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Mehrere Medikamenten, die zusammen eingenommen werden, können dieselben Symptome vortäuschen wie Alzheimer.
Grado - "Dement" per Arzneimittel-Mix: Die speziell bei älteren Patienten mit Mehrfach-Erkrankungen und -Beschwerden häufig durch verschiedene Ärzte und Institutionen verursachte Multi- bzw. Übermedikation kann schwere Folgen haben. Das kann bis zur Diagnose einer vermeintlichen Alzheimer-Krankheit führen, weil gleich mehrere Medikamente die kognitiven Funktionen des Gehirns der Patienten negativ beeinflussen, stellte die Wiener Klinik-Pharmazeutin Martina Anditsch (SMZ-Ost) bei der österreichischen Ärztewoche in Grado (bis 9. Juni) dar.
Medikament-Mix stört Konzentration
Der "Fall": eine 78 Jahre alte Frau mit koronarer Herzkrankheit, zu hohem Cholesterinspiegel, Typ-2-Diabetes, Depressionen, Schlafstörungen und etwas eingeschränkter Nierenfunktion. Der bei Spitalseinweisung angegebene Befund bzw. die Entwicklung der Probleme: In den voran gegangenen drei Monaten sei die Patientin zunehmend vergesslich geworden, habe Konzentrationsstörungen, sei oft unruhig, schlafgestört und habe Angstzustände.
Die klinisch arbeitende Pharmazeutin, die sich seit Jahren auch mit dem Problem von Wechsel- und Nebenwirkungen von Medikamenten bzw. mit den Problemen der Multimedikation beschäftigt: "Sie glaubte, sie ist dement, hatte extreme Angst, meinte, der nächste Schritt sei das Pflegeheim. Das könne sie ihrem Mann nicht antun."
Allerdings, die Liste der Medikamente, welche die Frau täglich einnahm - mit der Zeit zunehmend mehr Arzneimittel zur Behebung der Schlafstörungen, Angstzuständen etc. - war ausgesprochen lang: 14 verschiedene Medikamente. Das Problem dabei: ein halbes Dutzend der Arzneimittel wirkten "anticholinerg", reduzierten also die Konzentration des aktivierenden Nervenbotenstoffs Acetylcholin im Gehirn.
Die Spezialistin: Hätte man die Frau in diesem Zustand auf das Vorliegen einer Gehirnleistungsstörung untersucht, wäre ein Demenz-Befund herausgekommen, wären wahrscheinlich auch noch Alzheimer-Medikamente verschrieben worden. Die Pharmazeutin: "Viele Anticholinergika können (zusammen, Anm.) dieselben Symptome vortäuschen wie Alzheimer." Übrigens: Die meistverwendeten Alzheimermedikamente sollen gerade die Konzentration von Acetylcholin im Gehirn erhöhen, also das Gegenteil bewirken.
Schon die bei der Frau vorliegende gleichzeitige Einnahme des trizyklischen Antidepressivums Amitryptilin, des Uralt-Antihistamins Diphenhydranmin (zur Behandlung der Schlafstörungen) und von Oxybutynin zur Beherrschung häufigen Harndrangs (ebenfalls ein anticholinergisch wirkendes Mittel) hätte ausgereicht, um die Patientin quasi-dement zu machen. Dazu kamen aber beispielsweise auch noch ein Opiat (Schmerzpflaster) und ein weiteres Antidepressium.
Teufelskreis durchbrechen
Was die Spezialisten am SMZ-Ost erreichten, so Martina Anditsch: "Durch Umstellung der Medikamente haben wir die Patientin soweit gebracht, dass wir den Teufelskreis, in dem sich die Patientin befand, durchbrochen haben." Sie erhielt auch eine Psychotherapie und hatte schließlich auch Selbstbewusstsein, weil sie wusste: "Das waren die Medikamente."
Die Frage ist, ob E-Medikation in solchen Fällen helfen könnte. Denn bei 14 Arzneimitteln würden bei elektronischer Prüfung auf Neben- und Wechselwirkungen auf jeden Fall alle "Lampen" rot aufleuchten. Wahrscheinlich wäre einfach mehr Nachdenken beim Verschreiben von Medikamenten insgesamt notwendig. (APA, 6.6.2012)
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medikamente einnehmen ist nicht die asusnahme sondern eher die regel.
ist ja ein gutes geschäft für alle beteiligten ausser dem jeweiligen patienten!
patienten über einem gewissen alter werden im krankenhaus sowieso ruhig gestellt, gibt ja sonst nicht genügend betreuungspersonal.
oft betreut eine nachtschwester 20 und mehr bettlärige menschen.
es lebe unser wunderbares gesundheitssystem!
