Jede siebente Vogelart der Welt ist bedroht

10. Juni 2012, 17:40

BirdLife International sieht vor allem im Amazonas-Gebiet Probleme - aber auch in Europa sind Arten im Rückgang begriffen

Berlin - Von einer kleinen Seitenlinie der Dinosaurier haben sie sich zur artenreichsten Landwirbeltierklasse überhaupt entwickelt: Über 10.000 Vogelspezies gibt es heute, fast doppelt so viele wie Säugetierarten. Doch ist jede siebente Vogelart der Welt bedroht oder bereits ausgestorben, wie die Organisation BirdLife International meldet. Vor allem in tropischen Wäldern ist der Artenrückgang stärker als bisher vermutet - aber auch in Nordeuropa sei die Entwicklung besorgniserregend.

Die Rote Liste der Organisation wurde in der abgelaufenen Woche vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) in Berlin vorgestellt. "Seit Jahren verschlechtert sich die Situation der weltweiten Vogelbestände", warnte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Regenwald-Spezies besonders bedroht

Dem alle vier Jahre veröffentlichten Bericht zufolge ist allein im Amazonasgebiet das Risiko für fast 100 Vogelarten erheblich gestiegen, schon bald auszusterben. Auch in den Wäldern Madagaskars oder Südostasiens leben überdurchschnittlich viele bedrohte Vögel. "Die Rodung der Wälder für Sojaanbau oder Rinderzucht raubt den Vögeln ihren Lebensraum", so Tschimpke. Der NABU appelliert daher an Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff das neue brasilianische Waldgesetz nicht aufzuweichen.

Auf der Ostsee nimmt unterdessen die Zahl der überwinternden Eisenten drastisch ab - inzwischen überwintern eine Million Eisenten (Clangula hyemalis) weniger als vor 20 Jahren. Auch eine weitere Meeresente, die Samtente (Melanitta fusca), gilt nun als gefährdet. Als Gründe nennt der NABU unzureichenden Meeresschutz in den Rastgebieten, Stellnetzfischerei und mögliche Klimaveränderungen in den Brutgebieten. (APA/red, derStandard.at, 10.6.2012)

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Tschuldigung

Die Mietzen haben jetzt beide Glöckchen und werden das ganz bestimmt nie wieder tun.

.

Wir sind nicht gut zu Vögeln.

Ich kenne aber Ausnahmen...

Evolution, wer kann der kann, oder über das Leben danach.

Worüber meine Vorposter hier diskutieren sind zwei paar Schuhe.
Zur Evolution, sie greift immer. Auch bei Umweltverschmutzung. Und gerade bei Katastrophen. Nach einem großen Kometeneinschlag war die Hölle los, evolutionär. Plötzlich sind 1000 Nischen frei geworden, die Tierarten konnten/mussten sich weiterentwickeln. zb. sind durch Katastrophen die Dinos verschwunden.
Momentan ersetzt der Mensch solcherlei Katastrophen durch Umweltverschmutzung, gezielte Bejagung etc. Soll aber nicht bedeuten das es keine Evolution mehr gibt. Es wird momentan nur der Hebel etwas anders angesetzt als es ansonsten vl. der Fall wäre.
Die Nischen die entstehen werden immer schnell gefüllt. Man sehe sich nur Ratten/Waschbären in Städten an.

ganz recht haben Sie, aber warum auf halbem weg

stehen bleiben. es sollte beispielsweise auch einmal schluss sein mit allen diesen bewachten museen. jeder soll nehmen dürfen, was ihm gefällt, oder auch es kaputtmachen, wenn es ihm im weg steht (wie viele parkplätze zb man zwischen den khm und nhm schaffen könnte - völlig unmotivierte platzverschwendung). es wird eh dauernd neue kunst geschaffen, so wird wenig platz frei dafür.

Welche durch den Menschen verursachte Nische besetzen denn Waschbären und Ratten? Ihrer Argumentation nach müsste da zuvor etwas anderes gewesen sein.

In Städten war dort früher Wald, jetzt Betonstraßen. Waschbären in Amerika haben sich wunderbar angepasst. Zum Leidwesen der Anrainer denen sie die Mistkübel umwerfen ;)

Aber sie haben Recht, der Vergleich ist schlecht weil eine neue Nische aufgetan wurde und nicht eine Spezies aus einer Nische verdrängt wurde.

Mustangs in Amerika konnten sich mit Sicherheit leichter und besser vermehren weil die Bisons radikal abgeschlachtet wurden.
Jetzt gibt es dort "Wildpferde" aber dafür keine gigantisch großen Bisonherden.

