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Die britische Regierung ist mit schweren Vorwürfen von Asylsuchenden aus Sri Lanka konfroniert. Wie der "Guardian" berichtet, wurden einige Tamilen in Sri Lanka gefoltert, nachdem ihr Asylgesuch in Großbritannien abgeleht worden war.
Die Zeitung beruft sich auf Aussagen eines Opfers, das nach dem negativen Asylbescheid und der Abschiebung 17 Tage lang gefoltert worden sei. Von seinen Peinigern wurde ihm vorgeworfen, er habe in Großbritannien Informationen über Menschenrechtsverletzungen in Sri Lanka an britische Beamte weitergegeben, um die diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu schädigen.
Der Mann namens Hari, der seinen richtigen Namen aus Angst vor weiterer Verfolgung nicht nennen will, war demnach im Juni 2011 aus Großbritannien abgeschoben worden. Er konnte nach eigenen Angaben seine Bewacher bestechen und ist über Russland erneut nach Großbritannien geflüchtet. Dort hat er ein zweites Mal um Asyl angesucht.
Lunch bei der Queen
Die Anschuldigungen kommen für Großbritannien zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Anlässlich des Thronjubiläums von Königin Elizabeth II. ist der sri-lankische Staatschef Mahinda Rajapaska derzeit gemeinsam mit Vertretern weiterer Commonwealth-Staaten zum Lunch bei der Queen eingeladen.
Trotz Warnungen einiger Menschenrechtsorganisationen sind Abschiebungen von Tamilen nach Sri Lanka gängige Präxis. Das britische Innenministerium beteuert, dass die Rückkehr in ihren Heimatstaat für Tamilen nach dem Ende des Bürgerkrieges nicht mehr gefährlich sei. Allerdings gibt es auch Ausnahmen: Ein Richter hat vergangene Woche die Abschiebung von 40 Tamilen nach Sri Lanka in letzter Minute gestoppt.
Die zuständige Behörde sagte gegenüber dem "Guardian", Abschiebungen nach Sri Lanka würden dann durchgeführt, wenn man davon überzeugt sei, dass die betreffende Person keinen internationalen Schutz brauchen. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte habe festgestellt, dass nicht alle asylsuchenden Tamilen Schutz brauchen würden. (red, derStandard.at, 6.6.2012)
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Das ist leider gängige Praxis, nicht nur in England.
Erinnert sei an den lustigen Schulausflug der FPÖ nach Tschetschenien, wo sich die Rechtspolitiker davon überzeugen konnten dass es dort vollkommen sicher ist und daher alle Tschetschenen ruhig zurückgeschickt werden können.
Beenden des Bürgerkrieges an den Lagern vorbeigefahren, in die ganze Tamilenfamilien gesperrt waren, Männer, Frauen, Kinder - alles Tamil Tigers?
Einfach auf freiem Gelände umzäunt. Kein Durchfahrtsrecht der Gegend für Journalisten.
Davor habe ich gegen Ende 2005 und Anfang 2006 erlebt, wie der Konflikt, der im Waffenstillstand war, seitens der Regierung wieder auflebte - es gibt einen guten Grund, warum Sri Lanka kein Mitgliedsstaat des Int. Strafgerichtshofes ist...
Da ich seit 2008 nicht mehr in Sri Lanka war, weiss ich nicht, wie es heute ist. Aber dieser Regierung traue ich in etwa alles zu.
Würde Sie etwa den Singh. Sri Lankesischen Präsidenten nicht zum Essen einladen, oder wenn das unmöglich ist, nicht die Hand schütteln, und wenn auch das unmöglich ist, nicht lächeln, würde das bereits viel aussagen und von den GB Medien sicher bemerkt werden...
Meines Wissens ist der Präsident von LK ein Kriegsverbrecher reinsten Wassers.
Was nicht heisst, dass die Tamil Tigers alle Lämmchen waren - aber es waren eben nicht alle Sri Lankan Tamils auch Tamil Tigers...
Naja, zwischen "keine Entscheidungen treffen dürfen" und "den Mund nicht aufmachen" ist ein weites Feld. Aber die königliche Familie ist wahrscheinlich wirklich für die Würscht.
Das "nur repräsentieren" gilt auch in Österreich für den Präsidenten. Trotzdem (wenn auch zu selten) meldet er sich gelegentlich zu Wort.
Aber natürlich ist in erster Linie, und durchaus nicht nur in dieser Hinsicht, die widerliche Politik der britischen Regierung zu verurteilen.
Ich will der Queen zu Gute halten, dass sie nicht alles weiss, was in LK in den letzten paar Jahren passiert ist.
Aber wenn sie wollte könnte sie sogar ohne Worte Missfallen bekunden - und so wie sie in den letzten Tagen unter Beobachtung stand, wäre es mit Sicherheit zur Kenntnis genommen worden.
Bereits ein "Nicht-Lächeln" beim Händeschütteln, wobei sie die sonstigen Gäste angelächelt hat, hätte wohl genügt, um für den einen oder anderen Artikel in den GB Zeitungen zu sorgen...
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