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Noch sind es Schlagwörter, die durch die Medien geistern, doch der Ruf nach einer "Bankenunion" findet in Europa immer mehr Anhänger. Dabei geht es nach dem Wunsch der EU-Kommission zunächst darum, eine europaweite Aufsicht über Finanzinstitute mit Durchgriffsrechten zu schaffen. Das klingt zwar gut, dürfte in der Praxis aber wenig helfen, um Krisen zu verhindern.
Denn die Finanzmarktaufseher haben in der Krise immer erst dann eingegriffen, wenn es längst zu spät war. In Österreich wurden Fremdwährungskredite eingedämmt, als schon halb Osteuropa unter ihrer Last zu kollabieren drohte. Die strengeren Kapitalvorschriften für Europas Banken und Leerverkaufsverbote waren Reaktionen auf die um sich greifende Panik an den Märkten. Die Macht der Aufseher zu bündeln wird also nicht ausreichen.
Viel spannender ist die zweite Idee, die sich hinter dem Konzept Bankenunion verbirgt: eine gemeinsame Einlagensicherung der Geldhäuser. Wenn eine spanische Bank pleitegeht, soll also künftig ein deutsches oder österreichisches Institut mithaften. So ein Risikopool könnte nicht nur die Kosten für die Steuerzahler bei Bankenrettungen verringern. Der Anreiz zur Selbstregulierung würde in der Branche steigen. Weiß eine deutsche Bank, dass sie für ein spanisches Institut mithaftet, könnte sie Druck ausüben, um die Iberer von zu riskanten Geschäften abzuhalten. Es gibt kaum etwas Effektiveres als Regulierung ohne Zwang. (András Szigetvari, DER STANDARD, 6.6.2012)
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Ja Ja nur weiter träumen, ist eh schon wurscht denn der Karren ist abgefahren. Ich bin mir sicher da gibts nix mehr zum retten die ganzen Maßnahmen verschieben nur noch den Zeitpunkt des Zusammenbruches. Das einzig sinnvolle ist sich persönlich so gut es geht darauf vorzubereiten. Leute wacht auf und glaubt den Experten kein Wort mehr!
lol-ein träumer der wiedermal von selbstregulierung des marktes und der FI schwafelt.
lächerlich und um auf das genannte bspl. einzu gehen:
na sicher die span.banken wird sicher alle anderen anrufen wenns kredite vergeben und sich sicher FREIWillig in die bücher schauen lassen-GEH BITTE!
Wird in der praxis nicht funktioniren - Warum haben zb. Deutsche Banken nicht einfluß auf span.banken genommen, als sich die immobilienblase abzeichnete ????
Gewinnmaximierung steht im Vordergrund, das Risiko tragen die anderen. Die neue einlagensicherung wird die Risikobereitschaft noch steigern....
klingt recht verlockend in meinen freiheitsliebenden ohren; hat das auch schon in der vergangenheit irgendwann einmal funktioniert? eine lex imperfecta für die zockende haifischbande? wieder haften ohne einfluss? wie sieht das druck-ausüben denn konkret aus? du böse bank, das darfst du nicht, sonst bin ich böse? ist es nicht eine vorverlagerung, denn letztendlich "müssen" erst wieder die banken gerettet werden? irgendwie erinnert mich dieses geeiere an den versuch, sich waschen zu wollen, ohne dabei nass zu werden; meine oma hatte dafür einen spruch aus der küche: wenn du eine eierspeis machen willst, dann musst du zuerst ein paar eier zerschlagen.
Die Fähigkeit zu Selbstregulierung hätten die Banken schon seit langer Zeit gehabt, allein es ist nichts geschehen, im Gegenteil: Die Bankenpraxis lief genauso weiter wie bisher, siehe Goldman, Bankia, Dexia usw. Das liegt an einem eigentümlichen Phänomen, das man kapitalistische Konkurrenz nennt und das dazu führt, dass Kapitalien um ihren Anteil an der Akkumulation von Profiten streiten. Hier wird keine Rücksicht auf die Stabilität eines gesellschaftlichen Gesamtverhältnisses genommen, es zählt nur der individuelle Vorteil. Alle die das nicht kapieren und solche Lösungen wie hier vorschlagen, verlagern in Witklichkeit nur die Krise.
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