Tokio ist die teuerste Stadt der Welt, Wien von Platz 36 auf 48

12. Juni 2012, 11:10

Mercer-Studie: Manche europäische Städte sind wegen Eurokrise günstiger geworden, in der Schweiz ist das Leben immer noch teuer

Tokio hat einer Studie zufolge Luanda in Angola den Rang als teuerste Stadt der Welt für Ausländer abgelaufen. Die Ölboom-Stadt in Südwestafrika hatte den wenig beneidenswerten Titel in den vergangenen zwei Jahren getragen. 

"Billiges Pflaster" Pakistan

Auf Platz drei des von der Beratungsfirma Mercer vorgestellten Rankings steht mit Osaka eine weitere japanische Stadt. Ganz unten auf der Liste der 214 untersuchten Städte befindet sich die pakistanische Hafenstadt Karatschi, wo die Lebenshaltungskosten rund dreimal niedriger sind als in Tokio.

Für die Studie wertete Mercer die Preise für Wohnen, öffentlichen Verkehr, Essen, Kleidung, Haushaltsgeräte sowie Unterhaltung aus. New York City fungierte bei der Untersuchung als jene Stadt, mit der alle anderen verglichen wurden. Währungsschwankungen wurden gegenüber dem US-Dollar gemessen.

Schweiz dreimal unter Top 15

Auf Platz vier der Rangliste liegt die russische Hauptstadt Moskau, gefolgt von den Schweizer Städten Genf und Zürich. Mit Bern als Nummer 14 findet sich noch mit eine dritte schweizerische Stadt in den Top 15. Die einzige US-Stadt unter den 50 teuersten Städten ist New York City, das von Platz 32 auf 33 rutschte.

Australiens und Neuseelands Städte machten in dem Ranking die größten Sprünge nach vorne. Australien ist nun mit allen sechs untersuchten Städte in den Top 30 vertreten. Neuseeland wiederum sorgte mit seinem starken Dollar für gehörig gestiegene Lebenshaltungskosten. Sowohl Wellington (aktuell Platz 56) und Auckland (74) stiegen jeweils um 62 Plätze nach oben.

Wien wird billiger

Ganz anders die Situation in Europa. Laut Mercer ist mit der Eurokrise das Leben in zahlreichen europäischen Städten günstiger geworden. Wien, das im Vorjahr noch auf Platz 36 lag, rutschte auf Rang 48 ab. Paris fiel um zehn Plätze auf Rang 37, Rom um acht auf 42, und Athen sank sogar um 24 Plätze auf Rang 77. London fiel von Platz 18 auf 25.

Afrikanische Städte weit oben

Immer teurer hingegen wird das Leben in afrikanischen Metropolen. Neben Luanda (Rang 2), N'Djamena im Tschad (8), Libreville in Gabun (20) und Khartum im Sudan (26) finden sich 16 weitere Städte im obersten Drittel der Rangliste. "Es mag überraschen, dass Afrika so hoch im Ranking gelistet ist. Das liegt daran, dass es schwierig ist, gewisse Waren zu bekommen und sicher zu wohnen. Und die Kosten für importierte Waren sind dementsprechend hoch", erklärte Mercer-Direktorin Nathalie Constantin-Métral. (APA/mvu, derStandard.at, 12.6.2012)

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Wieviel zahlt man jetzt für Mannerschnitten und Ottakringer Bier in Tokio?

Dieses Ranking ist für mich nicht wirklich nachvollziehbar... Ich habe in zwei der hier genannten Städte 4 Jahre lang parallel gelebt (war beruflich leider nicht anders möglich) und die Lebenshaltungskosten (nach den genannten Faktoren) sind in der einen Stadt um 40% gestiegen, während sie in der anderen höher gewerteten Stadt im selben Zeitraum um nur 15% gestiegen sind.

Lebenskosten für - Expatriates - !

...also für Auswanderer oder im Ausland tätige bedeutet das und nicht Lebenskosten allgemein. Es stimmt also nicht sein, dass Luanda die teuerste Stadt der Welt ist für alle Einwohner, es bedeutet lediglich, dass Expats dort am besten abgezockt werden.

Na dann: Auf nach Karatschi!

Gemessen an was?

wohl nur gemessen an der Kaufkraft internationaler Manager.

Denn wenn es um die viel aussagekräftigere Studie "Wie lange muß man in XY für Wohnen/Essen usw arbeiten?" wäre Wien auf den vorderen Plätzen.

