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Paris - Maria Scharapowa schlug die Hände vors Gesicht und fiel unter Freudentränen erleichtert auf die Knie: Mit 25 Jahren hat die Russin, die einst auf Sand "wie eine Kuh übers Eis" geschlittert war, erstmals die French Open in Paris gewonnen und ihren persönlichen Karriere-Grand-Slam perfekt gemacht. Nach dem 6:3, 6:2 im Finale gegen Überraschungsfinalistin Sara Errani hat die neue Tennis-Queen von Roland Garros als zehnte Spielerin der Geschichte bei allen vier Major-Turnieren triumphiert. Ab Montag ist sie auch wieder die Nummer eins der Weltrangliste - nach vierjähriger Abstinenz.
In auswendig gelerntem Französisch bedankte sich Scharapowa bei den 15.000 Zuschauern, die mit ihr diesen "unglaublichen Moment" teilten: "Es war eine lange Reise bis zu diesem Punkt. Aber: Egal wie viele Grand-Slams ich gewonnen habe, jeder einzelne für sich ist speziell."
Einseitiges Finale
Nach 1:29 Stunden hatte Scharapowa ihren dritten Matchball in einem einseitigen Spiel verwandelt und war überglücklich auf dem "terre battue" auf die Knie gefallen. Bei der Siegerehrung adelte Monica Seles 20 Jahre nach ihrem dritten Titelgewinn auf der Anlage am Bois de Boulogne ihre Nachfolgerin mit dem Coupe Suzanne Lenglen. Scharapowa strahlte, wie es auf der Damentour nur das Model mit dem Tennisschläger kann. Bei der russischen Nationalhymne bekam sie erneut feuchte Augen und sagte: "Danke Monica, du warst immer eine Inspiration für mich."
Mit 17 Jahren hatte Scharapowa 2004 überraschend in Wimbledon triumphiert. Es folgten die Grand-Slam-Titel bei den US Open (2006) und bei den Australian Open (2008), bevor die Traum-Karriere der 1,88 Meter großen Blonden schmerzhaft unterbrochen wurde. Eine Schulteroperation katapultierte Scharapowa aus den Top 100. "Erst als das Tennis mir weggenommen worden war, habe ich gemerkt, wie dankbar ich war, und wie glücklich ich sein musste, zu spielen", sagte sie.
Nach zwei verlorenen Endspielen, 2011 in Wimbledon gegen Petra Kvitova (Tschechien) und 2012 bei den Australian Open gegen Wiktoria Asarenka (Weißrussland) hat sie ihr Comeback nun auf dem einst ungeliebten Sandplatz gekrönt. Scharapowa bewegt sich schon lange nicht mehr wie die "Kuh auf dem Eis" und fühlt sich auch nicht mehr so. "Ich hätte vor zwei oder drei Jahren nicht gedacht, dass sie in der Lage wäre, das zu schaffen", hatte Tennis-Ikone Martina Navratilova bereits gesagt, bevor sie Scharapowas Demonstration auf der Tribüne mitverfolgte.
Die Roland-Garros-Siegerin von 1982 und 1984 sah mit den anderen Ex-Champions Seles und Arantxa Sánchez Vicario wie Scharapowa die erste Begegnung mit der Italienerin Errani von Beginn an dominierte. Nach 15 Minuten führte sie 4:0, nach 36 Minuten gewann sie den ersten Durchgang.
Unfaire Voraussetzungen
Sandplatzspezialistin Errani drohte im Hagel der mächtigen Grundlinienschläge unterzugehen. Bei eigenem Aufschlag bewahrheitete sich Navratilovas Prognose. "Marias bester Schlag ist der Return. Erranis schlechtester Schlag ist der Aufschlag. Das scheint ziemlich unfair", hatte die 55-Jährige gesagt.
24 Zentimeter Körpergröße fehlen Errani zu Scharapowa, ein Nachteil, den die ebenfalls 25-Jährige mit großem Kampf und beeindruckender Beinarbeit auszugleichen versuchte. Es gelang im zweiten Satz immer besser, doch letztlich verzögerte sie damit nur die drohende Niederlage. Scharapowa schenkte ihr mit vermeidbaren Fehlern noch ein paar Punkte, um ihr siebtes Grand-Slam-Finale umso gnadenloser zu beenden. Die bestverdienende Sportlerin der Welt erhält für ihren Triumph 1,25 Millionen Euro Preisgeld.
Errani hatte Tränen in den Augen, darf sich aber damit trösten, trotz der Niederlage das Turnier ihres Lebens gespielt zu haben. Erst als zweite italienische Spielerin überhaupt erreichte sie ein Grand-Slam-Finale, nachdem Francesca Schiavone 2010 gewonnen hatte und 2011 ins Endspiel eingezogen war. Errani springt von Platz 24 unter die Top Ten der Weltrangliste und kassiert 625.000 Euro. Zudem hatte sie bereits am Freitag den Doppeltitel an der Seite von Roberta Vinci gewonnen. (SID, 09.06.2012)
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ferrer führte vor diesem duell mit 2:1 in im GS head-to-head, hat sich 2x also nicht an die stallorder gehalten - ausgerechnet bei den GS turnieren.
und der argentinier monaco spielt da auch mit.
ist offenbar ein vorteil, wenn man auf der tour viele gute freunde hat ;-)
also wenn die Angaben auf http://www.rolandgarros.com/en_FR/pla... 10137.html oder auf wikipedia stimmen hat sie bei 1,88 nur 59kg. Das ist ein BMI von unter 17. Sie sieht auch nicht annähernd irgendwie Magersüchtig aus. Natürlich ein Vorteil im Tennis, wenig Gewicht auf langen Beinen.
mag verlockend sein, sie auf ihr Äußeres zu reduzieren, aber ich habe noch nie ein Spiel gesehen, dass Sharapova aufgegeben hat, egal wie aussichtslos die Lage war.
eine Siegerin durch und durch und ich habe mich echt gefreut, dass sie wieder dort ist, wo sie hingehört.
Diese ewig stöhnenden Spielerinnen (und grunzenden Spieler) sind etwas derartig unsportliches und unfeines, ich schau mir das schon lange nicht mehr an. "Früher" war bestimmt nicht besser , bzw. nicht unedingt, aber es wurde vor allem schöner und besser und nicht so ordinär gespielt.
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