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Alcatel-Chef Harald Himmer, der auch Bundesrat ist.

Oliver Schmerold.
Wien- Der ehemalige Tetron-Geschäftsführer und Ex-Alcatel-Vorstand Oliver Schmerold ist Mittwochnachmittag im Korruptions-U-Ausschuss zu den Schmiergeldvorwürfen gegen Alcatel, Motorola und die Telekom Austria im Zusammenhang mit der Neuvergabe des Behördenfunk-Projekts (Tetron) unter Ex-Innenminister Ernst Strasser (ÖVP) befragt worden. Aufhorchen ließ Schmerold mit der Aussage, dass der Vorschlag für einen Alcatel-Auftrag an den Lobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly bzw. dessen Gesellschaft MPA Ungarn direkt vom Alcatel-Chef Harald Himmer kam, der auch ÖVP-Bundesrat ist. "Aus dem Telefonbuch haben wir die Firma nicht gefunden".
Es sei dabei aber nicht um Provisionszahlungen, sondern um die Positionierung von Alcatel am ungarischen Markt gegangen, so Schmerold. Alcatel Österreich habe versucht, für mögliche Projekte in Ungarn bessere Informationen zu bekommen. Als Beispiel nannte er die Neupositionierung der Alcatel bei der ungarischen Güterbahn MAV Cargo. Er selber habe Mensdorff-Pouilly nie persönlich getroffen.
Eine Seite um 6.500 Euro
Wieso habe Mensdorff-Pouilly für acht Berichte an Alcatel zu Ungarn 720.000 Euro bekommen, wenn darin nur allgemeine Informationen über das Land enthalten seien, wollte der BZÖ-Abgeordnete Stefan Petzner wissen. "Eine Seite kostete 6.500 Euro", gab er zu bedenken. "Da gibt's höhere Seitenpreise in Österreich", konterte Schmerold. Immerhin habe die MPA für Alcatel z.B. Einladungen zu Präsentationen in Ungarn erreicht - das gehe wertmäßig weit über die Berichte hinaus, verteidigte er die umstrittene Beauftragung des Lobbyisten.
Laut Aussagen des Ex-Telekom-Managers Gernot Schieszler, der bei der Justiz quasi als Kronzeuge in Korruptionsaffären auftritt, soll Himmer bei der Telekom Austria wiederholt interveniert haben, wann denn die Telekom ihren ausständigen Anteil an der Zahlung an Mensdorff-Pouilly leiste, weil die Alcatel ihren Teil schon erledigt hätte. Demnach soll es um eine Provision im Zusammenhang mit der Neuvergabe des Behördenfunk-Projekts gegangen sein. Schmerold meinte dazu, dieser Verdacht sei ihm aus den Medien bekannt, er sei aber unbegründet. Er könne auch Parteienfinanzierung ausschließen.
2,6 Millionen Euro Provision
Verträge zwischen der Firma Valurex und des Alcatel-Partners beim Behördenfunk Motorola über Provisionen kenne er nicht, Valurex sei ihm bei seiner Tätigkeit als Behördenfunk-Projektmanager nicht untergekommen, beteuerte Schmerold. Über die Briefkastenfirma Valurex sollen 2,6 Millionen Euro von Motorola an Mensdorff-Pouilly geflossen sein - und zwar als Erfolgshonorar für die Lieferung von 20.000 Endgeräten für den Blaulichtfunk an das Ministerium. Mensdorff-Pouilly und die übrigen Beschuldigten dementieren jeglichen Korruptionsvorwurf.
Bei Tetron war Schmerold in der Anfangsphase (April 2004 bis Juli 2005) der von Alcatel entsandte Geschäftsführer. Schwachpunkt des Projekts sei gewesen, dass es - außer von Tirol - keine Verpflichtungen der Bundesländer gegeben habe, das digitale Behördenfunksystem zu übernehmen. So sei man "durch die Bundesländer getingelt" und habe die Vorzüge des Projekts präsentiert. Dabei sollte Tirol als Vorzeigebundesland gelten.
