Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Tirana - Das albanische Parlament hat den von der Regierung nominierten Bujar Nishani in der vierten Wahlrunde zum neuen Staatspräsidenten des Landes bestimmt. Zuvor waren Gespräche über einen Konsenskandidaten von Regierung und Opposition gescheitert. Der bisherige Innenminister Nishani erhielt eine einfache Mehrheit der Stimmen.
Unmittelbar vor dem Votum war der zuvor bestimmte Kandidat der Regierung abgesprungen. Warum der Wirtschaftsexperte und Ex-Wirtschaftsminister Artan Hoxha sich am Montag in letzter Sekunde selbst aus dem Rennen nahm, war zunächst unklar. Die regierenden Demokraten (PD) von Ministerpräsident Sali Berisha nominierten daraufhin Nishani zu ihrem Kandidaten. Er folgt nun Bamir Topi, dessen fünfjährige Amtsperiode am 24. Juli endet, in das höchste Staatsamt nach.
Kein Konsenskandidat
Nishani absolvierte vor dem Ende des kommunistischen Regimes Anfang der 1990er Jahre die albanische Militärakademie absolviert und studierte später in den USA studiert hatte. Er gilt als führende Figur in seiner Partei.
Die regierenden Demokraten und die oppositionellen Sozialisten (PS) unter Edi Rama konnten sich zuvor nicht auf einen Konsenskandidaten einigen. Die Sozialisten hatten die Parlamentswahl 2009 nicht anerkannt. Sie boykottierten lange Zeit die Parlamentsarbeit und organisierte Massenproteste für eine Wahlwiederholung. Trotz eindringlicher Appelle der EU, der USA und internationaler Organisationen zog sich der Konflikt über Monate und Jahre hin.
Zu den wichtigsten Kompetenzen des albanischen Staatsoberhauptes gehören die Ernennung des Regierungschefs auf Vorschlag der Parlamentsmehrheit und der Minister auf Vorschlag des Regierungschefs. Der Präsident ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte, er ernennt mit Zustimmung des Parlaments die Höchstrichter und kann Gesetze vor deren Inkraftsetzung zur nochmaligen Beratung an das Parlament zurückverweisen. Nach dem letzten kommunistischen Präsidenten Ramiz Alia hatten Sali Berisha, Rexhep Meidani, Alfred Moisiu und zuletzt Topi das höchste Staatsamt bekleidet. (APA/Reuters, 11.6.2012)
Sozialistische Opposition holt sich Unterstützung vom früheren Britenpremier - Im Fall von Wahlsieg im Juni beraten
Streit zwischen Sozialisten-Chef Rama und Diplomaten - Parlament: Untersuchung wegen angeblicher Handgreiflichkeit eingeleitet
Regierung von Premier Berisha bereitet Gesetz vor - Laut Tirana sind keine Grenzänderungen beabsichtigt
Österreich-Ungarn unterstützte im Jahr 1912 die Gründung des neuen Staates
50 Jahre nach seinem Tod wurde Zog I. in einem Mausoleum beigesetzt
Erst wurden sie für Jahrzehnte in Lager gesperrt und gequält, nun verweigert Albanien seinen einstigen politischen Gefangenen Entschädigungen
Hatte sich aus Protest mit Benzin übergossen und angezündet
Spindelegger in Tirana - Unternehmer beklagen "unberechenbares" Steuersystem
Drastische Aktion gegen Verzögerung von Entschädigungszahlungen
Seit Montag ist der Kosovo ein souveräner Staat - Am gleichen Tag zeigte das serbische Fernsehen angebliche neue Beweise für Organraub durch albanische Rebellen während des Kosovokriegs: Lebenden Kriegsgefangenen sollen Herzen entnommen worden sein
Edmond Panariti folgt Edmond Haxhinasto nach - Kleiner Regierungspartner rüstet sich für Parteitag
Staatschef gesucht - Machtspiel fortgesetzt
Entsprechendes Gesetz einstimmig angenommen
Der albanische Bildhauer Vladimir Metani fabrizierte während der stalinistischen Diktatur unter Enver Hoxha Statuen von Hoxha und Stalin aus Bronze - Nebenbei formte er Figuren aus der albanischen Mythologie
Zwanzig Jahre nach dem Ende der stalinistischen Diktatur herrscht in Albanien Stagnation - Nirgendwo ist die Pro-EU-Stimmung größer, aber die Großparteien ziehen Schaukämpfe Reformen vor
Die Entscheidung der Wahlkommission war politisch motiviert - Von Adelheid Wölfl
Vili Minarolli, Albaniens Botschafter in Wien, über Unruhen in der Hauptstadt Tirana, Visaliberalisierung und die Beziehungen zum Kosovo
Die Polizei ist in einem sehr schlimmen Zustand in Albanien, was vor allem die Innenminister Lulzim Basha und Bujar Nishani zuverantworten haben. siehe EU Polizei Mission Berichte PAMECA, Staats Kontroll Berichte in Albanien in 2012.
Shinasi Rama, einer der wenigen Albaner, welche die Revolution vor 20 Jahren einleitete, heute Professor in der New York Universität sagt: Bujar Nishan ist korrupt! Punkt!
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.