Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
vergrößern 500x464Tajder: "Ob ich je bei der Stafette zu Ehren von Titos Geburtstag anwesend war? Ich muss zugeben, dass ich keine Ahnung habe."

Ana Tajder, geb. 1974 in Zagreb, studierte Wirtschaft in Wien. Nach Jobs in der Diplomatie und Werbung ist sie als freie Autorin und Journalistin tätig. Zuletzt erschien: "Titoland" (2012, Czernin). Österreichisches Staatsstipendium für Literatur 2010/11.
Mein neues Buch ist erschienen. Es ist das dritte Buch in Ich-Form, und ich frage mich mehr denn je: Wer ist dieses "Ich"? Wer ist Ana? Bin ich alle drei Anas? Bin ich nur die Ana, die ich jetzt bin? Oder bin ich eigentlich keine davon? Vielleicht bin ich eine ganz andere Ana als die, die ich denke, dass ich bin.
"Der Titel sagt eigentlich alles: eine Frau, die sich selbst als Barbie und Nymphomanin bezeichnet ...", las ich vor kurzem in einer Rezension meines ersten Romans. Obwohl es ein Roman war, ließ mich dieser Kommentar nicht los: Habe ich mich je als Barbie und Nymphomanin gesehen? War ich wirklich eine Frau, die sich so bezeichnen würde? Wenn ja, dann kommt mir diese Frau jetzt fremd vor. Ich bin sie nicht mehr. Genauso wie ich nicht mehr die ehrgeizige Businessfrau aus meinem zweiten Buch bin - eine Frau, die mit Burnout kämpft und an Selbstmord denkt. Ich bin auch nicht mehr das kleine Mädchen aus Titoland, das sich mit der Trennung ihrer Eltern, einer schwierigen Rückenoperation, dem Krieg und der Auswanderung auseinandersetzt.
Nein, wirklich: Wer bin ich? Wer ist "Ich"? Suchen wir uns unser "Ich" aus? Können wir uns für das eine "Ich" entscheiden und gegen ein anderes? Können wir unser "Ich" beliebig entwerfen? Oder auch zerstören? Seit Jahrtausenden beschäftigen sich Philosophen und Mystiker mit dieser Frage, seit Jahrhunderten auch Soziologen, Psychologen, Linguisten.
Unter dem Stichwort "Identität" bietet Amazon 7.005 Bücher an. Laut Forschern erleben wir gerade eine wahre "Ich"-Revolution. Sie erklären uns, dass wir in einer "Ich"-Gesellschaft leben, einer Gesellschaft, in der sich das Individuum endlich aus den Fesseln der sozialen Bindungen gelöst hat. Einer Gesellschaft, in der wir zum ersten Mal für unser "Ich" selbst verantwortlich sind und es jetzt endlich frei entwerfen können. Oder sogar müssen: Religion, Klasse, Nation, Familie, die uns früher definiert haben, gelten nicht mehr. Jetzt gelten Produkte, Lifestyle und Karrierepfade, die wir frei wählen können, um uns zu dem "Ich" zu machen, das wir sein wollen.
Leider neigen wir in dieser "Ich"-Gesellschaft dazu, uns zu sehr auf das " Ich" zu fokussieren. Diese Einstellung ist für das allgemeine Wohl schädlich (siehe Wirtschaftskrise). Der Verlust des "Ichs", um sich mit allem verschmelzen zu können, gilt in allen Religionen als die höchste Stufe der geistlichen Entwicklung. Buddha warnte vor der Fixierung auf das "Ich", Jesus predigte Altruismus. Aber der amerikanische Traum vom " Self-Made Man" hat sich ausgeweitet und dabei seine Form verändert: Früher hat sich diese Erzählung auf den finanziellen Erfolg bezogen. Jetzt bezieht sie sich auf die Identität - wir sind zum "Self-Made I" geworden.
Internet spielt hier eine wichtige Rolle. Neben dem realen "Ich" verfügen wir jetzt noch über ein zweites, virtuelles "Ich". Wenn ich deprimiert bin, schaue ich mir mein Facebook-Profil an. Postet ihr nicht eure Erfolgsmomente? Ich bin mir auf mein Facebook-Leben neidisch! Alle " Ichs" auf Facebook sind beneidenswert. Weil wir sie frei entwerfen dürfen. Und dann gibt es noch Websites, Blogs, Wikipedia-Einträge, Profile auf LinkedIn oder Xing. Es ist nicht schwer, eine beeindruckende virtuelle Identität zu konstruieren.
