Neuvorstellung: Volvo V40

  • Abschied vom "realen" Zeiger: Die Anzeigen sind alle digital. 
Zentrales Hauptinstrument. Der Rest ist sachliches Wohlfühlen à la 
Volvo.
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    Abschied vom "realen" Zeiger: Die Anzeigen sind alle digital. Zentrales Hauptinstrument. Der Rest ist sachliches Wohlfühlen à la Volvo.

  • Wie schon beim C30 ist beim V40 das Heck die Schokoladenseite. 
Interessantes Konzept übrigens: Fünftürer? Coupé? Kombi? Ein wenig von 
alledem. Die Fahrwerksauslegung tendiert in Richtung Komfort.
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    Wie schon beim C30 ist beim V40 das Heck die Schokoladenseite. Interessantes Konzept übrigens: Fünftürer? Coupé? Kombi? Ein wenig von alledem. Die Fahrwerksauslegung tendiert in Richtung Komfort.

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Neue Fahrzeuge wie die Mercedes-A-Klasse werden richtige Design-Statements. Das gilt auch für den Volvo V40. Weltpremiere: Fußgänger-Airbag!

Dass Volvo die Welt mit großen Innovationen überrascht, passiert alle heiligen Zeiten. Mit leider abnehmender Schlagzahl. Diesmal wieder ein echter Paukenschlag. Nein, nicht das Konzept und das außerordentlich geglückte Design sind gemeint, sondern: Fußgänger-Airbag. Erster der Welt. Punkt.

Das trifft den Kern. Die Kernkompetenz. Die heißt bei Volvo seit Jahrzehnten: Sicherheitstechnik. Was wäre die Welt ohne den Dreipunkt-Sicherheitsgurt, bis heute eine wesentliche Basis aller Insassensicherheitsmaßnahmen.

Nun also widmet Volvo sich den Nichtinsassen. Das müssen per amtliche Verordnung seit ein paar Jahren zwar alle Autobauer tun, deshalb werden die Fronten bei vielen Autos neuerdings so unförmig, und damit soll erreicht werden, dass im Unfall-Fall ein Fußgänger möglichst weich auf die Motorhaube fällt. Matratzen wären der nächste Schritt.

Scherz beiseite. Volvo geht hier noch einen wesentlichen Schritt weiter. Die nächste Gefahr lauert nämlich eine Etage höher: Um die gestrengen Crashvorschriften zu erfüllen, sind die A-Säulen extrem hart ausgelegt, dort dräut also schwerstes Verletzungsrisiko. Beim V40 ab sofort nicht mehr: Bei dem wird nämlich zunächst die Motorhaube angehoben, und zudem entfaltet sich ein Luftsack, der beim Aufprall das Unfallopfer genau vor diesen harten Stellen schützt. Ein echter Fortschritt, allseits zur Nachahmung empfohlen.


Vorbildlich: Im Unfall-Fall Auto vs. Fußgänger hebt sich die Motorhaube an, und vor den harten A-Säulen schützt ein eigener Luftsack.

Verpackt ist diese grandiose Sicherheitstechnik in den schönsten Volvo seit Jahren - und in ein spannendes Konzept. Ist das nun ein kompakter Fünftürer? Von der Länge (4,37 m) her gerade noch - von der gestreckten Form sicher nicht. Also Coupé? Negativ. Zu viele Türen. Zu praktisch. Kombi? Auch wieder nicht, zu wenig Platz im Kofferraum, 335 Liter sind wirklich nicht üppig, da hat sogar der 13 cm kürzere neue Audi A3 mit 365 l mehr zu bieten. Der V40 ist ein wenig von alledem, und so was punziert man heute mit dem berückenden Begriff Crossover.

Im Fahrbetrieb ist der V40 ganz auf Komfort ausgelegt, ohne dabei in flott gefahrenen Kurven dramatische Seitenneigung zuzulassen. Das passt wunderbar zum sachlich-nüchtern-noblen Interieur. Nur an die neue, komplett digitale Welt der Instrumente müssen wir uns noch gewöhnen. Und der Basis-Diesel mag zwar sparsam sein, hat aber eine eklatante Anfahrschwäche vulgo Turboloch.

Letztlich sind wir überrascht von diesem Auto. Toller Wurf. Der auch zeigt: Auf die Form kommt es an. Nicht nur beim Kicken. (Andreas Stockinger, AutoMobil, DER STANDARD, 8.6.2012)

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