Fliegender Wechsel bei der Westbahn

5. Juni 2012, 17:39
  • Neuer Mister Westbahn: der bisherige Vertriebschef Erich Forster.
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    Neuer Mister Westbahn: der bisherige Vertriebschef Erich Forster.

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Vertriebschef Erich Forster folgt auf den abgesprungenen Vorstandschef Stefan Wehinger,er leitet die Geschäfte zunächst in Personalunion

Wien - Die Westbahn hat einen neuen Lokführer. Der 55-jährige Erich Forster, bisher Vertriebschef des ÖBB-Konkurrenten im schienengebundenen Personenverkehr, übernimmt die Geschäftsführung von Stefan Wehinger, der das Unternehmen mit sofortiger Wirkung verlässt.

Die Personalrochade hat das Unternehmen am frühen Dienstagmorgen in einer sechszeiligen Mitteilung bekanntgegeben. Grund für die im gegenseitigen Einvernehmen erfolgte Trennung seien "unterschiedliche Meinungen über die künftige strategische Positionierung der Westbahn", heißt es darin. Tags zuvor wollte man STANDARD-Informationen vom nahenden Absprung des Chefs noch nicht bestätigen.

Forster, der im April 2011 von der ÖBB kommend zur Westbahn gestoßen ist, leitet die Geschäfte und den Vertrieb zunächst in Personalunion. " In den nächsten Tagen und Wochen wird sich entscheiden, ob es einen Nachfolger für den Vertrieb geben wird", sagte ein Westbahn-Sprecher.

Der 46-jährige Vorarlberger Wehinger gelangte 2004 unter dem damaligen FPÖ-Vizekanzler und Verkehrsminister Hubert Gorbach an die Spitze der ÖBB Personenverkehrs AG. Kritiker warfen dem Vorarlberger Gorbach Postenschacher vor, Wehinger verfüge als vormaliger Vorstand der Montafonerbahn über zu wenig Kompetenz für den ÖBB-Job. Nach dem Ende der schwarz-blauen bzw. schwarz-orangen Koalition wurde Wehinger am 1. April 2008 bei der ÖBB außer Dienst gestellt, obwohl sein Vertrag erst im September desselben Jahres auslief.

Im Herbst 2008 gründete Wehinger mit Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner die Rail Holding AG und baute die Westbahn auf. Am 11. Dezember 2011 rollten dann die ersten Westbahnzüge zwischen Wien und Salzburg.

Die knapp 26 Prozent, die Wehinger an der Westbahn gehalten hat, wurden ihm dem Vernehmen nach um zehn Mio. Euro abgekauft. Sie sollen auf die Mitgesellschafter Haselsteiner, die französische SNCF (je 25,93 Prozent) und die Schweizer Augusta Holding (22,21 Prozent) aufgeteilt werden.

Auch eine Kapitalspritze steht im Raum. Die Westbahn ist eigenen Angaben zufolge bei den Passagierzahlen über Plan, beim Umsatz aber 20 Prozent darunter. (stro, DER STANDARD, 6.6.2012)

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3 Postings

Er wird es auch nicht leicht haben, die Westbahn in die Gewinnzone zu bringen. Die Konkurrenz der ÖBB ist einfach zu groß ....

Das Hauptproblem sind wohl eher die Fehler seines Vorgängers.

Wie machst z.B. aus 7 unfelxiblen Grossgarnituren 10 mittelgrosse Einheiten? Eisenbahntauschbörse??? Die WESTbahnzüge können zwischen Salzburg und Wien hin- und herfahren, Kapazitätsanpassungen sind derzeit nicht möglich. Das ist eigentlich das grösste Problem von WESTbahn.

Umbau eines Wagens/Zug in 1. Klasse kostet auch was, wird aber auch nötig sein.

Mistkübel einbauen.

Das mit dem Vertreibssystem hat er eh schon in die Wege geleitet, Fahrkarten kann man in Trafiken kaufen, bald wird man ohne Fahrkarte nicht mehr einsteigen dürfen, dann gibt's keine legalen blinden Passagiere mehr (Einnahmen steigen) und du kannst Begleitpersonal einsparen (Kosten sinken).

Ich dachte, so was machen nur staatsnahe Unternehmen

die ihre Kunden aktiv vertreiben wollen....

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