Absichtliches Stechen: Das heilende Gift der Biene

Ansichtssache | 12. Juni 2012, 05:30
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foto: reuters/erik de castro

Die meisten Menschen versuchen, schmerzhafte Bienenstiche zu vermeiden. In Silang, einer philippinischen Gemeinde südlich von Manila, lassen sich die Bewohner freiwillig stechen. Imker Joel Magsaysay schwört auf die heilende Wirkung seiner Insekten.

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ich bin imker, finde es aber einfach nur noch lächerlich, dass seit ein paar jahren alle produkte die irgendwie von bienen kommen als angebliche wundermittel hingestellt werden. ich werde regelmäßig von bienen gestochen, glaube aber nicht, dass es eine gewaltige heilende wirkung hätte. es ist wohl nicht ungesund, jedoch unangenehm, auch wenn man öfter gestochen wird. die einzigen produkte von bienen, mit denen man ernsthaft was anfangen kann sind honig und propolis (für kleiner sachen, und nicht zur desinfektion bei amputationen!). alles andere ist große geschäftemacherei, sonst nichts...

Ein Erklärungsversuch:

Vielleicht kennen manche dieses eigenartige Phänomen, dass zB leichte Beschwerden wie Kopfschmerzen für gewisse Dauer verschwinden, wenn sie von einem anderen stärkeren Schmerz "überlagert" werden.

Beim Bienenstich könnte das auch so sein: Dass der Körper für eine gewisse Dauer nur diesen registriert und etwa eine Zerrung "vergisst". Mit einer Heilwirkung hätte das dann nichts zu tun, für Betroffene könnte aber fälschlich der Eindruck entstehen, dass sich etwas verbessert hat.

Wenigstens ist dieser Schwachsinn nicht in der Gesundheitsrubrik sondern im Kuriositätenkabinetts-Panorama.

Gerade beim Standard wundert es mich, dass man den Begriff "Schulmedizin" nicht näher hinterfragt:

http://de.wikipedia.org/wiki/Schulmedizin

ich versuch das zum wiederholten male zu posten, aber kritik an der alternativ"medizin"szene und den einschlägigen "problematischen" (ist das in ordnung ja?) begrifflichkeiten. ist hier leider nicht erwünscht und wird z3nsuriert.

Verstehe

Sinnlos kleine augenkranke Mädchen zu quälen ist also okay, wenn man es "Alternativmedizin" nennt.

die einen alternativmediziner sägen den nashörnern die hörner ab, die anderen bringen bienen um.

Lieber Standard,
bitte verbreiten Sie nicht so einen Esoblödsinn. Hier gibt es zu viele leichtgläubige Bobos, die jetzt den Sommer über versuchen sich und gar ihre Kinder von Bienen stechen zu lassen... "Die böse Schulmedizin!!!!"

Bin zwar kein Imker aber bei der Feuerwehr und habe in den Sommermonaten relativ häufig mit va. Wespen zu tun.
Nach meiner Erfahrung wirkt das Gift nach einigen Stichen im Abstand von wenigen Tagen/ Wochen immer schlechter, sonst ist mir jedoch noch nichts aufgefallen.

Werde wohl im Sommer mehr darauf Achten ich glaube jedoch nicht, dass es gegen irgendwas hilft.
Ausgenommen Übergewicht beim davonlaufen.

Nach den Lehren der Homöopathie hilft nämlich Gleiches gegen Gleiches:

http://autoimg.kochbar.de/kbrezept/... d-nr-4.jpg

Da auch niemals eine Wirkung von Homöopathie nachgewiesen werden konnte ist mir die "Lehre der Homöopathie" ziemlich wurscht.

Ich fürchte, die meisten Leute, die homöopathische Mittel um teures Geld kaufen, wissen nicht mal, dass in den Mitteln nicht einmal ein einziges Molekül des angegebenen Stoffes drinnen ist.

Bienengift kann man viellleicht beliebig verdünnen, aber Bienenstiche liegen nur diskret, in Stückelung vor. Da ist keine keine Potenzieruing möglich.

wenn die bienen kess sind, dann werde ich mich im sommer auch öfter damit beschäftigen. dann brauche ich keine feuerwehr! und davonlaufen werde ich wahrscheinlich nur vor den schiachen arbeitsfliegern

in sowjet russia, you sting bee!

Ich finde derstandard.at sollte so einen unwissenschaftlichen Schwachsinn nicht propagieren. Mehr als einen Satz über "schulmedizinische" - also wissenschaftliche Ergebnisse wär auch kein Beinausreissen gewesen.

Panorama›Tiere›Nutztierhaltung

nicht Whatever>Wissenschaft>Heilkunde.
Denken Sie darüber nach ;-)

es steht immer derstandard.at davor. KrebspatientInnen Heilung zu versprechen ohne dass das auch nur irgendwie möglich ist ist aber immer amoralisch - egal wo.

heilung von krebspatienten??

im text steht nur, dass krebspatienten zu seinen "kunden" gehört, nicht dass er sie heilt!

und wenn sich die "patienten" auch nur einbilden, dass es hilft, so spricht nichts dagegen,...

bitte differenzieren:

ausserwissenschaftlich - themen und erkenntnisse die von der wissenschaft ignoriert werden bzw. mit denen man sich im wissenschaftlichen betrieb nicht zu beschäftigen hat, die aber durchaus unter wissenschaftlicher methodik und vorgehensweise zustandekamen - sind meist themengbiete, zu denen die wissenschaft keine theorie hat bzw. die ihren theorien teilweise widersprechen.

unwissenschaftlich - erkenntnisse die zustandekamen ohne wissenschaftlich anerkannte methoden anzuwenden.

ich glaub da besteht ein unterschied

genau, im freien und rein den interessen der allgemeinheit von dieser betriebenem youtube findet sich sicher auch noch ein video dazu, welches der bösen wissenschaftsindustrie glaubhaft widerspricht. wozu soll man da noch bücher lesen und sich bilden, sind die doch alle von pharmakonzernen bezahlt und verfälscht?

para- oder pseudowissenschaftlich wäre der richtigere begriff für solchen quatsch.

nein...

...wenn man wissenschaftliche methodik und vorgehensweise verwendet, ist es wissenschaft...sowas wie ausserwissenschaftlich gibts nicht

Nicht differenzieren. Sie wissen einfach nicht wie Wissenschaft funktioniert. Wenn etwas eine Theorie falsifiziert, dann wird es nicht "ausserwissenschaftlich" oder gar "von der Wissenschaft unterdrückt". Ganz im Gegenteil, wenn sie eine etablierte Theorie falsifizieren, dann interessiert sich die Wissenschaft sehr dafür. Nennen Sie mir ein Beispiel, wo etwas von der modernen Wissenschaft unterdrückt oder ignoriert wurde.

Außerwissenschaftlich ist einfach ein Wort für Cranks, die sich nicht am wissenschaftlichen Diskurs beteiligen wollen und deren komischen Ideen und Theorien keiner wissenschaftlichen Überprüfung standhält.

es ist natürlich schlau nach was zu fragen das man als unterdrückt definiert hat.
die wissenschaft unterdrückt vielleicht nicht, aber die wirtschaft ganz sicher, und wissenschaft gibts nicht ohne geld, ganz besonders nicht in der medizin.
in der automobilindustrie wird mMn viel unterdrückt, hanf wurde verboten damit sich plastik durchsetzten konnte, die pharmaindustrie lässt sich heilkräuter aus dem amazonas patentieren, usw.

aber was hat das mit wissenschaft zu tun?

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