Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

"Ich arbeite täglich an der positiven Sicht, dem positiven Denken": Peter Untersperger (52) im Bild bei der Präsentation des Rekordjahres 2011.
Erfolgsverwöhnt? Peter Untersperger winkt mit einer Mischung aus Unverständnis und Widerstand im Gesichtsausdruck ab. Er müsse sich jedes Jahr aufs Neue verdienen: Marktanteile, Kunden, die Motivation, die positive Denke der 6700 Mitarbeiter. Und zwar mit einer Haltung der " Demut". "Aber das liegt mir im Blut", lacht er jetzt wieder und ist in Fahrt gekommen: Man dürfe nicht vergessen, dass der Staplerfahrer in diesen Prozessen genauso wichtig sei wie der Generaldirektor. Denn: Lande ein Faserballen an der falschen Stelle und werde so mit Steinen verunreinigt, dann zertrümmere das die Maschine.
Genauso wie der Chef des Weltmarktführers im Bereich Zellulosefasern überzeugt ist, er müsse "beim Kunden sein - ein Blick in die Augen kann durch keine Videokonferenz ersetzt werden", ist er klar über seine Aufgabe in der Organisation. "Nur wer positiv denkt, handelt auch positiv" - und für dieses Mindset sieht er sich zuständig.
So wie er mindestens das halbe Jahr auf Achse ist - Lenzing macht 60 Prozent des Geschäfts in Asien -, ist auch Vorgabe: Wer sich geografisch nicht aus dem schönen Oberösterreich wegbewegen will, "der kommt nicht in den Vorstand". Er selbst hat fünf Jahre lang die Geschäfte in Indonesien vor Ort geleitet, sieht andere Kulturen "als Riesenchance für uns". Vom kulturellen Rollout in den asiatischen Werken ist er weitestmöglich entfernt, dennoch (Lenzing baut gerade auch nahe Mumbai): " Es gibt den Lenzing-Spirit weltweit."
Dass Österreich dringend mehr qualifizierte Migration brauche, ist für ihn selbstverständlich. Wenn Rat bezüglich Asien, bezüglich China gefragt ist, dann wird hierzulande auch Untersperger gefragt. Begonnen hat er schon nach seinem BWL-Studium 1985 bei den Faserherstellern. Das Anpacken fürs Geschäft - von den überwiegend in der Damenmode eingesetzten Fasern ist Untersperger leidenschaftlich und nahezu unstoppbar überzeugt, bewertet auch ad hoc die Kleidungsstücke seiner Interviewpartner auf verschiedenste Faserhaltigkeit. Dass er sich als Person gern ins Rampenlicht stellt, konnte er weder bei den Roadshows noch bei den vielen Presseevents überzeugend beweisen. Er tut es wirklich im Dienst der Faser.
Apropos Roadshow: Im Vorjahr ist ihm gelungen, was sonst keiner geschafft hat. Lenzing hat im Zuge eines Re-IPO, einer Kapitalerhöhung, die Investoren überzeugt - andere Aktienemissionen wurden zurückgezogen. " Wir haben eine überzeugende Story geboten", sagt er nicht ohne Stolz. Die Zukunft nach dem Rekordjahr 2011 mit über zwei Mrd. Euro Umsatz und ordentlichen Erlösen sei "klar sichtbar mit Nebelschwaden": Druck auf Rohstoffpreise, Euro-Verunsicherung - es liegen wohl einige Baustellen vor den kommenden Bilanzen. "Wir rennen mehr, wir rennen schneller." Das geschieht im Rahmen eines riesigen Ausbauprojektes: Bis 2015 will Lenzing 1,5 Mrd. Euro in Kapazitätsausbau investieren, auch am Headquarter Lenzing. Mit Hauptaktionär B&C (rund 65 Prozent), den Investoren, dem Cashflow, den Bankenbeziehungen sieht Untersperger den Konzern da gut aufgestellt. Logisch: "Wir brauchen Leute." Frauen stehen besonders im Visier.