Wie geil (eigentlich traurig) ist das
"Schon die bei der Frau vorliegende gleichzeitige Einnahme des trizyklischen Antidepressivums Amitryptilin, des Uralt-Antihistamins Diphenhydramin (zur Behandlung der Schlafstörungen)"
dazu wie im Text ersichtlich noch ein Antidepressivum (ich vermute eins für den Tag da Amitriptylin verdammt müde macht bzw. sediert). Vermutlich noch ein Neuroleptikum dazu usw. Bei der Kombination wird auch noch ein Antikonvulsivum dabei sein..
Sachen gibts...Demenz ist da wohl nicht das einzige Problem..Das Mittel gegen Schlafstörungen (Antihistaminikum) gibts ürbrigens rezeptfrei und hilft bei leichten Schlafstörungen und natürlich gegen Allergien. Schade das sich kein Angehöriger um eine Zweitmeinung bemüht hat.
Es lebt eine ganze Horde von Pflegediensten davon, dass solche uebermedikamentierte, aeltere Menschen immer unselbstaendiger werden, und daher wird peinlichst genau auf die Beibehaltung solcher uebler Medikamentenmixe (die sehr wohl bekannt sind) geachtet wird.
Bei Einholung einer Zweitmeinung durch Angehoerige wird offen gedroht und erpresst, "Koennen Pflege nicht weiter uebernehmen, falls Medikation nicht weiter so eingenommen wird", Hausarzt und Pflegedienste sind sich dann vollkommen einig!
Meiner leicht dementen Mutter wurde nach 2 monatiger "Behandlung"in einem Neurologischen KH 16!Medikament / Tag verschrieben!
In Zusammenarbeit mit unserem Hausarzt und einer Homöophatin reduzierten wir den Medikameneneinsatz auf 4-5 / Tag und ihr Zustand verbesserte sich wesentlich!
Ich würd aber jedem raten, die absetzung NUR mit einem dementsprechend motivierten Arzt zu machen, also weder alleine (urgefährlich), noch mit einem pharmazibessesenen Arzt (da bekommt man noch mehr).... Homöopathisvh geschulte ärzte sind da ein segen. Und ehrlich 5,15 euro pro rezept, da kann man sich locker den privat gezahlten homöopathen leisten.
Geh bitte, doch net wieder mit diesem Homöopathie-Schmarrn kommen. Werden Medikamente sinnlos verschrieben, dann sind sie sinnlos und auch keine Homöopathie notwendig.
Werden sie aus einem Grund verschrieben, dann kann auch die Homöopathie das nicht ersetzen.
Die dürfen Sie mit Ihren unsinnigen zuviel verschriebenen Pillenpackerln gleich mit auf den Müll deponieren, aber bitte nicht an mir Auslassen.
Die Chance, einen schulmedizinisch von sich und den Spenden der Pharmafirmen überzeugten Arzt zu finden, der auf das Zusatzeinkommen der "Feldstudienteilnahme" freiwillig verzichtet, und sich Zeit nimmt, mit dem Patienten die lange Latte der Pharmazuckerln durchzugehen (sehr aufwandsintensiv, diese Zeit zahlt die Krankenkasse nicht) ist definitiv geringer, als einen für Homoopathie oder TCM Zusatz geschulten Arzt zu finden, der sich auch traut, kritisch mit den von der Pharmaindustrie angebotenen Leistungen auseinanderzusetzen.
»Die Frage ist, ob E-Medikation in solchen Fällen helfen könnte. Denn bei 14 Arzneimitteln würden bei elektronischer Prüfung auf Neben- und Wechselwirkungen auf jeden Fall alle "Lampen" rot aufleuchten.«
Also eigentlich ein ELGA-Propaganda-Artikel...
seniorpatient so viele Wahlmöglichkeiten haben, wenn Sie grad bismzum nächsten Arzt finden/kommen, oder im Spital wahllos verschriebene Medikamente erhalten....
Sie gehen von sich als selbstbewusst im Erwerbsleben mit zwei gesunden Beinen stehender Mensch aus, nicht, so wie eben im Artikel erwähnt von verunsicherten, kranken, bedürftigen Senioren....
völlig richtig, nur ich fürchte viele tuns einfach nicht. sonst kämen solche fälle wie der im artikel geschilderte nicht vor. gut, man sollte auch bedenken, dass viele menschen ärzte shopping betreiben, was auch unsinn ist. da wäre elga ebenso hilfreich, denn dann weiss der eine arzt was ein anderer verschrieben hat
Bitte ned ausreden. Es gibt eben eine profitable verbindung zur pharma, finanzielle vorteile, die es leicht machen, ärzte zu beeinflussen. Nur wenige können sich leisten, sich dem zu entziehen. Sie können ja hier im forum lesen, was los ist, wenn homöopathische behandlungen besprochen werden.... Das hat einen grund. Warum sollte man lukrative geschäfte aufgeben?
des is nix neiches, auch der arzt will leben. es gibt gute und schlechte ärzte (inkompetent, abzocker). gegen die kombination behämmerter patient (zb homöopathie)-schlechter arzt hilft elga auch nicht, nur ich hätt nix dagegen, wenn mein arzt diagnosen, befunde und andere medikationen abrufen kann
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