Jageinladungen
Über angebliche Jagdeinladungen durch die Tetron wisse er nichts, könne es aber auch nicht hundertprozentig ausschließen, sagte Schmerold: "Ich selbst habe keine angenommen oder ausgesprochen". Auch von den Gratis-Motorola-Handys an Vertreter des Bundesministeriums habe er nichts gewusst. Angesprochen auf die Beschäftigung des - gleichnamigen - Sohnes des früheren niederösterreichischen Vize-Landeshauptmanns Ernest Gabmann (ÖVP) bei Tetron sagte Schmerold, der Vertrag sei wohl über Motorola gelaufen.
Im U-Ausschuss wurde heute auch wieder thematisiert, dass als einer der Gründe, die vom Innenministerium bei der umstrittenen Aufkündigung des Vertrags mit Mastertalk im Jahr 2003 genannt wurden, ein fehlender Finanzierungsnachweis genannt wurde - obwohl im Mastertalk-Konsortium auch die Raiffeisen-Bank mit 25 Prozent vertreten war.(APA, 6.6.2012)
Eine Sache zu durchschauen und eine Sache ernstnehmen sind 2 verschiedene Dinge.
Und da kann Latourisieren eine der wenigen Möglichkeiten sein, den offenbar schwarzen Humor doch noch in Ernsthaftigkeit umzusetzen. Bis dahin ist Humor wohl der einzige Weg, doch noch zu lachen.
Oder können Sie es ändern? Was tun Sie (wir), um Karrieren a la Himmer zu verhindern? Anders wählen?
Machen Sie sich da nicht lächerlich?
Ich schreibe es schon öfters: Gegenüber vom Republik-Denkmal gehört ein weiteres Denkmal mit drei Köpfen mit Blickrichtung Parlament, damit die Herrschaften wissen, wo sie hinsteuern:
Robespierre, Danton, Marat.
wenn man den schaden, der bei den gesamten korruptionsfällen zusammenrechnet, kommt man auf mehrerer hunderte millionen. die normalerweise zu verhängende gefängnisstrafe für solche delikte sollte diesen unvorstellbaren summen entsprechend angepasst werden.
Alles in Ordnung, alle Forderungen berechtigt.
Beim ersten Auftrag war nur nicht klar, was denn da so geliefert werden sollte.
Die Anzahl Teilnehmer? Bitte, wer soll denn das wissen. Aber die Antwort ist doch einfach --> einfach alle. Wer alle sind alle? Alle, die ein Blaulicht verwenden. Reicht das nicht?
Zuerst nicht fähig sein, etwas genauere Projektspezifikationen erstellen, ist ja schon ein Hammer. Und wer war dafür verantwortlich? Aber dann auch noch locker 30 Mio € so locker übern Hocker springen zu lassen, ist auch nicht ohne. Und wieder, wer ist dafür verantwortlich?
Und dann wird unter Freunden ein neuer Auftrag vergeben. Funktioniert das System schon? Wichtiger sind geflossenene Provision, alles andere wurscht ..
diese unterbelichtetet figur himmer wollte mal bonzen quälen, hat sich´s aber anders überlegt und mit den bonzen mitgemacht.....einer aus der riege der üblen und korrupten partie, die unter schüssel großgeworden sind und ihre aufgabe vor allem darin sahen leute im dunstkreis der schwarzen packler zu begünstigen oder sich selbst die taschen zu füllen...es gilt wie immer die unschuldsvermutung, so wie bei allen ganoven, die hier den staat und die ehrlichen steuerzahlter geschröpft haben....
nicht auszuschliessen dass es sich um ein ungarn-referat von einem neffen, sohn oder dem sprössling eines nachbarn handelt... und der sollte ja auch seinen anteil und nicht nur ein eis bekommen.
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