In der Schweiz verdient man wenigstens genug, um sie sich leisten zu können.

Bei uns haben sich Preise und Löhne längst entkoppelt. Und die Champions der arbeitenden Bevölkerung, SPÖ, schauen dabei nur zu, unterbinden keine Spekulation am Immobilienmarkt und heben in Wien diejenigen Preise an, auf die sie selbst Einfluß haben.

Freundschaft, GenossInnen!

""Wie lange muß man in XY für Wohnen/Essen usw arbeiten?"

Seltsame Aussage, dabei ist Wien sicher eines der günstigsten Wohngebiete in Österreich. Vergleichens das Mal mit Innsbruck oder dem Rheintal.

Geschweige denn von Tokio, New York, den schweizer Städten...

Weil jetzt alle Menschen, die in einer fremden Stadt leben "internationale Manager"sind, oder wie?

Mercer untersucht aber nur das.

Jössas, jetzt wird sich der Strache gleich wieder ergeifern darauf hinzuweisen, dass Wien in einem internationalen Ranking massiv nach unten gerauscht ist!

in österreich verdient man einen schmarrn, darum ist leben in ö teuer..

Warum fehlt da Berlin?

Aber so uninteressante Nester wie Baku sind gelistet, wo ja niemand freiwillig leben will, wenn man nicht gerade in dem Land geboren ist?

Berlin

war sicher dabei - ist billiger (auf jedem Fall im Vergleich zu Wien) und daher nicht unter den 50 teuersten Staedten - weiters sieht es vermutlich so aus, dass weniger Expat von US nach Deutschland geschickt werden - da Deutschland nicht einmal unter Europa erwaehnt wird.

Euro abgewertet, Yen aufgewertet

Also ist es teuerer in Tokio zu leben, und billiger in Wien zu leben. Schweizer Franken bleiben noch hoch im Wert, also, das Leben in den Schweizer Staedten bleibt noch teuer in der Rank-Liste.

was kümmert es einen Expatriat wie hoch die Kosten sind, es zahlt ohnedies sein Unternehmen.

Irrtum

Local terms gibt es immer haeufiger!

wo wird das nur enden ;-)

Das ist doch dasselbe Beratungsunternehmen, welches

Wien so hohe Lebenqualität bezeugt und womit Wien sich immer selber bewirbt.

Nicht vergessen, das betrifft Expatriates, ausländische Manager, welche auf einige Zeit in einem fremden Land leben.

Mit der einheimischen Bevölkerung hat das nix zu tun, bzw. kann man diese Erkenntnisse keinesfalls auf diese extrapolieren.

Nahversorgung, Gesundheitssystem, Öffentlicher Verkehr, Öffentliche Sicherheit... sind also für die Einheimischen völlig unwichtig?
Genau das sind nämlich wichtige Kriterien für die Mercer-Studie.

Ich war schon in einigen dieser "teuren Pflaster"

aber nicht als Manager und auch nicht als Tourist.

Und eines muss man gestehen: Wien ist im Vergleich wirklich billig UND auch lebenswert.

...kann man das wirklich vergleichen...

....ich nehme an sie haben in Wien nie in einem Hotel gewohnt, und als Einheimischer gehen sie auch zum Essen, fortgehen, einkaufen etc. woanders hin als als Tourist.

Berlin ist zb. eher günstiger als Wien, aber vielleicht empfinde ich das auch nur so weil ich in Kreuzberg gewohnt habe wo man eine große Auswahl an prieswerten Unterkünften und Lokalen hat. In Wien muss man solche Orte suchen, und sich dabei von den typischen Touristengebieten eher fernhalten.

Kreuzberg haben Sie in Wien auch

Gehen sie nach Ottakring.
Ich würde in beide Gegenden keinen Fuss setzen.

"Wien ist im Vergleich wirklich billig"

Aber nicht das Wohnen. Das ist teuer.

irrtum, gerade das wohnen ist im vergleich sogar signifikant billiger, was am extrem hohen anteil an sozialem wohnbau und dem im vergleich strengen mietrecht liegt

Dem muss ich widersprechen.

Suchen Sie sich Mal eine Wohnung in London, Prag oder München.

Kein Vergleich zu den Mietpreisen im Wien. (natürlich spreche ich hier nicht vom ersten Bezirk... aber die Nobelviertel werden'S auch in jeder Stadt finden)

Das ist die falsche Antwort hier im Forum.

Weil die meisten Suderanten noch nie im Ausland gelebt haben.

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