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Die Polizei trifft in Sittwe ein, um die Gewalt zwischen Muslimen und Buddhisten zu beenden.

In Sittwe, der Hauptstadt der Provinz Rakhine, war es am vergangenen Wochenende zu Ausschreitungen gekommen: Acht Menschen kamen ums Leben, 17 wurden verletzt.

In Sittwe brannten zahlreiche Häuser.

Angehörige der Rohingya-Minderheit demonstrieren in Bangkok für ein Ende der Gewalt in Burma.

Die Mitglieder der muslimische Rohingya-Minderheit werden - zumindest dem Plakat zufolge - von einigen als pakistanische Terroristen wahrgenommen.
Rangun - Nach Gewaltausbrüchen zwischen Buddhisten und Muslimen im Westen von Burma haben die Vereinten Nationen damit begonnen, ihre dortigen ausländischen Mitarbeiter in Sicherheit zu bringen. Rund 40 UN-Mitarbeiter und deren Familien seien auf freiwilliger Basis dabei, die Stadt Maungdaw im Teilstaat Rakhin zu verlassen, sagte der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe in Rangun, Ashok Nigam. Nach seinen Angaben sollen sich die UN-Mitarbeiter zunächst in die Hauptstadt von Rakhine, Sittwe, begeben. Von dort aus würden die meisten dann nach Rangun gebracht, bis sich die Sicherheitslage verbessert habe. Einheimische Mitarbeiter seien aber weiter in Maungdaw.
In der Stadt nahe der Grenze zu Bangladesch waren bei Ausschreitungen in den vergangenen Tagen einem Bericht des Guardian zufolge acht Menschen getötet und 17 weitere verletzt worden. Andere Berichte sprechen von 17 Toten. Den Ausschreitungen vorausgegangen waren mehrere Gewaltverbrechen, für die sich die Religionsgruppen gegenseitig verantwortlich machten.
Militärpräsenz verstärkt
Burma hat am Montag die Militärpräsenz im Teilstaat Rakhine verstärkt. Truppen bezogen an kritischen Stellen der Regionalhauptstadt Sittwe und anderer Städten Stellung. Präsident Thein Sein hatte am Sonntag erklärt, er werde der Anarchie Einhalt gebieten. Zuvor hatte er bereits das Kriegsrecht über Teile Rakhines verhängt.
Religiöse Gewalt
Ausgangspunkt für die Gewalttaten sei laut Guardian ein Vorfall Anfang Juni dieses Jahres gewesen sein: Buddhisten aus der Stadt Arakan hätten zehn muslimische Pilger zu Tode geprügelt. Die Tat sei eine Reaktion auf den Mord und Vergewaltigung einer 26-Jährigen durch drei Muslime Ende Mai gewesen sein, schreibt der Guardian.
Während die muslimische Rohingya-Minderheit nur einen kleinen Teil der Gesamtbevölkerung des südostasiatischen Landes ausmachen, stellen sie in Maungdaw die Mehrheit. Wegen der Gewalt verhängte die Staatsführung am Wochenende den Ausnahmezustand in den Gliedstaat Rakhin verhängt.
Flucht nach Bangladesch
In Burma leben schätzungsweise 700.000 Rohingyas, viele sind nach Bangladesch geflohen. Die Rohingya-Minderheit ist in Burma zahlreichen Repressalien ausgesetzt: Ihnen wird die burmesische Staatsbürgerschaft verweigert, sie dürfen offiziell nicht mehr als zwei Kinder bekommen, unterliegen strengen Reisebeschränkungen, unehelichen Kindern wird der Schulbesuch verweigert und Angehörige der Minderheit dürfen nicht heiraten, berichtet der Guardian.
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat dem burmesischen Regime die Unterdrückung von ethnischen und religiösen Minderheiten, insbesondere der Rohingya, vorgeworfen. Die Regierung von Präsident Thein Sein habe zwar begrenzte politische und wirtschaftliche Reformen vorgenommen, aber Menschenrechtsverbrechen gegen ethnische Minderheiten hätten im Verlauf des vergangenen Jahres zugenommen, teilte die Organisation in ihrem Jahresbericht mit. So gebe es vor allem aus den Teilstaaten Kachin und Shan Berichte über Hinrichtungen, Folter und sexuelle Gewalt gegen Zivilisten. Auch hätten die Behörden humanitäre Hilfe für Zehntausende Flüchtlinge blockiert.
In den 1990er-Jahren flüchteten 300.000 muslimische Rohingya aus dem Nordwesten Burmas nach Bangladesch. Bis zu 100.000 Chin sind nach Indien geflohen, 450.000 - hauptsächlich Karen, Mon, Kayah und Shan - nach Thailand.
Europareise von Suu Kyi
Die Oppositionspolitikerin Aung San Suu Kyi will diese Woche nach Europa reisen. Sie hat alle Seiten zur Ruhe aufgerufen. Ob der Ausnahmezustand ihre Reisepläne beeinflussen wird, ist nicht bekannt. Aber der Gewaltausbruch wirft einen Schatten auf die Entwicklung des Landes, das in den vergangenen Monaten von der westlichen Gemeinschaft für seine Öffnung Richtung Westen und demokratiepolitische Fortschritte gelobt wurde.
