Hamilton kürt sich zum siebenten Saisonsieger

Brite gewinnt nach brillantem Rennen in Montreal und übernimmt WM-Führung - Grosjean und Perez am Stockerl - Poleposition-Mann Vettel vor Alonso nur Vierter

Montreal - McLaren-Pilot Lewis Hamilton hat am Sonntag die Führung in der Formel-1-WM übernommen. Der 27-jährige Engländer triumphierte nach einem beherzten Rennen zum dritten Mal nach 2007 und 2010 im Kanada-Grand-Prix. Auf den Ehrenplätzen landeten überraschend der Franzose Romain Grosjean im Lotus sowie Sauber-Fahrer Sergio Perez aus Mexiko. "Pole"-Mann Sebastian Vettel musste sich dagegen im Red Bull nur mit Rang vier zufriedengeben.

18. GP-Sieg

Hamilton sorgte mit seinem ersten Saisonsieg, dem insgesamt 18. seiner F1-Karriere, dafür, dass weiterhin kein Pilot in diesem Jahr zwei Grand Prix gewonnen hat. Der Brite liegt nun nach dem siebenten von 20 Saisonrennen zwei Zähler vor dem spanischen Ferrari-Star Fernando Alonso, der in Montreal zwischenzeitlich geführt hatte, aber am Ende wegen einer verpatzten Rennstrategie nur Fünfter wurde. Vettel ist einen weiteren Punkt dahinter WM-Dritter.

Qualifying-Dominator Vettel legte zwar von der Pole Position einen optimalen Start hin und lag bis zur ersten Boxen-Stopp-Serie vor Hamilton in Front. Da er aber beim Reifenwechsel mehr Zeit benötigte, fiel er hinter den Briten und Alonso auf Rang drei zurück. Vettel versuchte deshalb mit einem Stopp durchzukommen, doch dieser Reifenpoker ging bei ihm ebenso wie bei Alonso nach hinten los und kostete ihn am Ende sogar einen Podestplatz.

Während Vettel im Finish noch einmal neue Pneus aufziehen ließ, nachdem er in Runde 62 von Hamilton überholt worden war, fuhr Alonso mit dem zweiten Reifensatz bis zum Ende durch und wurde sogar noch vom Deutschen auf Platz fünf verdrängt. Hamilton blieb dagegen fehlerlos. Selbst durch alles andere denn optimale Boxenstopps ließ er sich nicht stoppen.

"Eines meiner besten Rennen seit langer Zeit"

In der 64. von 70 Runden lancierte er schließlich das entscheidende Überholmanöver gegen den führenden Alonso und raste unaufhaltsam seinem dritten Montreal-Triumph entgegen. "Ich habe dieses Rennen sehr genossen, es war eines meiner besten seit langer Zeit. Nur bei den Boxenstopps müssen wir uns verbessern", lautete der erste Kommentar von Hamilton.

"Man hat gesehen, dass die Reifen nicht mehr gehalten haben, was sie lange versprachen. Ich konnte die Rundenzeiten nicht mehr mitgehen. Das war die richtige Entscheidung", erklärte Vettel zu seinem Stopp kurz vor Ende des Rennens. Der Doppelweltmeister und sein Red-Bull-Team müssen damit weiter auf den ersten Kanada-Sieg warten.

Ob mit einer anderen Rennstrategie mehr möglich gewesen wäre, auf solche Diskussionen wollte sich der 24-jährige Deutsche nicht einlassen. "Hätte, wenn und aber - hätten wir es früher gewusst, hätten wir es anders gemacht", betonte Vettel, der unterm Strich trotzdem von einem "guten Wochenende" und "wichtigen Punkten" sprach. "Wir haben viel gelernt."

Alonso "stolz auf das Team"

Alonso spielte seine Enttäuschung über die verlorene WM-Führung herunter. "Wir haben versucht, das Rennen zu gewinnen", erklärte der Spanier die riskante Ein-Stopp-Strategie. "Ich bin stolz auf das Team, dass wir auf Sieg gefahren sind. Würden wir auf Platz zwei fahren, wäre das auch traurig", sagte der Weltmeister von 2005 und 2006. "Im Finish war der Abbau der Reifen aber extrem." (APA, 10.6.2012)

Ergebnis

GP von Kanada

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wie kann das eigentlich sein, dass die reifen so schnell abbauen und so schlecht sind, aber man schon seit ewigkeiten kreine reifenplatzer mehr sieht? die haben immer cool ausgesehen..

geplante Obsoleszenz!!!!

Die Reifen sind ja genau das was bestellt wurde.
Sie bauen schnell ab, sind aber nicht schlecht. Das abbauen bedeutet, dass man nicht mehr so schnell fahren kann. Weil das vorgesehen ist platzen sie aber nicht gleich.

"diese gelb/safetycar phase widmete ihnen: Narain Karthikeyan!"
nichts gegen den inder, der auch ein ziemlicher scherzkeks zu sein scheint.. aber wozu fährt der eigentlich mit - ausser dass er irgendwann zwischen runde 1 und ca 40 seinen wagen mit mauervollkontakt wo parkt?

schlechte Fahrer, schlechte Reifen - jetzt warten wir nur noch auf den Einheitsmotor in der "Königsklasse".

