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Kreativität als Motor

2. Juni 2012, 10:00

Kreativität als Motor Interview mit Kulturministerin Dr. Claudia Schmied über die Bekleidung als Ausdrucksform, Förderungen im Modebereich und den MQ Summer of Fashion

Was interessiert Sie an Mode?

Mode ist ein wichtiges Ausdrucksmittel des Menschen. Analog zu der Aussage, dass es keine Nicht-Kommunikation geben kann, wirkt unsere Bekleidung auch als Ausdrucksform. Die Gestaltung der eigenen Person nimmt einen großen Raum in der Gesellschaft ein, wir können die immanente Symbolik von Mode als kreatives und kommunikatives Potential nützen. Mode wird dann wirken, wenn sie zur Persönlichkeit passt, wenn sie authentisch ist.

Summer of Fashion im MQ - was sagen Sie dazu?

Mit dem Summer of Fashion realisiert das MQ ein richtungsweisendes Projekt, bei dem die zahlreichen Kunst- und Kulturinstitutionen im Museumsquartier erstmals ein vielfältiges Programm unter einem gemeinsamen Schwerpunkt präsentieren und damit zusätzlich zur individuellen eine starke kollektive Präsenz zeigen. Über die Sommermonate steht die Mode in all ihren Facetten und für alle Zielgruppen im Zentrum des MuseumsQuartier - damit setzt das MQ gemeinsam mit allen Veranstaltern ein sichtbares Zeichen für diese lebendige und interdisziplinäre Kunstrichtung.

Warum wird Mode vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur gefördert?

Sowohl die Förderung von Kunst und Kultur als auch die Wirtschaftsförderung sind Aufgaben der öffentlichen Hand. Mode ist beides, ein kreativer Akt und ein wirtschaftlicher Faktor. Als Bildungs- und Kulturministerin ist es mir ein großes Anliegen, Kreativität als Motor für Bildung, Innovation, Kultur und Wirtschaft zu fördern. Der Modebereich ist ein umfangreiches, von Theorie und medialen Strategien geprägtes System, das sich in der Komplexität durchaus mit anderen Kunstbereichen vergleichen kann. Mode stellt einen enormen Stellenwert im Alltag, in der Kunst und in den Medien dar. Dies gilt es zu würdigen.

Wie wird Mode gefördert?

Die Modeförderung erfolgt im Rahmen der Kunstförderung, konkret heißt das, dass Mode genauso wie etwa Bildende Kunst, Fotografie oder Theater gefördert wird. Ziel ist es, das kreative Potential der österreichischen Kunstproduktion auf hohem künstlerischem Niveau zu fördern. Dieser Ansatz gilt auch in der Mode.

Welche Schwerpunkte setzen Sie als Kulturministerin im Bereich Mode?

Junge österreichische DesignerInnen und Designer global zu positionieren und sie nachhaltig zu vernetzen ist mir ein großes Anliegen. Deshalb bieten wir Unterstützungsprogramme für Auftritte in Paris, Berlin oder New York, um nur einige zu nennen. Außerdem vergeben wir jährlich den Modepreis des BMUKK, dieser sieht ein einjähriges Arbeitsstipendium bei einem renommierten Modehaus im Ausland vor. Der Preisträger 2011, George Bezhanishvili, arbeitet derzeit bei Philip Lim in New York. Weitere Maßnahmen umfassen die Unterstützung von Vereinen, die im Bereich der Mode tätig sind sowie die Förderung bzw. Abwicklung von Sonderprojekten wie zuletzt einen Austausch von Modeschauen mit China oder die Unterstützung von temporären showrooms in New York oder Tokyo. In Kooperation mit der Stadt Wien haben wir "unit f- Büro für Mode" mit der Förderung von Modedesigner und -labels beauftragt. Im Rahmen der Nachwuchsförderung haben wir für alle Kunstbereiche insgesamt 90 sogenannte START-Stipendien eingerichtet, fünf davon sind der Mode gewidmet.

  • Artikelbild
    foto: thomas lehmann
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