Der andere Teil ist unser Leben mit der Natur.
Absolut daneben...
Wir zerstören und erhalten leider wenig.
Warum sollten wir Arten erhalten, die Frage ist leicht beantwortet. Es wird zwar neue Arten geben, aber wir werden sie nicht mehr erleben können. Auch unsere Kinder und Kindeskinder werden sie nicht mehr erleben können. Dafür ist die evolutionäre Entwicklung viel zu langsam.
Darum sollten wir uns bemühen Arten zu erhalten.

Dann hat auch die Evolution nicht soviel Arbeit ;)

eben

Natürlich wirkt Evolution immer und überall!

Aber diese Tier - und Pflanzenarten, die jetzt auf unserer aller und einziger! Erde existieren sind nunmal jetzt da!
Wenn wir sie ausrotten sind sie weg und mit ihnen ein ein faszinierender Aspekt unseres Daseins.

Warum gehen denn soviele Leute in den Zoo, oder fahren nach Afrika, in den Regenwald und gehen dann dort in Nationalparks???

Wegen dem Naturerlebnis!

eben

Natürlich wirkt Evolution immer und überall!

Aber diese Tier - und Pflanzenarten, die jetzt auf unserer aller und einziger! Erde existieren sind nunmal jetzt da!
Wenn wir sie ausrotten sind sie weg und mit ihnen ein ein faszinierender Aspekt unseres Daseins.

Warum gehen denn soviele Leute in den Zoo, oder fahren nach Afrika, in den Regenwald und gehen dann dort in Nationalparks???

Wegen dem Naturerlebnis!

sehe ich genauso.
Als Mensch bin ich absolut für den Erhalt der Tier und Pflanzenwelt.
Und zwar aus rein egoistischen Gründen, ich sehe sie mir gerne an.

eine biologische binsenweisheit !

ich möchte den ngo's, umweltorganisationen und anderen spendenkeilern nicht die tour vermasseln, aber "bedrohung" (im chargon dieser organisationen) ist DAS prinzip der biologischen evolution. man kann schon versuchen die menschlichen bewahrungsparanoia und abschiedsangst auf die natur zu übertragen, aber dann bitte nicht verlangen ernst genommen zu werden. jeder psychologe oder psychotherapeut könnte helfen...

Dann sind Sie sicher auch

für die Evolution des Menschen.

Weg mit Entwicklungshilfe, Medizin, Altersversorgung, Sozialhilfe, Gesetzen, Gefängnissen etc.!

Her mit der menschlichen Evolution!

sinnerhaltend lesen würde helfen

ich bin dafür, dass der mensch bestimmt was er tut: ich persönlich bin absolut GEGEN die von dir aufgebrachten sozialdarwinistischen bestrebungen, sondern für einen starken sozialstaat - aus vernunftgetragenen argumenten. ich verwehre mich nur irgendetwas einen wert an sich zuzugestehen, WIR und nur wir alleine geben allem den wert, den wir allem geben wollen.

Es ist aber schon schade um so coole Viecher wie diesen Schuhschnabel (und natürlich nicht nur um den), ganz abgesehen davon, dass das hirnlose Ausrotten auch uns selbst auf den Kopf fallen könnte.
Der Mensch sollte die Vernunft, mit der er ja angeblich begabt ist, auch einsetzen.

In Ihrem Falle würde ein Fachbuch zum Thema Evolution schon reichen. Scheint, als hätten Sie nicht wirklich Ahnung, wovon Sie so schreiben.

Bewahrungsparanoia?

Sind Sie etwa dafür, dass sich der Mensch gegen jede Vernunft und Moral verhält???

Dann könnte man ja auch die Überbevölkerung in Frage stelllen.
Oder wenn sie so gegen die Bewahrung sind den Stephansdom abreissen, den Staat Österreich auflösen.
Alles nur historisch bedingt.

Welche "Werte" verfolgen Sie denn???
Die der neoliberalen Marktwirtschaft???

Leben Sie in ihrem näheren Umfeld auch nach diesen "Werten"?

@sarlon

überbevölkerung in frage stellen - was ist ihr vorschlag bzgl. überbevölkerung?

wir können uns natürlich vernünftig und moralisch verhalten - falls es einen konsens darüber gibt - aber nicht so tun ob es gegeben sein, welche arten leben sollen - der natur ist es völlig wurscht welche und wieviele arten - wenn der mensch glaubt diese oder jene zu brauchen (JA, zu brauchen), dann bitte - aber keine art hat ein lebensrecht per se (um das mißverständnis gleich auszuräumen - wir haben natürlich nicht das recht, willkürlich und grausam arten auszurotten, aber wenn sie uns zu sehr stören oder im weg sind ...) es gibt nur einen maßstab: den menschen (jeder andere ist auch VOM menschen: gott, natur, etc.).

stephansdom: ja, wenn wir es wollen.