Dass sich Untersperger Neue auch in Jakarta oder Mumbai selbst anschaut, ist dabei nicht unwahrscheinlich. Immerhin kann man ihn an Flughäfen oder in Einkaufszentren auch äußerst interessiert mit dem Verkaufspersonal über Faserqualitäten oder Kundenwünsche plaudern sehen. (Karin Bauer, DER STANDARD, 9./10.6.2012)
Einem Kosmetikkonzern wie L'Oréal spielt kulturelle Vielfalt in die Hände. Jedem Pflegeritual wird ein Produkt gewidmet, global und kulturell angepasst
Bildungsinstitutionen im Spannungsfeld zwischen Autonomie und Abhängigkeit: Jede Entscheidung erfolgt inmitten von Widersprüchen. Zentral dabei: eine Vision von Wert und Würde einer Institution
Die Arbeiterkammer will Spitzengagen beschränken, das Wirtschaftsforum rückt das Bild "astronomischer Gagen" zurecht
Zuerst muss die Kommunikation nach innen passen, damit man als Unternehmen erfolgreich nach außen treten kann, sagt HR-Director Marion Maurer
Was soll aus den Kindern werden? Keine Manager, sagen fast 70 Prozent der weiblichen Chefs und fast 60 Prozent der männlichen
Im Oktober starten erste Demografiemanager
Nur einer von sieben Bewerbern schafft das Aufnahmeverfahren - viele scheitern am Deutschtest, einige an ihren Tattoos
In Deutschland arbeiten fünf Prozent der Manager Teilzeit, in Österreich sechs Prozent - Lücke zwischen Wunsch und Realität
Bestimmt von Respekt und dem Wunsch nach Begegnung auf Augenhöhe ist diese Haltung nicht
IBM hat in Bratislava ein Social-Media-Recruiting-Center für ganz Europa eingerichtet
Kein Unternehmen würde sagen, es bemühe sich nicht um Nachhaltigkeit, aber nur 25 Prozent erstellen einen Nachhaltigkeitsbericht
Arbeitsmediziner raten, echte Pausen zu machen und nicht vor dem Bildschirm zu essen
Kosten- und Effizienzprogramme bei einem Drittel der Firmen ohne nachhaltigen Erfolg
Zweimal gab es schon Bonusverzicht beim weltgrößten Ziegelhersteller Wienerberger. Nun ist ein nachhaltigeres Vergütungsmodell auf Schiene
Roland Berger Strategy Consultants unterstützt die Europäische Kommission in ihrem Programm "Equality Pays Off"
Philosophie kann nicht unmittelbar praktisch werden, sagen Philosophen. Und dennoch nähern sie sich immer öfter der Wirtschaft an - praktisch beratend
Die Trends in der IT werden die IT-Chefs in "zwei Klassen" spalten, sagen die Berater von Accenture - Digitalisierung nicht delegieren
Keiner hat alle Kompetenzen, die komplexe äußere und innere Umfelder verlangen. Aber oft ist auch die Summe der Teamleistungen geringer als die Summe der Einzelleistungen
Wie kommt man vom Leader zum Leadership? Berater und Professor Phil Mirvis zeichnete mögliche Wege zum Ziel
Lernen funktioniert am besten, wenn man es selber auch will. Die Einsicht, dass man dafür gewohnte Settings verlässt, ist nicht neu, aber effizient
Banken und Versicherungen stecken seit fünf Jahren in der Krise - Kunden kommen im Geschäftsmodell nicht vor, sagt Markenexperte Feige
Der Fokus auf Geschlechterdiversität an der Spitze ist in Unternehmen wohl da, das Thema rumpelt aber in Einzelmaßnahmen dahin. Es fehle das strategische Konzept und bedürfe des Kulturwandels, so Studien
Gemischte Rollen: Was bedeutet wirksame Führung im Kontext der großen Gestaltungsmacht von Experten?
Raus aus dem Business, rein ins Training und wieder zurück in den Job: In Führungskräfteentwicklung wird sehr oft sehr viel investiert, allerdings: Die Wirksamkeit enttäuscht häufig
Komplex, unvorhersagbar, unsteuerbar: Laurent Carrel erklärt, warum die Komplexitätsfalle in Unternehmen selbstgemacht ist
(statt öder bauchpinselei eines pot. Anzeigekunden)
http://www.profil.at/articles/... zuversicht
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.