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vergrößern 645x430Der Club Aldiana in Alcaidesa.
vergrößern 645x430Gourmetgipfel der deutschen TV-Köche: Im Club Aldiana im kleinen Dorf Alcaidesa wird alljährlich aufgekocht.

Gourmetfestival 17. bis 24. Juni
Informationen: www.aldiana.de
Tapas hin, Paella her. Kulinarische Genüsse zählen im Allgemeinen nicht zu den Hauptargumenten für einen Urlaub an der spanischen Costa del Sol. Im Juni ist das traditionsgemäß anders. Da lockt es alljährlich Feinschmecker aus aller Welt ins kleine Dörfchen Alcaidesa - malerisch gelegen zwischen Marbella und Gibraltar - zum längst bekannten Gourmetgipfel in den Club Aldiana.
Nicht dass sich das Buffetangebot von Küchenchef Michael Kurtze an 51 Wochen im Jahr verstecken müsste: Fische, Garnelen und sogar Austern stehen regelmäßig auf dem Menüplan. Doch beim Gourmetgipfel, der dieses Jahr vom 17. bis 24. Juni abgehalten wird, versammeln sich sechs deutsche Starköche im Club und lassen es geschmacklich so richtig krachen. Angeführt wird die Riege der weißen Kochmützen von Harald Wohlfahrt (drei Michelin-Sterne), gefolgt von Renato Manzi, Kolja Kleeberg, Jörg Sackmann und Lutz Nieman mit je einem Stern. Mit der einfach besternten Cornelia Poletto steht heuer erstmals auch eine Frau am Herd.
Ein Fest für Karnivoren
Den Startschuss bildet eine Gartenparty im La Vista, dem direkt am Strand gelegenen Feinschmeckerrestaurant des Clubs. Jeden Tag steht ein anderes Motto auf dem Programm: Beim "Andalusischen Abend" beispielsweise widmen sich die Chefs landes- und regionaltypischen Spezialitäten, während Fleischfachmann Wolfgang Otto die Club-Karnivoren zur sogenannten "Meat Party" bittet. Besonders stolz ist man auf das Palazzo Varieté Mannheim, das am 21. Juni auftritt.
Wer nicht nur schlemmen, sondern auch selbst den Kochlöffel schwingen will, kann für 80 Euro den Kochkurs "Kräuter - Kulinarische Feuerwerkskörper" bei TV-Koch Peter Scharff buchen oder sich in der "Perfect Meat Academy mit Weinreise" (115 Euro) Wissen über fleischliche Genüsse aneignen. Für die passende Getränkebegleitung sorgt Sommelière Natalie Lumpp.
Apropos Wein: Der Besuch in einer Sherry-Bodega im rund 120 Kilometer entfernten Jerez de la Frontera ist ein Muss für jeden Andalusien-Urlauber. Ob man sich nun für die Bodega Tio Pepe, eine der ältesten Kellereien des Landes, entscheidet oder eine andere Marke bevorzugt, fällt dabei weniger ins Gewicht als die Wahl des Transportmittels: Angesichts der meist recht gehaltvollen Verkostung von Cream, Fino und Oloroso - um nur einige der lokalen Sherry-Sorten zu nennen - ist der Club-Kleinbus die einzig vernünftige Lösung für die eineinhalbstündige Fahrt.
Andere Ausflugsziele rund um Alcaidesa - die Stierkampfstädte Sevilla und Ronda, der Jetset-Treffpunkt Marbella oder die berühmten Pueblos Blancos (Weiße Dörfer) - kann man auch individuell ansteuern. Neben Auto stehen auch Harley-Davidson oder Fahrrad zur Auswahl. Die britische Enklave Gibraltar mit dem berühmten Affenfelsen und der Tropfsteinhöhle St. Michael's Cave erreicht man Pedale tretend beispielsweise in weniger als zwei Stunden. So kann das eine oder andere Kilogramm, das man sich während des Gourmetgipfels garantiert anfuttert, wieder abgestrampelt werden.
Links liegt immer das Meer
Weniger schweißtreibend lassen sich die Kalorien auf dem Golfplatz verbrennen. Im Umkreis von 30 Kilometern liegen 13 Courses, darunter etwa der Club Valderrama, der offiziell als bester Golfplatz Europas gilt. Neben dem Club Aldiana gibt es zwei 18-Loch-Plätze: Heathland und Alcaidesa Links Course. Für Nichtgolfer: "Links" bezieht sich nicht auf eine Richtung, sondern bezeichnet Plätze mit wenig oder keinen Bäumen direkt am Meer.
Auch Wassersportler finden am südlichsten Punkt Europas zwischen Mittelmeer und Atlantik ein Dorado vor: Die geografische Möglichkeit, an einem Tag in zwei unterschiedlichen Meeren zu tauchen, hält sich weltweit in Grenzen. In der Camp Bay liegen zudem elf Schiffs- und zwei Autowracks auf dem Meeresgrund. Von den Bewohnern der Unterwasserwelt ganz zu schweigen: Knurrhähne, Himmelsgucker und Kraken wetteifern im Farbenspiel mit Gorgonien und Weichkorallen. Einziger Schönheitsfehler: Mehr als 17 Grad Wassertemperatur spielt's auch im Hochsommer nicht. (Marie-Thérèse Hartig, Album, DER STANDARD, 9.6.2012)
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