" wir können uns natürlich vernünftig und moralisch verhalten"

Wenn wir das nicht größtenteils im persönlichen Umgang würden, wäre das eine andere Welt. Ich glaube um einiges weniger lebenswert.

Demokratie wäre nie entstanden wenn es nicht Menschen gäbe, die "Werte" haben.

Natürlich, die Sachen die gegen die persönlichen Wertevorstellungen der Mehrheit verstoßen, aber nicht fassbar sind (sei es z.B,dass sie weit weg passieren) werden oft ignoriert. Ob aus Unwissen heraus bzw. Ohnmachtgefühl etc...

Z.B das Aussterben von Tierarten, aber auch Kriege,Hunger, Kinderarbeit etc...

Mit Tierarten ist es wie mit dem Stephansdom. Eine Mehrheit ist gegen die Ausrottung, eine Mehrheit ist gegen den Abriss.

Es gibt überhaupt keinen Maßstab an sich, denn das der Mensch einer wäre, ist auch vom Menschen erdacht. Die Ausrotterei ist Nebenprodukt eines sehr unvernünftigen und für einen angenehmen Fortbestand der Menschen gefährlichen, kurzsichtigen Verhaltens. Aber das sapiens hinter dem Homo hat ja auch der Mensch erfunden.

"wenn sie uns stören oder im Weg sind"

Darf ich Ihnen vor die Füße kotzen?

Sie wollen alles ausrotten, das sie "stört" oder im "Weg ist". Gilt dann wohl auch für Menschen, nicht wahr? Die haben auch kein Lebensrecht per se, sind doch auch nur Teil der Natur. Die "Natur" ist übrigens unabhängig vom Menschen, er kann sie beeinflussen, teilweise anpassen, aber er ist Teil der Natur. Der Natur ist übrigens auch die Spezies Mensch ziemlich wurscht.

Menschen: Die haben auch kein Lebensrecht per se, sind doch auch nur Teil der Natur.

natürlich haben sie kein lebensrecht per se, sondern ein von uns vergebenes (und du wirst dich wundern, bei mir ein absolutes) - alle rechte sind von uns, für uns, von wem und für wen auch sonst.

ihr wollt mich absichtlich mißverstehen - wenn wir die umwelt schützen wolllen, dann bitte tun wir es, aber mich stört der (quasi)religiöse ansatz, IRGENDWAS sei für sich schützenswert, z.b. die natur wie sie jetzt ist (ein snapshot im auf und ab) - abgesehen von der lächerlichkeit DIE NATUR schützen zu wollen oder zu können - natur ist auch ein riesiger faunenschnitt...

Natürlich

haben Sie das Recht Sachen zu hinterfragen, und über Dinge nachzudenken. Das finde ich immer gut. Viele Leute tun das ja leider nicht!
Irgendwie haben Sie ja Recht mit dem religiösen Ansatz. Aber welcher Ansatz ist dann auf dieser Welt nicht religiös? (ich bin Atheist übrigens)

Natürlich ist die heutige Zeit nur ein Snapshot, wie auch die Arten.
Trotzdem finde ich persönlich es unglaublich schade, wenn eine Tier/Pflanzenart nur aufgrund der "menschlichen Blödheit" (da kann jeder jetzt darunter verstehen was er will) wie ein Vorposter so schön schrieb,ausstirbt.

Die Menschheit ist sich eben nicht einig über das was sie als schützenswert ansieht - wann wäre sie schon über irgendetwas einig gewesen, allerdings ist Naturschutz gleich Menschenschutz, denn der Natur ist es wie Sie sagen egal, ob die Menschenmassen noch halbwegs artgerecht gehalten werden können oder nicht.
Etwas mit Gewalt zu konservieren versuchen ist zwar blödsinnig, aber ich persönlich finde es schade, wenn Arten aufgrund der Blödheit von Menschen aussterben, genauso wie ich es schade finde, wenn aus reiner Blödheit historische Statuen gesprengt werden.

@para, @dhimmi, @dabu (unten)

ihr drei seid exakt die, die ich meinte...

evolution gibt es immer, und immer "machen" natürlich die arten (inkl. mensch) auch evolution (wenn du es so sagen willst).

das verschwinden einer art in einer sich rasant verändernden umwelt IST evolution - die lücken werden ausgefüllt, oder das ökosystem adaptiert sich. es gab schon viel größere und schnellere veränderungen - und da sind immer die größten faunenexplosionen gewesen. was ihr wollt ist ein käsesturz über die welt, und ein einfrieren jeder entwicklung. psychologisch leicht erklärbar, weil der mensch sein bewahrungsprinzip (in seinem kurzen leben) auf die natur mit VIIIIEL längeren zeiträumen überträgt. die natur erobert sich IMMER JEDEN lebensraum zurück, nur anders als zuvor..

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