Unsere postmoderne Gesellschaft ist ein Konstrukt. Wir leben in einer Gesellschaft der Illusionen, der Blasen, des Virtuellen. Fotos sind " gephotoshoppt", Filme voller CGI, Realityshows füttern uns mit Realität, die keine ist. Zeitschriften zeigen uns gestellte Paparazzi-Fotos. Produkte sind nicht das, was sie vorgeben zu sein. Politiker auch nicht. Kim Kardashian hat eine ganze Hochzeit (und Scheidung) inszeniert und damit Millionen verdient. Ihr Busen ist gekauft, der Ehemann gemietet, der Ruhm virtuell.
Wie wir endlich 2008 bei dem Ausbruch der Finanzkrise gelernt haben, ist auch unser Wirtschaftssystem eine Blase. Täglich werden Milliarden verdient, die es nicht gibt (die dadurch erzeugten Millionäre sind lustigerweise wirklich). Somit ist die Krise, die uns Nichtmillionären vieles wegnimmt, auch virtuell. Kriege werden konstruiert. Niemand glaubt heute, dass Bush in Irak wegen des "War on Terror" einmarschiert ist.
Wir können die Wirklichkeit wie Kaugummi ausdehnen. Wir können alles sein, was wir sein wollen. Die Tochter eines Partyladen-Besitzers ist gerade britische Prinzessin geworden. In den USA gibt es tausende Brautmodengeschäfte, in denen amerikanische Mädchen Kates Hochzeitskleid kaufen können. Nein, es ist keine belgische Spitze, sieht aber aus wie das Kleid, das wir alle aus der Fernsehübertragung kennen. Vor nur 50 Jahren wäre das unvorstellbar gewesen.
Sind wir aber wirklich so frei, unsere "Ichs" auszuwählen, wie es uns die Soziologen erzählen? Ich weiß es nicht. Heutige "Ichs" scheinen mir uniformiert zu sein, als ob wir Angst hätten, wirklich anders zu sein. Soziale Herkunft definiert immer noch unsere Lebenschancen. Frauen machen immer noch die meiste Hausarbeit und sind immer noch keine CEOs oder Präsidentinnen. Die Afroamerikaner in den USA sind immer noch ghettoisiert. In Österreich haben Migranten immer noch fast keine Chance, einen Job im Medienbetrieb zu bekommen.
Als Migrant hat man eine spannende Beziehung zum "Ich". Einige wollen sich so schnell wie möglich integrieren, ihre alte Identität aufgeben: Sie ändern ihre Namen, lernen die neue Sprache, wollen nicht mehr wissen, woher sie kommen. Andere versuchen, sich an ihre Identität zu klammern, sie zu stärken: Sie werden gläubiger, als sie es in ihrer alten Heimat waren, tragen plötzlich Tracht, werden patriotisch, umgeben sich nur mit eigenen Landsleuten.
Verloren, heimatlos
Es ist schön, aber nicht einfach, zwei Nationalidentitäten zu haben. Erst in einem dritten Land merkt man diese magische Entwurzelung. Plötzlich wird einem klar, dass, wie Eva Hofmann in ihrem schönen Buch Lost in Translation beschreibt, einmal entwurzelt, man nie wieder Wurzeln schlagen kann. Wenn das eine "Ich" verlorengegangen ist und daraus das zweite "Ich" entstanden ist, wird es nie wieder zu einem genauso klaren, starken "Ich". Wenn ich in den USA gefragt werde, woher ich komme, wusste ich anfangs nicht, was ich antworten sollte. Ich wurde in Kroatien geboren, lebte aber länger in Österreich. Zu sagen, dass ich aus Kroatien komme, wäre eine Lüge. Eine Österreicherin bin ich auch nicht zur Gänze. Wegen dieser Frage fühlte ich mich verloren, heimatlos. Jetzt antworte ich einfach, dass ich aus Kroatien und Österreich komme. Die Menschen sagen "Ah, wie schön", als ob es die normalste Sache der Welt wäre, aus zwei Ländern zu kommen.
Jemand fragte mich vor kurzem, ob ich je bei der Stafette zu Ehren von Titos Geburtstag anwesend war. Ich musste zugeben, dass ich keine Ahnung habe. Ich kann die Stafette detailliert beschreiben: den Jubel, die Aufregung, die Pionieruniformen, kleine Papierfahnen, die durch die Luft tanzen. Ich kenne das Gefühl, dabei gewesen zu sein. Aber ich weiß nicht mehr, ob ich es kenne, weil ich dabei war oder weil ich so viele Fernsehübertragungen davon gesehen habe.
