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Wien - In der Regierungssitzung am Dienstag war auch die von den Airlines so nachdrücklich erbetene Entlastung bei der Flugsteuer (Ticketsteuer) ein Thema. Einen Beschluss gab es nicht. Heute wurde vereinbart, zuvor noch ein Gutachten einzuholen - vor allem was die Effekte einer Steuerreduktion auch auf der Mittelstrecke betrifft. Die stand bisher nicht zur Debatte.
Seit dem zweiten Quartal 2011 hebt der Fiskus auf Kurzstreckentickets ab Österreich acht Euro Steuer ein, auf Mittelstrecken 20 Euro und für Langstreckenflüge 35 Euro.
Die AUA (Austrian Airlines) verwies zuletzt unbeirrt auf Zusagen der Regierung, dass zumindest die Kurzstrecken-Flugsteuer auf sieben Euro gesenkt würde.
Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) peilt, wie ein Sprecher heute nach dem Ministerrat mitteilte, zudem eine Reduktion des Steuersatzes auf Mittelstrecken von bisher 20 auf 15 Euro an.
Klarheit nach Sommer
Während die Kurzstrecken-Steuererleichterung als unstrittig gilt, soll die Mittelstrecken-Steuersenkung noch eingehender gecheckt werden. Das soll nach dem Sommer erledigt sein, heißt es. Beide Steuerreduktionen zusammen kosteten etwas mehr als sieben Millionen Euro, wird im Finanzministerium vorgerechnet - bei einem für heuer angesetzten Jahresaufkommen von rund 90 Millionen Euro.
Auch die Deutschen haben heuer ihre Ticketsteuer bereits reduziert. Die Fluggesellschaften in Österreich (AUA, Niki) und Deutschland (namentlich Lufthansa, Air Berlin) beklagten einen Wettbewerbsnachteil durch diese Sondersteuern. (APA, 12.6.2012)
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sondern unverzichtbar.
Sie sind leider die einzige realistische Möglichkeit, den Ozean zu überqueren.
Ohne Langstreckenflüge würden die globalen Migrantenströme austrocken, was gravierende Auswirkungen auf Völkerverständigung, Innovation, und Entwicklung hätte.
Wenn Luftschiffe oder Bodeneffektfahrzeuge verfügbar wären, würde ich sie sofort nutzen. (diese sind zumindest theoretisch klimaschonender als Großraumflugzeuge).
Bis es aber soweit ist, bleibt vielen Leuten keine andere Wahl als zu fliegen.
Ein 14 Stunden Flug in der Economy Class ist ohnehin kein Spaß, und die meisten Passagiere tun es auch nicht zum Spaß, sondern sie besuchen Familie oder bringen ihre Kenntnisse in Länder wo sich gebraucht werden.
sehr gut, dann flieg ich halt mit Zwischenstopp Langstrecke damit ich der Mitzi weniger pecken muss. Die größte Umweltverschmutzung geschieht durch die Kurzstrecke auf der es problemlos möglich wäre auf die Bahn auszuweichen. Währenddessen besteuert man Langstrecken und vergisst darauf das zahlreiche Österreicher im Ausland Familie haben und nicht gerade einfach haben. Aber man will ja die Touristen melken bzw. hindern fernzureisen damit sie hier die Euros verbraten.
Kerosin ist sowieso schon absolut steuerfrei, da muss man gleich auch noch die Ticketsteuer senken!
Inzwischen können ja noch ein paar Bahnlinien eingestellt und rückgebaut werden, weil bei der Bahn ist ja Profit und wirtschaftliches Handeln oberstes Gebot.
Und der Rückbau, wenn es dann wieder unausweichlich sein wird, wird dann gleich noch teurer werden.
Zukunftspolitik einer Ahnungslosen.
Ich finde die Steuer absolut richtig. Noch besser wäre es aber Kerosin zu besteuern, um einen Anreiz zu bieten den Verbrauch zu reduzieren. Wenn es angeblich ein Wettbewerbsnachteil ist, dann sollte die Steuer eben EU-weit einheitlich eingehoben werden.
