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vergrößern 600x400Gustavo Dudamel vor dem Schloß Schönbrunn - und indirekt vor der Gloriette.
Wien - Decken, Klappstühle, Chips und Popcorn - die Besucher des 9. Sommernachtskonzertes der Wiener Philharmoniker am Donnerstag im Schlosspark Schönbrunn waren gut ausgerüstet. Viele hatten auch Schirme dabei. Doch die waren heuer unnötig - das Wetter hielt und brachte einen milden Sommerabend. Rund 100.000 Menschen versammelten sich laut Veranstalter vor dem Neptunbrunnen und auf der Gloriette-Wiese.
Unter dem Motto "Dances und Waves" führte Dirigent Gustavo Dudamel das Publikum durch Tänze aus der russischen, italienischen und deutschen Oper, darunter der Tanz der sieben Schleier aus Richard Strauss Oper "Salome" oder der Tanz der persischen Sklavinnen aus der Oper "Chowanschtschina" von Modest Mussorgsky. Einen aus der Werbung bekannten Ohrwurm lieferte zum Abschluss der Tanz der Stunden aus "La Gioconda" von Amilcare Ponchielli.
Wie der ORF am Freitag in einer Aussendung mitteilte, verfolgten durchschnittlich 440.000 Seherinnen und Seher das Musikereignis auf ORF 2 (Marktanteil: 19 Prozent), weitere 18.000 Zuschauer aus Österreich waren via 3sat zugeschaltet. Die Reichweite stellt die Höchste seit 2009 dar, und auch in absoluten Seherzahlen konnte man einen kleinen Zuwachs verzeichnen: So hatten im Vorjahr durchschnittlich 425.000 Menschen in ORF 2 das Klassikspektakel verfolgt. Die ORF-Bilder wurden wie in den vergangenen Jahren von mehr als 60 Fernsehstationen weltweit übernommen. "ORF-Kultur und ORF-Technik gestalteten das 'Sommernachtskonzert' zu einem visuellen Sommernachtstraum für ein weltweites Publikum", freute sich Generaldirektor Alexander Wrabetz.
Spanische Zugabe
Den Schwerpunkt 2012 bildete Claude Debussys "La Mer", der französische Komponist hätte heuer seinen 150. Geburtstag gefeiert. "Hoffentlich nimmt die Natur den dritten Teil, "Dialog von Wind und Meer" nicht zu ernst", scherzte der Vorstand der Wiener Philharmoniker, Clemens Hellsberg, im Vorfeld. Nass wurden jedoch nur die Tänzer der Vereinigung Wiener Staatsopernballett, die dieses Jahr erstmals auch auf einer Wasserbühne vor der Gloriette tanzten.
Obwohl die Gloriette-Wiese auch 2012 aus organisatorischen Gründen nicht beschallt werden konnte, ließen sich viele Grüppchen den prachtvollen Ausblick nicht nehmen. Kaum ein Fleck Rasen war noch frei. Der Eventcharakter des Sommernachtskonzerts machte sich schon bei der Anreise per U-Bahn bemerkbar. Nicht nur die Gloriette-Wiese, sondern auch der Platz zwischen dem Schloss und dem Neptunbrunnen war mehr als gut gefüllt, das Publikum wurde in einzelne Sektoren geteilt, die nach und nach abgeriegelt wurden. "Wir sind sehr zufrieden", so die Veranstalter.
Nach den letzten Klängen des Tanzes der Stunden wollte der 30-jährige Dudamel sich auf der Suche nach einem Bier schon von der Bühne verabschieden. Philharmoniker-Vorstand Hellsberg konnte ihn jedoch wieder einfangen: "Sie sind doch viel zu jung, um nach 22 Uhr noch Alkohol zu trinken." So kam das überraschend junge Publikum doch noch zur traditionellen Zugabe, dem Walzer "Wiener Blut" von Johann Strauss. Obwohl Dudamel und die Philharmoniker den Walzer so souverän absolvierten, dass Hellsberg gute Chancen für einen Staatsbürgerschaftsantrag des Venezolaners ortete, gab es für die spanischen Gäste dann doch noch eine Zugabe von Zarzuela-Komponist Jeronimo Gimenez. (APA, 8.6.2012)
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bei freiem Eintritt war einer seriösen Kritik wohl nicht wert, oder war sie gar nicht erwünscht ? Da hätte man nämlich schreiben müssen, dass die aneinander gereihten Akazi-Stückeln ( zugegebenermaßen schön gespielt ) wenig künstlerisch gestalteten Wert hatten, und das Dirigat von Herrn Dudamel schon gar nicht. Die so genannten "Senkrechtstarter" erweisen sich halt oft als Blindgänger - Hauptsache die Kassa, in diesem Fall die PR stimmt. Die Kunst bleibt auf der Strecke.
Mich stört nicht nur, dass der APA-Text schlampig ist, sondern dass er in Standard und Presse einfach Wort für Wort übernommen wurde. Wollte nach der Lektüre der "Konzrt-Kritik" die Meinung des anderen Blattes nachlesen - und fand dort denselben Text.
Schon seeeeehrt schwach :-(
Dass die Gloriette-Wiese (aufgrund behördlicher Anordnung) nicht beschallt wurde, wußten viele wohl erst, als das Konzert anfing und man nichts hörte.
Zumindest gab es nach Beginn große Gruppen, die nach unten gingen - aber da war's dann auch schon zu spät, weil die meisten Bereiche abgeriegelt waren.
naja, es wurde eigentlich im vorfeld in den medien besprochen, und in den letzen jahren war es ja auch nicht anders.
grundsätzlich ist es wesentlich relaxter einfach am tag davor der generalprobe beizuwohnen ... ist genau das gleiche, nur weniger menschen (heuer blöderweise ein paar tropfen, aber das kann ja auch umgekehrt sein ...)
ja, so stellt sich halt der philharmoniker den gemeinen schmäh vor
die musikstücke waren jedes für sich wunderschön interpretiert, die zusammenstellung aber zu lahmarschig für stehende zuschauer in den hinter den sessel-reihen.
die bilder auf der leinwand mit schönbrunn-logo zwischen den stücken langweilig.
das ballett hat auf den leinwänden besehen keinen sinn ergeben, wie auch dieses ultra-spontane zugabe getue nicht, das der stimmung in den stehreihen nach zu schließen, gar keine zustimmung wollte. das mexikanische schlußstück hat dann auch keinen mehr hinter dem ofen hervorgeholt...
eine verarsche des publikums, das erst in der masse die werbeeinnahmen vergoldet, so respektlos behandelt. das euro-konzert war einmal ganz ok.
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