Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
vergrößern 750x500Das Ensemble rund um Theo Helm (Gitarre) und Daniel Wagner (Mikro) zeigt Rockstar-Qualitäten.
Linz - Ein Drama, das an anderen Häusern mindestens sieben Stunden in Anspruch nimmt, bis Richard III. im Angesicht der Ausweglosigkeit sein Königreich gegen ein Pferd tauschen möchte, in dreieinhalb zu spielen, ist schon ein verwegener Ansatz. Volker Schmidt, der am Theater Phönix bereits mit einer Adaption der Nibelungen gezeigt hat, dass er kein Freund der schnellen Theaternummer ist, wagt es, kürzt radikal und verlangt dem Ensemble immer noch genug ab.
Dies dankt es dem Regisseur mit höchster Konzentration bis in die letzte Sekunde, auch wenn nach der Pause die Hälfte des Publikums abhandengekommen ist. An den Schauspielern liegt diese Flucht wohl nicht, denn bis auf eine Ausnahme sind sämtliche Rollen klug besetzt. Die Schauspieler und Schauspielerinnen haben einen ganz offensichtlichen Spaß daran, die Dramen der von multiplen genealogischen Krisen gebeutelten Adelsgeschlechter York und Lancaster auf die Bühne zu bringen.
Schmidt siedelt seine Umsetzung der Bürgerkriege - die wegen der unterschiedlichen Rosenfarben in den jeweiligen Wappen eben Rosenkriege genannt wurden - im auslaufenden 20. Jahrhundert an, ohne allzu anbiedernd aktualisierend den Text zu verändern. Er inszeniert rasant, bedient sich ungeniert und unterstützt von einem sich zurücknehmenden Bühnenbild (Georg Lindorfer) auch der Genres Video, Musik, und Tanz.
Dabei greift er auf Multitalente im Phönix-Ensemble zurück: Theo Helm, der als Heinrich VI. Gitarre spielend und singend daran erinnert, dass es neben seiner Karriere als Schauspieler noch eine als Musiker und Sänger gab, Tobias Ofenbauer und Ferdinand Kopeinig, die zwischendurch als Livebandmitglieder an die Instrumente müssen, und Daniel Wagner, der als Punksänger der Fiesheit seiner Rolle zusätzlich Gewicht verleiht.
Ein lautes Stück, das zeigt, wie einsam es an der Spitze der Macht sein muss. Damit es für die Schauspieler nach der Pause nicht ganz so einsam ist, wurde auf das mit wenig Sitzfleisch ausgestattete Publikum reagiert: Es werden nun auch beide Teile (Heinrich VI. und Richard III.) getrennt voneinander angeboten. (Wiltrud Hackl, DER STANDARD, 9./10.6.2012)
Das Theaterfestival "Schäxpir" widmet sich in Oberösterreich Kinder- und Jugendthemen mit internationaler Beteiligung
In der Komödie "Außer Kontrolle" des Londoner Erfolgsautors Ray Cooney geht es in atemberaubenden Drehungen und Wendungen über zwei Stunden lang Schlag auf Schlag
Luc Bondy prägte die Wiener Festwochen fünf Jahre als Schauspielchef, elf als Intendant. Der Regisseur über Abschied, Kritik und seinen Nachfolger
Das Festival Impulstanz 2013 mit "Disabled Theatre" - Mehr als 100 Tanzaufführungen von 59 Tanzschaffenden, dazu rund 220 Workshops
Handzahmer Saisonabschluss am Wiener Volkstheater: "Mein Freund Harvey"
Volkstheater Wien zeichnete beste Saisonleistungen aus
Nina Stemme vollführte als Isolde eine Glanzleistung. Regisseur David McVicar setzte auf szenische Statik, Dirigent Franz Welser-Möst auf fulminante Energie
Regisseur Barrie Kosky bringt in Berlin das erste Mal nach 80 Jahren Paul Abrahams "Ball im Savoy"
Nächste Woche findet das 4. Schülertheatertreffen am Burgtheater statt. Zu den ausgewählten Gruppen zählt auch das Borg Hegelgasse
"The Fool and the Princesses" mit dem Cirque de Loin am Klagenfurter Stadttheater
Sven-Eric Bechtolf, bislang Schauspielchef, ab sofort Mitglied des Festspieldirektoriums, ab 2015 künstlerischer Leiter
"Das Dritte Reich des Traums" von Zoon-Musiktheater im Nestroyhof
Am Donnerstag hat an der Staatsoper Wagners "Tristan und Isolde" Premiere - Tenor Seiffert über die männliche Titelpartie und ihre Anforderungen
Philipp Harnoncourt: "Experiment, das großen Spaß macht"
"Die Geschichte der Welt in 7 Tagen", ein anthropologischer Selbstversuch im Brut
Der 72-jährige Schweizer sei ein legendärer Schauspieler, der den deutschen Film und auch das deutschsprachige Theater entscheidend geprägt habe
In Viola Rohners Stück "Perfekt", vom Westbahntheater uraufgeführt, werden fundamentale ethische Fragen aufgeworfen.
Stephen Schwartz wurde mit der Komposition einer VBW-Eigenproduktion beauftragt
David Alden inszeniert an der Nederlandse Opera Wagners "Meistersinger von Nürnberg"
Im Tanzquartier Wien zeigt sich junge österreichische Choreografie: Danzinger/Fusco, Dittler und Ernst
Premiere der Berliner Operette "Frau Luna" an der Volksoper: Regisseur Peter Lund setzt auf nettes Komödientheater und Ausstattungsprunk
Yoncheva statt Machaidze, Bermudez statt Tae Joong Yang
Blumen und Beifall: Roberto Alagna feiert seinen 50er - und ist damit fünf Jahre jünger als die "Tosca"-Inszenierung
"Zauberflöte"-Regisseur Pountney startete einen Monat vor der Premiere mit einer Schlüsselszene der Oper
Die Neue Bühne Villach versucht den Spagat zwischen Sommertheater und anspruchsvoller Genderdebatte: "Romeo und Julia"
ich hab mich schon lange nicht mehr so im theater gelangweilt.
stehtableaus aus dem handbuch für regieanfänger, dämliche musikvideos, schlampige schauspielarbeit und keine erkennbare idee, die das ganze zusammenhält.
die schauspieler sind irgendwo zwischen ok und gut unterwegs, die hauptdarstellerin ist allerdings erschreckend schwach.
und dass der abend nicht komplett zum kotzen ist, liegt an shakespeare. das schafft noch nicht einmal volker schmidt, den endgültig umzubringen.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.