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Barcelona/London - Weiterer Schlag für spanische Banken: Die Ratingagentur Fitch hat 18 spanische Institute herabgestuft. Nachdem die Agentur kürzlich bereits die Kreditwürdigkeit der beiden Schwergewichte Banco Santander und BBVA gesenkt hatte, stufte Fitch am Dienstag 18 Sparkassen herab. Dabei senkte die Agentur ihre Bewertung teils um zwei Noten.
Betroffen vom Rundumschlag ist auch das angeschlagene viertgrößte Geldinstitut des Landes Bankia. Das aus Sparkassen hervorgegangene Institut benötigt für eine Sanierung eine Kapitalzufuhr von 23,5 Mrd. Euro. Fitch senkte die Kreditwürdigkeit von Bankia um eine Note von "BBB+" auf "BBB". Der Ausblick für das Rating sei negativ. Es droht also eine weitere Herabstufung.
Die Herabstufung der Banken steht in direktem Zusammenhang mit der Abstufung Spaniens. Es stehe zu befürchten, dass sich das Kreditportfolio einiger Banken weiter verschlechtert, argumentierte Fitch. Besonders Banken die dem Bau- oder Immobilienmarkt ausgesetzt sind, seien gefährdet.
Die Ratingagentur hatte die Bonität des krisengeschüttelten Landes erst in der vergangenen Woche um drei Stufen gesenkt. Grund waren die hohen Kosten für die Sanierung des maroden Bankensektors und die schwachen Aussichten für die spanische Wirtschaft. Am Wochenende flüchtete sich Spanien als viertes Euroland nach Griechenland, Portugal und Irland unter den europäischen Rettungsschirm. (APA, 12.6.2012)
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Und der spanische Bankensektor ist mit den 100 Milliarden, die jetzt aus Europa fließen werden, auch noch lange nicht saniert. Analysten gehen davon aus, dass die spanischen Geldinstitute ihre Karten noch nicht aufgedeckt haben und das wahre Ausmaß durch umfangreiche Kreditstundungen noch verschleiern. Die wirkliche Dimension der „faulen“ Immobiliendarlehen dürfte in der Zwischenzeit auf über 260 Milliarden Euro gestiegen sein. Mit ein Grund, dass die Ratingagentur Fitch gestern gleich 18 spanische Banken herabgestuft hat.
Das Brüsseler Center for European Policy Studies meint übrigens, dass den spanischen Instituten Verluste von bis zu 380 Milliarden Euro ins Haus stünden.
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