Wenn man wirklich etwas für die Entlastung von Airlines und Fluggästen machen will, sollte man diese völlig überzogenen Sicherheitsregeln an den Flughäfen entspannen. Das würde Milliarden einsparen und viel Zeit und Nerven. Vor allem dieses vollkommen schwachsinnige Verbot von Flüssigkeiten muss endlich weg! Als könnte man Bomben nur aus Flüssigkeiten bauen!
Erstens hat sie nichts mit Umweltschutz zu tun,.
Zweitens ist sie eine Steuer auf die Reisefreiheit, wie wir es schon aus dem Mittelalter mit dem Wegzoll kennen.
Die Freiheit zu reisen ist fuer mich eine grundlegende Errungenschaft unserer Zeit.
Leider gibt es heute immer mehr Regierungen, die zwar Gueter und Kapital frei von Regulierungen halten, dafuer aber immer mehr (steuerliche) Huerden fuer die Bewegungsfreiheit der Menschen aufbauen. Neben der altbekannten Visaumspflicht (Menschen aus Afrika koennen praktisch nicht nach Europa kommen), sind das Einreisegebuehren (USA) oder Ausreisegebuehren wie in Oesterreich.
Es geht nicht darum ZUSÄTZLICH KOSTEN auf das sich bewegen oder Reisen zu erheben sondern KOSTENWAHRHEIT herzustellen. Das System funktioniert leider so, dass jene die sich viel fortbewegen oder reisen von der Allgemeinheit querfinanziert werden. Das gilt sowohl für den Straßen- als auch für den Flugverkehr. Alle Kosten, inklusive Umwelt- und Gesundheitsfolgekosten sollten von JENEN DIE SIE VERURSACHEN SELBST GETRAGEN werden, und nicht auf alle Schultern verteilt, auch von jenen, die diese Möglichkeiten gar nicht oder nur wenig nutzen und in vielen Fällen sogar unter der exzessiven Nutzung der anderen leiden.
Wie sollen die Kosten etwa von Umweltschäden durch Ölgewinnung (für Kerosin oder Autosprit) für Schäden durch CO2, für andere Umweltschäden beim Flugverkehr, Autoverkehr, Bahnverkehr "wahrheitsgemaess" eruiert werden? Und an wem soll das dann gezahlt werden?
Man kann eben nicht alles in Geld abgelten, dafür sollte es eigentlch die Politik geben die entscheidet was man an Konsequenzen und Beeintraechtigungen fuer Umwelt, Allgemeinheit und Gesundheit akzeptieren will und was nicht.
Sie haben recht dass man nicht alles in Kosten umrechnen kann. Es gibt aber doch einiges das man heute bereits be- und verrechnen könnte. Der Empfänger sollte der Staat sein, denn er vertritt sozusagen der Allgemeinheit. Wenn z.B. jemand wegen Autoabgasen an Krebs erkrankt ist, kann der Staat die Behandlung unter anderem auch durch höhere Steuern auf das Autofahren bezahlen.
Gewisse Dinge kann man verbieten, da haben sie auch recht. Es gibt aber Dinge, wo ein Verbot ein zu extremer Eingriff in die persönliche Freiheit wäre. Diese Dinge müssen eben durch hohe Steuern belegt werden um das Ausmaß zu verringern. Zum Beispiel fahren in Wien hunderte Porsche Cayenne. Das gehört verringert, und gleichzeitig schafft es zusätzliche Einnahmen.
Welche "Gesundheitskosten" sollen das denn sein?
Den steuerlichen "Wettberwerbsvorteil" gegenueber der Bahn muessen Sie auch erklaeren. Die Bahn faehrt mit Strom ohne MOeST und bekommt jaehrlich Milliarden fuer die Infrastruktur.
Der Strassenverkehr bezahlt MOeST, dafuer baut und erhaelt der Staat auch das Strassennetz.