Es gibt Erinnerungen, die ich beim Erzählen so oft verändert habe, dass sie für mich in dieser veränderten Form zur Wirklichkeit geworden sind. Es gibt Begebenheiten, an die ich mich überhaupt nicht erinnern kann. Oder Ereignisse, an die ich mich sehr klar erinnern kann, von denen meine Eltern meinen, sie seien anders gewesen. Meinen Erinnerungen nach war ich damals eine Ana. Ihren Erinnerungen nach eine andere. Manipulieren wir unsere Erinnerungen unbewusst, um das "Ich" zu sein, das wir sein wollen? Wählen wir jene Tatsachen aus, an die wir uns nicht erinnern wollen, um nicht das "Ich" zu sein, das wir nicht sein wollen?
Natürlich! Ganze Nationen suchen sich ihre Erinnerungen aus. Damals, als Jugoslawien zerfallen ist, entschied sich Kroatien, alle Spuren seiner jugoslawischen Geschichte zu löschen. Plötzlich war niemand je Kommunist gewesen. Monumente wurden abgerissen und neue aufgestellt. Straßennamen wurden geändert. Das Land entwarf neue Fahnen und Wappen. Konnten wir wirklich so tun, als ob unsere Vergangenheit nie passiert wäre? Warum nicht die Geschichte anerkennen und aus den Fehlern lernen?
Das Gleiche dachte ich mir, als ich vor kurzem das Wien-Museum besuchte. Meine Gäste konnten nicht glauben, dass der Stephansdom und die Staatsoper im Zweiten Weltkrieg komplett zerstört worden waren. Ich ging davon aus, dass die Fotos der Zerstörung im Wien-Museum zu sehen wären. Wo sonst? Aber im Wien-Museum existiert der Zweite Weltkrieg nicht. Wir wissen alle, wie gerne Österreich diesen Teil seiner Geschichte vergisst.
Ich, andererseits, sah als Kind in Titos Jugoslawien so viele Partisanenfilme, dass ich mich an den Zweiten Weltkrieg sehr gut erinnern kann. An die grünfarbigen Uniformen, an die Verstecke im Wald, an die Explosionen, Wunden und tapfere Partisanen. Vielleicht schreibe ich ein Buch über die Ana, die bei den Partisanen war. Wer weiß, wie viele "Ichs" ich in mir noch versteckt habe. (Ana Tajder, Album, DER STANDARD, 9./10.6.2012)
Es wabert, die Walküren sammeln Helden auf, Loge lässt es zischen und krachen. Aber die ideologischen Kosten, die wir für das Spektakel bezahlen müssen, sind horrend
Wie würde das gehen? Sicher nicht mit einem rumpelnden Rollkoffer oder einem lächerlichen Rucksack
Lissabons Charakter besitzt etwas, das einen sich für die eigene Unvollkommenheit schämen lässt, obwohl diese Stadt niemanden beschämt.
Sie ist wider die Natur, wider das Vergnügen. Arbeit ist unverschämt. Ein Manifest wider die Arbeit zum 1. Mai
Todgeweihte Küken, räudige Katzen und stinkender Müll. Über eine Reise mit mitteleuropäischem Nachwuchs nach Marokko - abseits aller Werbeprospekte
Es ist obszön, die fremden Straches lieben zu sollen: Wolfgang Müller-Funk über symbolische Minenfelder und kulturalistische Fallen, die bei der Debatte über islamische Einwanderung mit im Spiel sind
Er lässt sich mit ärmlichen Worthülsen abspeisen, er schmatzt, er fühlt sich satt. Der Unmund wohnt im Schlaraffenland, während ich mich in meiner Art bedroht fühle
Ägypten! Schon das Wort wie ein Lockruf. Weltwunder erwarten dich. Pyramiden. An ihren Wänden ein Flirren: Götterbilder, Tierbilder, Zeichen
Allerweltscremedose, Herrenwitzdarbietung, rotbeschuhte Fußnoten, Stadt-Rad-Alltag, Goldhelme, Heimat-Kennzeichen, gleichgeschlechtlich Liebende: Bodo Hell fragt sich vieles
Eine Krippe, ein Pferd, ein Hinweisschild: Drei Fotos liegen auf meinem Tisch, ich schiebe sie hin und her, ich frage mich: Welche Geschichten verstecken sich hinter der Anordnung von Dingen?
