StudiVZ ergibt sich Facebook

11. Juni 2012, 13:39
  • StudiVZ scheint das Rennen gegen Facebook im deutschsprachigen Raum endgültig verloren zu haben.
    screenshot: red

    StudiVZ scheint das Rennen gegen Facebook im deutschsprachigen Raum endgültig verloren zu haben.

Relaunch für SchülerVZ als IDPool – keine konkreten Zukunftpläne für StudiVZ und MeinVZ

Im deutschsprachigen Raum einst Marktführer unter sozialen Netzwerken, scheint StudiVZ nun endgültig die Flinte vor dem übermächtigen, internationalen Konkurrenten Facebook ins Korn zu werfen. Nach einem massiven User-Schwund in den vergangenen Jahren hat Eigentümer Holtzbrinck eine "strukturelle" Veränderung angekündigt, berichtet das Branchenmagazin Kontakter.

Noch eine Chance für SchülerVZ

Mit einem Relaunch will Holtzbrinck zumindest SchülerVZ noch eine Chance geben. Aus den VZ Netzwerken wird Poolworks. Die Schüler-Plattform wird in IDPool umbenannt. Der Relaunch sei für das vierte Quartal geplant. "Die Plattform soll perspektivisch über mehrere Stufen zu einem edukativen Angebot ausgebaut werden", zitiert das Magazin das Unternehmen.

"Befreiungsschlag"

Es sei ein "Befreiungsschlag für VZ", erklärt CEO Stefanie Waehlert. Was aus StudiVZ und MeinVZ werden soll, weiß der Konzern aber offenbar nicht. Hier wolle man noch "neue Optionen" prüfen. Angesichts der Übermacht von Facebook mit über 900 Millionen Usern und Plänen, das Netzwerk für unter 13-Jährige zu öffnen, scheint es jedoch unwahrscheinlich, dass die VZ-Netzwerke ihre Position zurückerobern können. 

Mitarbeiterabbau

MeinVZ, StudiVZ und SchülerVZ hatten gemeinsam bei einer Reichweitenmessung im Februar nur mehr 3,99 Millionen User aufgewiesen. Ein Jahr zuvor waren es noch 10,8 Millionen. Erst vor wenigen Tagen hat Holtzbrinck bekannt gegeben, 25 Mitarbeiter abzubauen. (red, derStandard.at, 11.6.2012)

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In 10 bis 15 Jahren werden wir solche Artikel über Facebook lesen!

StudiVZ ergibt sich Facebook

... was soll denn diese headline?
wie kann sich denn studivz ergeben, wenn es so gut wie gar nicht mehr da ist?
das wäre ja so, als ob ich im kampf getötet werde & mich dann post mortem ergebe :)

IDPool

Das ist kein "neuer Name", das ist, was es aus deren Sicht schon immer war...

Unfassbar wie schnell so mancher unverzichtbarer Ultra-Mega-Super-Hype vorbei ist. Gestern noch Gesprächsthema Nummer 1 und heute schon in der Versenkung verschwunden.

um 100 mio hat's holtzbrinck 2007 gekauft. ein teurer ausflug ins web 2.0.

StudiVZ ist im Gegensatz zu FB viel zu statisch, es gibt schlicht und ergreifend keinen Grund, sich dort wirklich aufzuhalten. Dazu kommt noch die geringe Bekanntheit und schwups... ist das Rezept für eine Bauchlandung perfekt.

FaceVZ

danke für den artikel, hab schon ganz vergessen, dass ich dort einen account hatte ... jetzt nicht mehr ;)

oops... laut StudiVZ bin ich noch mit meiner Exfreundin zusammen...

Dürfte ihr jedenfalls auch nicht aufgefallen sein - so viel zur Popularität des Netzwerkes. ;)

auf deutsch:

holtzbrinck wird jetzt alles tun, um noch schnell ein wenig geld aus den sterblichen überresten von studiVZ zu quetschen. dazu werden die daten der verbliebenen 350 user verramscht, mit dem neuen namen lässt es sich zudem noch leichter ungeniert abzocken.
IDPool klingt für mich nach einer firma, die userdaten verkauft, aber sicher nicht nach einem "social" network ;)

lol

.."Plattform wird in IDPool umbenannt"

wie stasimässig kommt das denn rüber?

des problaim is ned des facebook. de hean auf weil sa si vorm sanktonline.at onscheißen

Hat was von Monty Python:

Schwarzer Ritter:
"Na gut... einigen wir uns auf unentschieden"

Diese Nachricht klingt ein bisschen wie...

"Wir schalten beim Komapatienten im 2ten Stock nun die Geräte ab"

am besten in StudiVaZebook umbennen

Vielleicht kauft Zuckerberg den Laden noch. Er gibt ja auch sonst schnell mal 1 Mrd. für eine handvoll Mitarbeiter und 0 Umsatz aus.

Der wollte es ja schon mal kaufen, als Facebook im deutschsprachigen Raum noch quasi keine User hatte...aber Holtzbrinck war damals schlicht zu arrogant um es zu verkaufen...SSKM

schlicht zu arrogant

würden Sie sich eine gutgehende Firma, die Sie mühsam aufgebaut haben und nun Marktführer in Ihrem Land ist, von einem NoName abkaufen lassen, bzw. von dem Aktienpakete aufschwatzen lassen, die noch keinen Wert haben?
(So war's damals)

Da hätte ich Ihre Arroganz mal sehen wollen.

Holtzbrinck hat StudiVZ auch nur von Ehssan Dariani gekauft, nicht selbst entwickelt...

Der hat damals schon gemerkt, dass da was großes und internationales kommen wird und 85 Mio. damit gemacht...

facebook war zu dem zeitpunkt kein noname, sondern schon das mit abstand größte social network weltweit

mit ein bisschen voraussicht, hätte man schon auf die idee kommen können, dass es sinnvoller ist zu verkaufen.

so wie es die eigentlichen erfinder von studiVZ gemacht haben, als sie das wertlose netzwerk an holtzbrinck um 85 millionen verkauft haben ;-)

Ehrlich gesagt war das Ende vor Jahren absehbar. Gerade Studenten sind eine mobile Zielgruppe, nachdem so viele ein Auslandssemester machen. Dort legte man sich einen FB-Account zu, selbst als es FB in Deutschland offiziell gar nicht gab, denn StudiVZ kennt außerhalb des Deutschsprachigen Raums bis heute niemand. Wer soll dann noch langfristig die deutsche Insellösung StudiVZ verwenden?

> nachdem so viele ein Auslandssemester machen

1-2% - höchstens ...

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