Der FLugverkehr bezahlt seine Infrastruktur durch Gebuehren an AustroControl und Flughafen. Und das mehr als Kosten anfallen.
Es gibt viele Menschen die unter Fluglärm leiden. Das kann vielfältige Folgekosten für die Gesundheit dieser Menschen haben (psychisch, physisch). Hinzu kommt die von Flugzeugen verursachte Luftverschmutzung und das Abwerfen von Treibstoff in Notfällen. Nicht zuletzt gibt es auch Vielflieger (ich spreche von Menschen die beruflich zum Vielfliegen gezwungen werden) die körperliche Gebrechen aufgrund der engen Sitze und der starren Sitzhaltung haben.
Mit ein wenig Intelligenz kann man dem FLuglaerm fuer die Anrainer sehr effektiv bekaempfen.
Der Flughafen Zurich etwa hat die Startgebuehren nach der Laermkategorie des Flugzeuges bemessen. Dazu kommt eine Nachtfluglaermgebuehr und eine Emissionsgebuehr, abhaengig von den ausgestossenen Stickoxiden. Die Emissionsgebuehr allein kann bis zu 40% der Landegebuehr ausmachen.
In Wien gibt es mW nach nur eine sehr geringe Laermgebuehr.
Statt dessen belastet der Staat die Fluglinien einfach nach Zahl der Passagiere und BEruecksichtigung von Laerm, Verbrauch und Emissionen. mM nach ist das einfach nur dumm.
Die Arbeitnehmer am FLugplatz sollten gegen den FLuglaerm geschuetzt sein. Fuer Anrainer mag es nich angenehm sein, aber nicht gesundheitsschaedigend. Technischer Fortschritt (wenn nicht durch neue Steuern die FLottenerneuerung verlangsamt wird) sollte auch hier Abhilfe schaffen.
Fuel dumping ist kein Problem. Moderne Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge haben gar kein System zum Fuel Dumping mehr. Und die Notwendigkeit bei Langstreckenfluegen ist wirklich sehr selten.
Bei den Passagieren haben Sie recht. Es gibt Berechnungen, die die Zahl der Trombose-Opfer bei Fluegen hoeher schaetzen als Tote bei Abstuerzen. Aber auch hilft keine Steuer sondern Aufklaerung der Passagiere und mehr BEwegung waehrend dem Flug.
dass Fluglärm nicht gesundheitsschädlich könnten Sie sich sparen - ich hatte ihnen bereits vor eingier Zeit diverse NAchweise dazu geliefert.
Weiter unten behaupten Sie auch wieder, dass der Flugverkehr seine Kosten selber trägt - auch falsch, auch schon vielfach dargestellt.
Dass die Bahn im Wesentlichen mit Strom fährt und dafür Energieabgabe zahlt für Sie zum Schluß, dass die Bahn keine MÖst zahlt!? Dass bei dieser Politisch motivierten Wettbewerbsverzerrung die Bahn ihre Infrastruktur nicht selber bezahlen kann sollte klar sein!
Stellt sich die Frage warum Sie immer wieder mit Ihren nachweislich falschen Behauptungen daherkommen!
Danke für die differenzierte Antwort. Wir kommen also auf einen grünen Zweig. Ich bin ja keineswegs grundsätzlich gegen das Fliegen. Ich selbst bin Vielflieger, habe deshalb aber oft ein schlechtes Gewissen der Umwelt gegenüber. Ich versuche übrigens mich im Flugzeug viel zu bewegen (bei Langstreckenflügen) um diese Trombose-Geschichte zu vermeiden. Das mögen die Stewardessen gar nicht :D
Wie sie richtig sagten sollten statt Pauschalsteuern intelligente Steuern bzw. Flughafengebühren das Wohlverhalten der Airlines (Lärm, Verbrauch, CO2-Ausstoß, etc.) in die erwünschte Richtung lenken.
Ich finde aber auch, dass extrem kurze Strecken, z.B. Wien - Linz absurd sind. Warum nehmen die Leute da nicht den Zug? Da sollte man steuerlich was machen.
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