Kontrollsystem für US-Drohnen wird auf Linux umgestellt

Bisher genutztes Windows-System war durch Virenbefall vorübergehend außer Kraft gesetzt worden

Mit einem besonders unerfreulichen Vorfall sah sich vor einigen Monaten die US Air Force konfrontiert: Das Kontrollsystem für die eigene Flotte an unbemannten Drohnen wurde von einem Virus befallen. Damals betonte man zwar rasch, dass das Problem unter Kontrolle sei, ganz so trivial scheint diese Episode dann aber doch wieder nicht gewesen zu sein.

Auftrag

Immerhin gibt es nun eine indirekte Spätfolge: Wie The Register berichtet, soll für die Steuerung der "Vertical Take Off and Landing"-Drohnen der US Navy künftig das freie Betriebssystem Linux genutzt werden. An die 28 Millionen US-Dollar will sich die Navy die Migration weg vom bisher eingesetzten Windows insgesamt kosten lassen, alleine dieses Jahr werden 5 Millionen US-Dollar investiert. Den zugehörigen Auftrag hat der externe Dienstleister Raytheon erhalten.

Verwendung

Die Drohnen des Typs "Northrup-Grumman MQ8B Fire Scout" sind für den Start von Flugzeugträgern gedacht und vor allem für die Aufklärung gedacht. Allerdings können sie auch mit 70-Millimeter-Raketen bestückt werden. Derzeit würden einige Drohnen dieses Modells zur Aufdeckung des Drogenhandels in der Karibik eingesetzt. (red, derStandard.at, 11.06.12)

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