President Thein Sein hat schon davor gewarnt, dass die religiös motivierte Gewalt den Fortschritt und Frieden im Land gefährden könnte. (APA/red, derStandard.at, 11.6.2012)
Links
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Warum abziehen - in anderen Ländern wie Libyen wollen die doch unbedingt intervenieren ?
Ah - villeicht gibts in Burma nix zu holen und ohne Profit ist der UN ein Menschenleben nix wert.
Woher haben diese Leute die Waffen ??? Selbst gesehen: die haben Waffen umhängen - der Wert beträt das 500.000 fache Jahresgehalt eines Durchschnittsbürgers (bzw. Polizeibeamten, Lehrer, Fabriksarbeiter, Kleinunternehmer, Finanzbeamter - Ja - auch das gibts dort!).
Oder verschenken die "Waffenkonzerne" ihre Güter ?
Das freut die Aktionäre - oder sind das "Webegeschenke" die nach "Wachstum" gieren ???
Religion ist Opium für's Volk sagte schon Marx. Aber Jesus Christus wollte keine neue Religion gründen (Religionen sind von Menschen gemacht und erdacht), sondern er ist "Der Weg und die Wahrheit und das Leben", wie er selber sagte. Außerdem ist er der wahre "Friedefürst", der auch den wahren Frieden bringen wird, sowohl weltweit alsauch in Deinem Herzen und in Deinem persönlichem Umfeld.
... steht in der Bibel im Hebräer-Brief, Kapitel 9, Vers 22. Die Frage ist nun: Gilt das auch noch heute? Ja und nein, denn das Blut, das von Jesus Christus am Kreuz von Golgatha vergossen wurde, reicht aus, um alle Schuld der Welt zu vergeben. Die Schuld der Vergangenheit und die Schuld der Zukunft. Meine und Deine Schuld. Die Schuld der Muslime und die Schuld der Buddhisten.
... hat sowas mit Verführung, Erpressung, Nationalismus und Gruppenzwang zu tun. Blutige Grenzen haben z.B. auch Staaten, deren Leader Friedensnobelpreisträger sind: Begin, Kissinger, Saddat, Arafat, Peres, Rabin, Obama, die UNO :-)))
Und die Buddhisten machen es unblutig:
http://derstandard.at/1837088
kann mir bitte IRGENDJEMAND erklaeren, was fuer ne seltsame abart von buddhismus diese leute "betreiben"??
ich meine, gewaltlosigkeit & hilfsbereitschaft hat wohl in kaum einer andern "religion" (b. is ja mehr ne lehre) einen so wichtigen stellenwert.
die reiten ihr karma doch in teufels kueche, was unbuddhistischeres als totschlaeger gibts doch gar nicht...
was lernen die dort unter "buddhismus"??
Ich hab vor ca. 2 Jahren den damaligen Chef der UN in Rakhin getroffen und mit ihm ein paar Stunden geredet.
Er hatte keine Zweifel daran, dass die Rohingas seit Generationen dort leben und nur vorübergehend nach Bangladesch geflohen sind. Die Friedhöfe seinen z.B. schon sehr alt.
Die Buddhisten die angesiedelt werden, kommen teilweise direkt aus dem Gefängnis ...
Ich selbst war nie so weit im Norden. Weiter südlich gibt es an der Küste aber auch sehr viele Muslime. Teilweise haben dieses auch die burmesische Staatsbürgerschaft. Radikal sind mir die überhaupt nicht vorgekommen - die haben mir dauernd Bier spendiert. Auch die weiblichen Muslime haben kräftig mitgebechert.
der "asiatische" islam ist größtenteils die "schafiiya", eine der vier rechtsschulen des orthodoxen islam, auch vertreten im nahen osten und ganz und gar teil der orthodoxie im islam, die sicherlich nichts mit selbstmordattentaten, muslimischer weltverschwörung und weltabgewandtheit/fremdheit zu tun hat.
den echten buddhismus, nicht die für den westen weichgeklopfte version.
die buddhisten haben genauso glaubenskriege geführt wie alle anderen, sie haben genauso andersgläubige oder anhänger anderer schulen verfolgt usw. das leben in tibet unter den lamas war nicht schöner als das leben als leibeigener im mittelalter.
"ich meine, gewaltlosigkeit & hilfsbereitschaft hat wohl in kaum einer andern "religion" (b. is ja mehr ne lehre) einen so wichtigen stellenwert. "
Sie würden nicht glauben wieviele Christen dasselbe vom Christentum behaupten, wieviele Muslime dasselbe vom Islam behaupten, etc...
Jede Religion hält sich für die einzig wahre und jede andere Religion ist für sie verständlicherweise eine Bedrohung.
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