Das ist nur eine Frage von vielen. Eine weitere: Welche Gründe hat Frau K., sich derart zu exponieren? Oder: Versteht sie das als Teil einer Aufarbeitung? Versuche einer Erklärung
Ich falle höchstens dadurch auf, dass ich kein Smartphone habe. Ins Gespräch integriert werde ich dennoch, also in diese seltsam multimediale Mischung Mensch und Maschine
Farb-, geruch- und geschmacklos wollen wir es in Mitteleuropa haben, die Amerikaner schätzen den Chlorgeruch. Vier allgemeine Anmerkungen zum Wasser nebst einer Wasserverkostung
Ein Blick auf den Schreibtisch am Wochenende - und Fragen, die sich unter der Woche aufgestaut haben
Als ein Schriftsteller ist man an seinem Schreibplatz tagtäglich auf ein Hausarbeitsverbessern zurückgeworfen, Lehrer und Schüler in Personalunion
Warum muss ich immer daran erinnert werden, dass ich Jude bin? Warum schreiben auch (links-) liberale Medien vom "jüdischen Komponisten" oder vom "jüdischen Schriftsteller"?
Die Debatte um die Wehrpflicht zeigt sehr deutlich, dass über Geschlechterpolitik in Österreich nicht geredet werden kann
Ihm eilt der Ruf voraus, er sei der Verkünder kommenden Glücks: Gedanken zum Zufall
Dinge auf die Reihe kriegen: Das kann bald jemand. Ich gehöre lieber zu jenen, deren liebstes Möbelstück die lange Bank ist. Ein Lob der Prokrastination
Wie groß ist unsere Genugtuung, wenn einer, der es probiert hat, es doch nicht schafft? - Und aus der Sphäre der gelebten Träume auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wird
Es war Sonntagvormittag, Ende Dezember in Athen. Bis auf vereinzelte Taxis lag die Avenue verwaist
Fragen nach dem Wesentlichen, dem Essenziellen, entzweien nicht, im Gegenteil, sie schweißen uns zusammen
Wohin man schaut, wird über Denkmäler und Ortsnamen gestritten, über Helden und Verräter, Täter und Opfer. Über die schmerzlichen Erinnerungen in Ostmitteleuropa
Giftspritze oder Schlafmittel? Über den mysteriösen Tod des chilenischen Poeten Pablo Neruda
Vielleicht hängt das gefühlte Alter eines Staates, wie das eines Menschen, wenig vom tatsächlichen Alter ab
Frau Tajder, wie können Sie sich an den 2. WK erinnern, wenn Sie 1974 geboren wurden? Sie können sich in diese Zeit hinein phantasieren, aber erinnern??
Ansonsten habe Ihren Artikel sehr interessant gefunden, da mich dieses Thema ebenfalls an manchen Tagen beschäftigt.
"Wir wissen alle, wie gerne Österreich [Kroatien] diesen Teil seiner Geschichte vergisst."
Liebe Frau Ana Tajder: Bevor sie einen Partisanenroman aus Tito's Jugoslawien konzipieren, sollten sie einen Partisanenroman des Ustascha-Kroatien aufarbeiten.
Hiervon gibt es (soweit ich weiss) noch sehr wenig Literatur.
So eine schöne Frau. Und im eigenen Geistesvermögen auf der Suche nach dem Ich herumzustöbern ist zwar sinnlos, aber wohl unvermeidlich.Ein bißchen mehr Wärme und Selbstakzeptanz - dann könnte das Schöne lebendig werden und die vielen Fragen würden sich auflösen. Das aber ginge auf Kosten des (leicht) narzistischen Exibitionismus, der ja dem Ich durchaus auch als Belustigung dient.
Sie hadert mit ihrer Freiheit und geht davon aus, dass es viel angenehmer wäre unentrinnbar in Nation, Beruf, Stand, Ehe, Familie und Konvention gefangen zu sein.
Vielleicht tut Sie sich auch nur leid, weil man sie nicht bedauern kann. Opfer müsste man sein - dann hat man in unserer Gesellschaft den besten Status!
der inhalt stimmt auch, wie sie sagen. ich habe auch nach dem 2. absatz alles verstanden, sehr gut sogar. genossen habe ich den text allerdings nicht. platte vergleiche (kaugummi), eine für sie scheints überwältigende entdeckung, dass der mensch vielschichtig ist... und noch viel vielschichtiger, wenn man migrantenschicksal hat. fad.
Hier werden Kuriositäten beschrieben, die keine sind. Fragen gestellt, die man schon beanwortet hat. Ein paar Tatsachen angeführt, die, wie auch von der Autorin kritisiert, keinem Freude machen können, da sie ausschließlich zersetzend wirken.
Die Exegese des Textes lässt nur ephemeren Inhalt erkennen, man könnte glauben, es gebe keinen. Spricht aber für den beschriebenen Zustand unserer Welt.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.