Microsoft nicht an Nokia-Übernahme interessiert

12. Juni 2012, 12:13

Warum der Software-Riese im Moment kein Interesse an einem Buyout hat

Nokias Börsenkurs schwächelt und die Gerüchteküche brodelt. Wie The Register berichtet, hat Microsoft letztes Jahr einen tieferen Einblick in Nokias Geschäftsbücher bekommen, um herauszufinden, welche Teile des finnischen Handy-Herstellers überhaupt interessant für den Konzern wären. Konkrete Kaufabsichten gab und gibt es seitens Microsoft nicht.

Smartphone-Sektor im Visier

Bereits im Jänner, so The Register, gab es Gerüchte darüber, dass Microsoft Teile des Unternehmens kaufen würde. Der Smartphone-Sektor sollte dabei vollständig von Microsoft übernommen werden und die Feature-Phones an einen chinesischen Interessenten verkauft werden. Das Gerücht basierte auf keinerlei offiziellen Aussagen oder zuverlässigen Quellen, wurde aber anscheinend von vielen als nicht unwahrscheinlich betrachtet. Nach Googles Interesse an Motorola schien es also auch nicht weit hergeholt, dass der Software-Riese Microsoft zu einem eigenen Smartphone-Hersteller greift.

Kein Interesse

The Register betont jedoch, dass Microsoft niemals daran ernsthaft interessiert war und dass Nokia niemals verkaufen wollte. Sollte Microsoft dennoch tatsächlich daran interessiert sein eine eigene Smartphone-Infrastruktur aufzubauen, so wäre die Nähe zu Nokia der einzig gute Grund. Denn die Entwickler bei Nokia arbeiten eng mit Microsoft zusammen. Know-How und Infrastruktur ist schon vorhanden. Elops Bestreben Nokias Kurse wieder in die Höhe zu treiben könnte auch an der darin resultierenden besseren Verhandlungsbasis liegen.

Warten bis zum Schluss?

Sollte sich Nokia nach den neuen Produkten, die mit Tango und Apollo laufen werden, immer noch nicht von seiner schwierigen Marktposition erholen, wird das Unternehmen schwer zu kämpfen haben. Laut The Register könnte genau das der Grund für Microsofts Warten sein: Warten, bis der Preis fällt und dann zuschlagen. Vielleicht auch, um es nicht der Konkurrenz zu überlassen. (iw, derStandard.at, 12.6.2012)

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17 Postings
Warum ?

Weil Microsoft wartet, bis Nokia Konkurs anmelden muß, um Nokia für einen symbolischen Euro zu erwerben ...

Auch eine Übernahme Nokias würde nichts nützen, weil

wenn sie den Namen Nokia weiterführen bleibt alles (so schlecht) wie es ist und wenn sie die Smartphones unter dem Namen Microsoft verkaufen werden sie noch weniger WP7 Smartphones verkaufen. Ist also "ghupft wie gsprungen".

Microsoft sollte wirklich anfangen, damit aufzuhören, sich in Geschäftsfeldern zu versuchen, die nicht ihr "Business" sind. Microsoft hab wie Nokia die Zeichen der Zeit nicht erkannt und die Weiterentwicklung des Kommunikationsverhaltens einfach verschlafen.

Wenn man eine Marketingumfrage starten würde, wen die Befragten als "Kompetent" im Handy- und Tabletsektor erachten würden, so wäre Microsoft mit Sicherheit am letzten Platz.

Schuster bleib bei deinen Leisten!

..."Schuster bleib bei deinen Leisten!"... und anderen das Feld überlassen...

Damit sich diese schön ausbreiten können...
...weil die sich alle so schön brav auf einen Kernbereich konzentrieren?

zB Xbox:
eigentlich auch nicht MS's Kern-Business...

...also Xbox verkaufen?
...vielleicht gleich an Google, weil Gaming ist nämlich auch genau deren Business und fehlt eigentlich noch im Portfolio all der weltweit umspannenden Geschäftsfelder...

Google will alle Internet-Geschäftsbereiche beherrschen, denn die alle sind nämlich deren "Leisten"...
Google will also de facto das Internet sein...
...und dabei sollen die anderen gefälligst nicht stören...
und sich mit in ihren jeweiligen Nischen begnügen...
...dort werden sie vielleicht gerade noch von Google toleriert!
...und diese Strategie unterstützen Sie!

