"Schwein" und "Brücke" - Die US-Liste der 377 verdächtigen Begriffe

US-Ministerium durchforstet Netz nach Schlüsselwörtern - Kritiker sehen Spionagewerkzeug

Das Ministerium für Innere Sicherheit der Vereinigten Staaten nutzt zur Überwachung von Kommunikation im Internet eine Liste mit 377 Schlagworten. So werden Internetforen, Blogs und E-Mail-Verkehr nach Begriffen wie "Flughafen", "Schwein", "Terror" oder "Symptome" durchforstet. Natürlich befinden sich auch weniger überraschende Schlüsselwörter wie "al-Qaida" oder "Dirty Bomb" unter den Verdächtigen.

Abteilung

Zuständig dafür ist die Abteilung Social Networking/Media Capability (SNMC), die zur Unterstützung des Department Homeland Security (DHS) bei Naturkatastrophen eingerichtet wurde. Ein Blick auf den Mikroblog Twitter, wo sich brisante und die Bevölkerung bewegende Themen in Windeseile verbreiten, würde hierfür allerdings auch reichen, wie Welt Online richtig feststellt.

Vermeintlicher Schutz

Während die sorgsam ausgearbeitete Liste vorgibt, dem Schutz der Bevölkerung zu dienen, sehen Kritiker in ihr ein Spionagewerkzeug. Die gesamte Liste mit allen 377 verdächtigen Begriffen ist auf Netzpolitik.org zu finden. (red, derStandard.at, 9.6.2012)

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