Wien wächst alle zweieinhalb Jahre um St. Pölten

8. Juni 2012, 19:35
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Die Netto-Zuwanderung beträgt rund 20.000 Menschen pro Jahr

Wien - Dass in Wien derzeit an zahlreichen Ecken gebaut wird, fällt auf. Dass sich die Bundeshauptstadt alle zweieinhalb Jahre sogar um eine Stadt wie St. Pölten (rund 52.000 Einwohner) vergrößert, macht die Dimension erst deutlich. "Wir sind eine der am schnellsten wachsenden Städte Europas", erklärt Christoph Chorherr, Planungssprecher der Wiener Grünen. Die Netto-Zuwanderung beträgt rund 20.000 Menschen pro Jahr.

"Deswegen ist jetzt der Moment, zu steuern, welche Stadt Wien in zehn oder 20 Jahren sein soll", meint Chorherr. Projekte wie das nördliche Areal beim Nordbahnhof sollen neue Stadtteile entstehen lassen. Wichtig sei ihm vor allem die Belebung der Erdgeschoße - also in Augenhöhe keine Garagen zu bauen, sondern Geschäfte und Lokale anzuziehen. Widmungen seien dabei ein starker Hebel, um das Bild einer Stadt mitzuprägen. Weiters sollen Bauträger über günstige Konditionen animiert werden, Carsharing oder Fahrradverleihe in ihre Wohnprojekte zu integrieren. "So gut wie alle Bauträger sind interessiert an diesem Modell."

Belebung des rechten Donauufers

Ein anderes großes Projekt der Zukunft wird - neben der Seestadt Aspern - die Belebung des rechten Donauufers sein. Ähnlich einer Hafencity wie in Hamburg oder Barcelona soll der laut Chorherr noch wenig attraktive Abschnitt beim Handelskai belebt werden. Dort, wo die Marina City mit dem Marina Tower als Herzstück entsteht, soll bald mit dem Bau eines Parks begonnen werden. Die acht Millionen Euro teure Anlage wird auch eine Fußgängerbrücke bekommen. (Julia Herrnböck, DER STANDARD, 9./10.6.2012)

  • Am Handelskai entsteht ein Park.
    foto: marina tower entwicklungsgmbh

    Am Handelskai entsteht ein Park.

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