Warum sollten sie auch ihr Marionetten-Unternehmen aufkaufen, wenns floppt hätten sie doch den Ärger...

Dank Elops Kill Mission würde der Verkauf für einen symbolischen Euro kein Loch ins Budget reißen.

Ein Ende mit Schrecken..

wäre in diesem Fall besser als ein Schrecken ohne Ende. Mittlerweile dürfte auch den Managern bei Nokia klar sein, dass sich das Unternehmen mit dem jetzigen Konzept nicht retten kann und für einen abermaligen Kurswechsel (also ein Umschwung auf Android) die nötige Zeit fehlt. Aus der Perspektive der Investoren wäre ein Verkauf zum jetzigen Zeitpunkt noch das Beste.

Die Nokia-Geräte würden auch mit Android nicht gegen Samsung bestehen.

Nokia hat verschlafen und jetzt zahlen sie den Preis. Spätestens 2014-2015 ist der Laden dicht.

Seh ich nicht so. Bei Verarbeitung ist Nokia top, was man von Samsung wohl wirklich nicht behaupten kann.

Also sorry, alle Nokia Geräte seit 2008 waren Schrott von der Verarbeitung her.

Vor Allem bei den Smartphones, die permanent Staub unter dem Display angesetzt haben. X6, N8, ...

Aha permanent Staub unterm Display

Das N8 habe ich nach 15 Monaten geöffnet und im Gehäuse waren minimale b.z.w fast nichts. Und unterm Display kann einfach aufgrund der Bauweise gar kein staub kommen da es ein geschlossener Block ist... Zum X7 kann ich nichts sagen aber ich besitze keines,wird aber nicht viel anders sein. Nettes Trashposting deinerseits

Bis auf die Abdeckung des externen Anschlusses finde ich die Verarbeitung des N9 sehr gut.

dem kann ich nur zustimmen.

Und da ich auf meinem N9 Android 4.0 als dual boot laufen habe, kann ein Umstieg für Nokia nicht allzu schwierig sein.

ich finde auch dessen verarbeitung hervorragend.. es ist mehr das konzept an sich wo es hakt.. nachdem ich aber weiss dass es sich dabei (im ausgeklappten zustand) um ein sehr gefährdetes stück der hardware handelt (wenn auch aus gutem metall) wird es von mir demenstprechend mit vorsicht behandelt und hält nachwievor was es verspricht..

Das Teil ist bei deinem Gerät aus Metall? Bei meinem (64 GB Version) aus fragilem Kunststoff.

nope.. sorry.. es ist natürlich nur die unterseite des usb-doors aus metall.. die oberseite ist aus dem gleichen polycarbonate wie der rest des unibodys - aber es reicht aus um das usb-door wenns verbogen sein sollte auch wieder grad zu biegen wie ich gelesen habe (ich möchts jetzt nicht ausprobiern ;-) ) es kostet etwa 5 euro und man kanns einfach selbst tauschen wenns mal zerstört sein sollte...

Die Verarbeitung _war_ bei Nokia top.

Mein Nachwuchs hat ein 3310 zum Spielen - Akku raus und mit Heisskleber den Deckel zugeklebt - das Ding ist de facto unzerstörbar, obwohl es ständig durch die Gegend geworfen wird.

Danach hatte ich ein 6310i, das liegt voll funktionstüchtig in der Schublade, nur die Akku-Halterung ist etwas defekt.

Als nächstes hatte ich ein 6230i welches deutlich weniger robust war, funktioniert zwar noch, macht aber komische knarzende Geräusche beim Wählen.

Mein letztes war dann ein 6280 - ein Glump sondergleichen, staub zwischen Display und gehäuse, knarzt, Lack blättert, schaltet sich spontan selbst aus (wie übrigens seine 2 Vorgänger auch schon).

Aktuelles hab ich ein ZTE-Blade - für den Preis "top"

Nur interessiert das lediglich eine Minderheit und auch die Verkäufer verkaufen nur über den Preis. Meine Lebensgefährtin ist als SuperDAU was Smartphones betrifft zum Saturn - der Bub dort hätte ihr ALLES verkaufen können, geworden ist es ein Galaxy Ace (160€). Kein schlechtes Gerät und reicht völlig, aber mit zB einem Lumia 710 hätte Saturn deutlich mehr verdient (dabei hat sie noch explizit nach einem Nokia gefragt weil ich mit dem 800 so zufrieden bin) und die massivere sowie wertigere Kiste wäre es überdies gewesen.

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