor allem bei befristeten Mietverträgen - Mieter zahlen im Jahr oft um mehrere tausend Euro zu viel
Thema "Soziales und Wohnen" im Grundsatzprogramm: "Sozialkarte" für Bedürftige und Möglichkeit des Kaufs der eigenen Gemeindewohnung gefordert
Laut einer "internen" Studie für das Maklernetzwerk Re/Max sind 82 Prozent der Österreicher für regelmäßige Überprüfungen. Die ÖVP sieht ihre Linie bestätigt
VP-Seniorenbund will Förderungen für Barrierefrei-Umbauten - SP-Pensionistenverband fordert Sozialtarife für Strom und Gas
Zweckbindung von Wohnbaugeldern gefordert - Kogler: Entscheidungen im Parlament "herbeibewegen"
SJ-Chef Moitzi will mit Gemeinden über günstige Wohnungen für "Hausstandsgründer" reden - Mietervereinigung und SPÖ unterstützen Forderungen
Sozialistische Jugend und Junge ÖVP starten Kampagnen für "leistbares Wohnen". Die JVP will "erstes Eigenheim" steuerfrei machen
Juraczka: "Wir wollen niemanden raushauen", aber alle zehn Jahre sollte Anspruch überprüft werden, im Fall des Falles "marktadäquate Miete" gezahlt werden
Wolfgang Kirnbauer, Obmann des Wiener Mieterschutzverbands, spricht über fragwürdige Gutachten und erklärt, warum er das Richtwertsystem "an sich für gut" hält
Analyse von Mikrozensus-Daten: Bei einer 75m²-Wohnung, die 2010 befristet neu vermietet wurde, zahlt ein Mieter jährlich 2.240 Euro zu viel
Vassilakous Vorstoß hält Wohnbaustadtrat Ludwig ungeeignet für die Volksbefragung. Die Lagezuschläge auf den Richtwert will er "überprüfen" lassen
Hausbesitzer vs. Mieterschützer: Martin Prunbauer und Georg Niedermühlbichler im Gespräch über Zuschläge, Altmietverträge, Markt und Regulierung
Arbeiterkammer: "Versagen des Richtwertsystems sorgt auch für stark steigende Zinshauspreise" - Baugebot für unbebaute Grundstücke gefordert
Der öffentliche und geförderte Sektor stellt den Löwenanteil der Mietwohnungen in Wien, und auch der größte Teil des Privatsektors unterliegt Beschränkungen - zumindest auf dem Papier
Betriebskosten-Aufstellungen auch elektronisch erhältlich - Gutschriften für vier von fünf Gemeindebau-Bewohnern
Mietervereinigung: Mieter von privaten Wiener Wohnhäusern zahlen im Schnitt bereits 30 Euro pro Monat für die Haus-Versicherung, die eigentlich der Eigentümer zahlen sollte
MVÖ-Präsident Niedermühlbichler: Rasant steigende Wohnkosten "nicht mit Steigerungen bei Betriebskosten zu argumentieren"
8,7 Prozent mehr für Eigentum prognostiziert - Warnung vor Überhitzung des Marktes
Von den höheren Richtwertmieten sind 350.000 Menschen betroffen. Der Großteil von ihnen in Wien, wo Wohnbaustadtrat Michael Ludwig die Intransparenz bei Zuschlägen kritisiert
ÖHGB-Präsident Noszek: "Investitionen in Gebäude immer schwieriger zu finanzieren"
Das Justizministerium hat am Freitag die neuen Richtwerte veröffentlicht
ÖVI und WKÖ kritisieren AK scharf - Haus- und Grundbesitzerbund weist auf exorbitante Steigerung der Renovierungskosten in den letzten zehn Jahren hin
AK untersuchte Mietensteigerungen der letzten zehn Jahre - Fazit: Betriebskosten sind nicht schuld an gestiegenen Wohnkosten
So ein Holler dieses Gemecker!
Der aktuell gängige Grundkostenanteil im geförderten Wohnbau beträgt € 250/m²WNF - die € 8,38/Jahr entsprechen somit einer Verzinsung von 3,35% pa > würd ich als zur zeit marktüblich bezeichnen.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.