Nach Gepardenausbruch: Zoo wird künftig videoüberwacht

Stefanie Ruep
12. Juni 2012, 17:24
  • Vor knapp einer Woche waren zwei Geparden aus ihrem Käfig ausgebrochen - jetzt soll der Salzburger Zoo überprüft werden.
    foto: apa/neumayr/mmv

    Vor knapp einer Woche waren zwei Geparden aus ihrem Käfig ausgebrochen - jetzt soll der Salzburger Zoo überprüft werden.

Bürgerliste hatte Prüfung verlangt, weil Tiere in bewohntem Gebiet frei herumliefen

Salzburg - "Der Zoo Salzburg macht jetzt ernst", kündigt Betriebsleiter Rupert Eckkrammer an. Nach dem Ausbruch zweier Geparden in der Vorwoche musste der Zoo viel Kritik einstecken. Aufsichtsrat Bernhard Carl (Bürgerliste) forderte, externe Experten zur Sicherheitsüberprüfung im Zoo heranzuziehen, denn "in jedem Betrieb gibt es blinde Flecken", und " ein Sicherheitsproblem könnte fatale Folgen haben".

Betriebsleiter Eckkrammer wies die Vorwürfe zurück: "Es gibt keine Sicherheitslücken." Der Tiergarten werde routinemäßig jedes halbe Jahr von externen Experten gecheckt, und auch die Tierpfleger würden regelmäßig die Sicherheit überprüfen. Zudem werden nun zahlreiche Kameras zur Überwachung eingebaut, um das illegale Übersteigen der Tiergartenmauer in Zukunft zu unterbinden. "Wir wollen aber nicht zu einem Fort Knox werden, mit Stacheldrahtzaun", betont Eckkrammer. Auch mit der angrenzenden Siedlung sei man im Kontakt. Die Nachbarn würden Bescheid geben, wenn Jugendliche zum Zoo unterwegs sind.

Defektes Schloss im Gehege

Die Zooleitung ging nach dem Ausflug der Geparden, die freiwillig wieder in ihr Gehege zurückkehrten, davon aus, dass jemand die Raubkatzen befreit haben müsse. Etwa als eine Mutprobe unter Jugendlichen. Die Polizei hingegen hielt ein defektes Schloss, das leicht zu öffnen war, für eine wahrscheinliche Ursache.

Der Bericht der Exekutive wurde an die Staatsanwaltschaft Salzburg übermittelt. Ein Bezirksanwalt prüft nun, ob Ermittlungen gegen unbekannte Täter oder Zoo-Mitarbeiter wegen des Verdachts der Gefährdung der körperlichen Sicherheit eingeleitet werden. (Stefanie Ruep, DER STANDARD, 12.6.2012)

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die Qualität der Verriegelung reicht höchstens für einen Hühnerstall!

und mit Videokameras verbessert man das auch nicht.
Da startet man wohl die Flucht nach vorne!

Die Grünen (Bürgerliste) sind leider völlig dem Kontrollwahn verfallen . . . weit weg von ihren Wurzeln . . .

evtl ein bisschen off topic, oder?

Ich finds ja schön, dass in London die Laternenpfahle umhüllt werden, damit sich die oberwichtigen Dauertelefonierer nicht die Birne anhau`n.
Wie könnt man das jetzt mit den Geparden und den Postings hier in Zusammenhang bringen?

Zusperren

Sperrt endlich Zoos zu! Tiere einsperren ist nicht zeitgemäß.

genau genommen muss Ihre forderung eigentlich lauten:

"öffnet endlich die zoos!"
;-)

RICHTIG, das sind echte Tierschinder! Die "Chefin" vom Salzburger Zoo hat keine Ahnung von Tierpflege, sie wurde nur politisch dorthin verschoben.
Alleine schon als man im FS die Türsicherung gesehen hat (vom Gepardengehege) kommt EINEM das Grausen, ein echter Pfusch.

mir kommt das auch komisch vor daß die gattoparden nur hinter einem schleißigen türl mit noch schleißigerem schloß wohnen u daß man dort einfach so reinklettern kann. herzig sind sie ja die punnkterltiger aber die können sicher auch beiß machen wenn sie spielen wollen

STIMMT, so hat man im 18ten Jahrhundert Hasenställe abgesperrt.

"(..) Geparden [waren] (..) über die meterhohe Tiergartenmauer in bewohntem Gebiet frei herumgelaufen."

Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern, in keiner Not uns fürchten und Gefahr.

Danke für die Korrektur!

Grammar

by Master Yoda learned...

Nach solche Lauser diese Geparden. Wagen es doch tatsächlich nach dem Ausbruch sich in bewohntem Gebiet zu bewegen.

Oder freilaufende Politiker!

vorab: geparden fressen keine menschen und greifen sie grundsätzlich auch nicht an, weil wir menschen nicht in ihr beuteschema passen!
klar kann es sein, dass geparden, wenn in bedrängnis, menschen verletzen können.
man kann aber davon ausgehen, dass frei herumlaufende geparden ein weitaus kleineres risiko als frei herumlaufende hunde darstellen!

ein kleinkind passt ganz gut ins beuteschema

könnte man vielleicht mit ein paar hundert freisetzungen das wiener hundeproblem in den griff bekommen?

Vollsamsonite!

geparden greifen keine menschen an.
die frage ist nur, ob die geparden das auch wissen.

Sind Kinder Menschen? Irgendwie drängt sich bei @Herbert Reinsch diese Frage auf.

es geht nicht unbedungt um die größe, sondern auch darum, dass geparden menschenfleisch nicht mögen!
und da geparden zu den eher ruhigen und nicht agressiven tieren zählen, gibts da wenig grund menschen anzugreifen.

wenn man tiere in käfigen einsperrt, darf man sich nicht wundern, dass sie abhauen wollen.
tiergärten komplett zu verbieten wäre die einzig 100% sichere lösung!

die geparden sind selbst zurückgekommen

aber nur auf den "Mutterruf"

soll heissen, dass es ihnen in ihrem gehege so gut gefällt? nein! sondern weil sie jung waren und den rufen der mutter gefolgt sind. und nebenbei von polizisten und tierpflegern eingekreist wurden.

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