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Halle - Die Europameisterschaft hat begonnen und es ist eine signifikante Zunahme an fußballbezogenen Meldungen aus dem Bereich Wissenschaft zu verzeichnen. Eine aus dem thematischen Schnittfeld Medizin und Zeitschichte kommt von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und dreht sich um die leicht verkürzte Lebenserwartung von Profifußballern. Die Studie ist in der Fachzeitschrift "Scandinavian Journal of Medicine & Science in Sports" erschienen.
Forscher der Uni Halle-Wittenberg um Oliver Kuß hatten Statistiken der Lebensläufe von Profifußballern ausgewertet. Das Sample umfasste beinahe alle 847 Nationalspieler, die von 1908 bis 2006 ein Länderspiel für den Deutschen Fußball-Bund absolviert hatten. Von 35 Sportlern konnte das Todesdatum nicht festgestellt werden, sodass schließlich 812 Nationalspieler in die Bewertung einbezogen wurden. Dabei verglichen die Forscher die Geburts- und Sterbedaten sowie das Datum des ersten und letzten Länderspiels. Die erhobenen Daten wurden dann mit den erwarteten Werten aus der Durchschnittsbevölkerung verglichen.
Unterschied verschwindet
Das Ergebnis: "Die Lebenserwartung der Nationalspieler lag um 1,9 Jahre unter dem erwarteten Wert der Bevölkerung", berichtet Kuss. Selbst 25 Jahre nach dem letzten Länderspiel lag noch eine um 0,7 Jahre reduzierte Lebenserwartung vor. Zudem ließ sich feststellen, dass je jünger der Nationalspieler sein erstes Länderspiel absolvierte, desto größer sein Verlust an Lebenserwartung war. Klingt nach einer schlechten Nachricht in Zeiten, da Nationalspieler immer jünger werden - doch kommt von den Forschern Entwarnung.
Gegen Ende des Beobachtungszeitraumes, also in den Jahren der jüngsten Vergangenheit, verflachte sich nämlich der Unterschied bei der Lebenserwartung von Nationalspielern und der Durchschnittsbevölkerung deutlich, sodass für die aktuellen Nationalspieler nicht mehr von einer reduzierten Lebenserwartung auszugehen ist.
Die geringere Lebenserwartung war vor allem in der ersten Hälfte des Betrachtungszeitraumes festzustellen. Ursachen könnten in der schlechteren medizinischen Versorgung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sowie im Tod von Nationalspielern im Zweiten Weltkrieg liegen. (red, derStandard.at, 9.6.2012)
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Es liegt wohl auch daran, dass viele Fußballer nach Ende ihrer Karriere in das berühmte "tiefe Loch" fielen und dann gesellschaftlich und gesundheitlich (mit viel Alkohol) tief abgesackt sind und ziemlich verarmt gestorben sind. Die haben oft wenig bis nichts verdient, waren aber sehr berühmt und hatten nach ihrer Karriere mit einem riesigen Bedeutungsverlust zu kämpfen.
Ein großer Teil kam aus wenig begüterten Schichten und landete wieder bzw. blieb dort. So wäre es sinnvoller, Vergleiche innerhalb des schichtspezifischen Umfelds anzustellen.
Z. B. bei den englischen Profifußballern gab es eine Unmenge solcher Beispiele.
http://de.wikipedia.org/wiki/Wund... r_von_Bern
Interessant wird's bei "Dopingverdacht und Hepatitis-Erkrankungen"
Allerdings war Doping noch nicht als solches definiert, verboten oder verpönt - die haben damals alle in einer naiven Technikgläubigkeit an "Wundermittel" geglaubt. Jedenfalls ging da eine Nadel im Kreis . . .
1956 hat bekanntlich John Wayne "Der Eroberer" im Atomwaffentestgebiet in Utah gedreht. Da haben sich praktisch alle Beteiligten den Krebs geholt . . . heute erscheint auch das völlig irrsinnig, Hollywoodstars in ein atomverseuchtes Gelände zu hetzen.
Sportlern hat man eben auch gerne "geholfen", ohne über mögliche Folgen überhaupt nachzudenken.
Es ist auch der Johnny v. Neumann an den Folgen der zu intensiv konsumierten Atombomben-Blitze gestorben.
Bikini war das franz. Testgebiet. Es käme heute auch niemand mehr auf die Idee ein chices Bekleidungsstueck Tschernobyl zu taufen. Aber man hatte damals ein anderes Verhältnis dazu.
Ursachen könnten in der schlechteren medizinischen Versorgung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sowie im Tod von Nationalspielern im Zweiten Weltkrieg - IM VERGLEICH ZUM REST DER BEVÖLKERUNG ? - liegen.
Ach klar, eh logisch. Hätte ich ja selbst draufkommen können.
Das klingt doch auch "im Vergleich zum Rest der Bevölkerung" nur logisch, da eine Fußballnationalmannschaft ausschließlich Männer im wehrfähigen Alter beinhaltet, d. h. genau die Gruppe, die im Kriegsfall dem höhstem Sterberisiko ausgesetzt ist.
ersten betraf der kriegsfall nur wenige jahrgänge der nationalmannschaften. zum zweiten hatten viele fußballnationalspieler im zweiten weltkrieg ziemliche privilegien und waren viel weniger an der front als ihre jahrgangskollegen.
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