Wie kann man

Als Reifenhersteller bei einem Mist mitmachen, bei dem die Reifen schrottreif sind.

Die reifen wurden extra so gemacht, dass sie schnell abbauen.

Mitmachen tun die wegen dem Geld.

Leute, was ist mit dem Jenson Button los ???

Der ist ja seit 3 Rennen vollkommen von der Rolle.

Und gestern - Teamkollege gewinnt, er 16.

Whats on ?

Martin Whitemarsh sagte gestern im Interview das sie ihm wohl das falsche Setup verpasst haben, dadurch hat es ihm wohl die hinteren Reifen recht schnell zerlegt. Was in den anderen Rennen war weiß ich nicht.

Stelle den Antrag auf Verbannung von Frau Nicole Scherzinger aus allen Formel1 Sendungen, sei es Vor-, Nach-, Zwischendurchbericht, noch Liveübertragung oder Wiederholung.

Und warum eigentlich ??

You get horny ??

sowas von überhaupt ned. aber ihr mieses geschauspielere nervt mich unglaublichst³

nochmal das rennen in brasilien anschaun

nur wenige ham den überblick behalten und wußten wer wm ist

na geh

Jeder wußte es, nur Wurz, Hausleitner und die Ferrari Box nicht. Sogar die langsamen RTL-Kommentatoren hattens überrissen.

lächerlich. solange man -wie rosberg & schuhmacher sagen- nur mit 60% rund um die strecke fährt (man vergleiche die rundenzeiten mit 2000-2005) kann jeder halbwegs talentbefreite tourenwagenfahrer (maldonado) mit entsprechender strategie und glück gewinnen, deshalb auch so 7 sieger in 7 rennen. sinnloses rumeiern von milchgesichtigen multimillionären die in den guten zeiten der formel eins einem senna, piquet, mansell, häkinnen et al net einmal die schuh hätten nachtragen dürfen weil zu untalentiert und zu wenig mann.

einfach zum Nachdenken:

V10 3L Motor
Traktionskontrolle
breitere Heckflügel

Meine Sommerreifen...

... halten ca. 40.000 - 50.000 Kilometer. Ich schicke sie gerne der Formel 1, für einen kleinen Unkostenbeitrag von EUR 5.000,- / Set.

Die Hersteller könnten schon Reifen liefern die ein Rennwochenende oder länger halten

Aber der Auftrag war halt welche zu mischen, die innerhalb eines Rennens komplett abbauen.
Mich würde aber auch interessieren, wie oft man mit Ihren Sommerreifen auf 300kmh beschleunigen, abbremsen und wieder Vollgas geben kann.

Oooh ich wollt mich doch nur ein bisschen über den Zirkus lustig machen....

.... konnte ja nicht wissen, dass bei der F1 der Bierernst regiert.

Lustig machen ist schon in ordnung. Aber wer austeilt muss auch einstecken können.

Nix gegen's Einstecken.

Aber Sie halten mich nicht für so dumm, dass ich ernsthaft glaube, man könne ein F1-Rennen mit "normalen" Sommerreifen fahren, oder?

Ich weiß ja nicht was Ihre Gründe sind hier zu trollen.
Wer die F1 in den letzten 2 Jahren nur am Rande verfolgt hat weiß, dass ganz besonders rasch abbauende Reifen bestellt wurden, um es auf die Art spannender zu machen. Letztes Jahr haben sie noch zu lange gehalten, dieses Jahr sind sie "besser".
Deshalb fand ich ihren Scherz unpassend.

Kimi hat mir endlich aus der Seele gesprochen:
"Die Reifendiskussion ist Mist! Jeder hat die gleichen Reifen, jeder muss damit zurecht kommen. Sie sind schwierig zu fahren, aber dafür sind wir Fahrer ja bitte da. Außerdem sind sie nicht so kompliziert. Das ist keine Weltraumwissenschaft..."

"Die Reifen sind für mich eine zu große Lotterie", sagt Ex-McLaren-Teamchef Ron Dennis gegenüber 'Sky Sports F1.[..]
"Wir haben ein wirklich starkes Auto gebaut, aber die Reifen lassen uns manchmal ziemlich alt aussehen. Bei den nächsten Rennen ist beabsichtigt, härtere Reifen einzusetzen. Dadurch wird der Einfluss der Reifen etwas geringer. Das ist besser für die Formel 1."
http://www.motorsport-total.com/f1/news/2... 61123.html

Es ist als Außenstehender schwierig

zu beurteilen, wem man mehr Glauben schenken darf. Entweder ist die Aufregung auf die aktuelle Generation der heulsusigen Fahrer zurückzuführen. Oder Zirkusdirektor Ecclestone ist hier wirklich einen Schritt zu weit gegangen und manipuliert und entfremdet den Sport durch den Auftrag an Pirelli zu stark. Jedenfalls denke ich wird reifenschonendes und defensives Fahrverhalten gegenüber riskantem Fahren am Limit Zeit stark bevorzugt, was mMn das Ziel des höheren Unterhaltungswertes für das Publikum verfehlt.

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