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Den schwarz-gelben Insekten kann ab sofort im Schönbrunner Bienenhaus bei der Arbeit zugeschaut werden.

Hinterglasbienen
Wien - Dass der Münchner Autor Waldemar Bonsels im Spätsommer 1912 das erste Buch über den Kinderliebling "Biene Maja" veröffentlichte und heuer somit das hundertjährige Jubiläum begangen wird, war laut der Schönbrunner Zoologin Simone Haderthauer mehr oder weniger Zufall. Allerdings ist die Aufmerksamkeit für das fleißige Insekt durchaus willkommen: Am Dienstag wurde im Wiener Tiergarten ein neuer Bienen-Erlebnisbereich eröffnet.
Das neue Zuhause für "Biene Maja" & Co liegt in der Nähe des Wolfsgeheges und wurde Montagmittag fertiggestellt. Besucher können in überdimensionalen begehbaren Waben das emsige Treiben dreier Stöcke aus nächster Nähe beobachten. "Mit diesem neuen Bienen-Erlebnisbereich möchten wir veranschaulichen, wie wichtig Bienen für das Bestäuben von Blüten sind. Ohne Bienen gäbe es kaum noch Früchte", erklärte Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Das bedeutet: Wer meint, ohne diese Spezies streicht man eben Marmelade statt Honig auf die Frühstückssemmel, irrt. Gerade Obstbäume sind auf die Bestäubung durch die Brummer angewiesen. Und: "Ohne Bienen sind die Sommerwiesen weniger bunt", erläuterte Haderthauer.
Das Projekt entstand in Kooperation mit dem Bioimker Ron Richter, der mit seinen "Streichelbienen" Kindergärten und Schulen besucht. Neben Infotafeln stehen für Groß und Klein mehrere praktische Möglichkeiten zur Verfügung, die nützlichen Lebewesen kennenzulernen. Wer möchte, kann etwa den "Bienentango" tanzen, mit dem sich die Arbeiterinnen gegenseitig den Weg zur nächsten Futterquelle mitteilen. Auf die jüngeren Besucher warten Schaukelbienen als Spielelemente.
"Ohne Bienen keine Früchte"
Warum sollte man sich für diese Spezies interessieren, wenn man kein großer Freund von Honig ist? "Ohne Bienen auch keine Früchte", schilderte Abteilungsleiterin Haderthauer im APA-Gespräch. "Honig kann man importieren - Bestäubung nicht", ergänzte Richter. "Voriges Jahr haben wir 30 bis 40 Prozent des Bestandes verloren" warnte der Experte. Verantwortlich für den Rückgang seien nicht nur Seuchen und Pestizide, sondern auch die Verarmung der Landschaften. Er plädiert dafür, unbedingt zu heimischen Bienenprodukten zu greifen.
Um die Aufmerksamkeit auf die Bedeutung der Spezies zu legen, setzt man nicht nur auf graue Theorie, sondern auch auf die Beobachtung des "Alltags". Jeder im rund 40.000 bis 80.000 Tiere umfassenden Volk hat seine ganz konkrete Aufgabe. Darüber hinaus trägt die Arbeit durchaus greifbare Früchte: Derzeit wird hier in Hietzing eifrig Lindenblütenhonig produziert und man kann dabei via Glasfenster und Guckloch hautnah zusehen. Der eiweißreiche gelbe Blütenstaub wird emsig via "Pollenhöschen" an den Hinterbeinen in den Stock gebracht, schilderte Schratter. Nächstes Jahr wird wird man diese süße Köstlichkeit dann direkt im Zoo erwerben können. Ebenso wie Cremehonig, dessen Geschmack die Expertin persönlich bevorzugt. (APA, 5.6.2012)
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"Er plädiert dafür, unbedingt zu heimischen Bienenprodukten zu greifen"
das heißt, unbedingt ganz genau lesen von wo der Honig stammt. Honig aus der EU heißt nicht, Honig aus Österreich.
Das gilt natürlich für sämtliche anderen Produkte auch.
Richtig, damit hilftst du auch dem Imker, mit seinen Bienen zu arbeiten, die ja nicht nur im Garten, sondern auch am Waldrand ihre Bestäubung leisten, wovon wiederum die dort lebenden Waldbewohner provitieren.
Es hat keinen Sinn, Nistkästen für den Waldkauz aufzuhängen, wenn ihm die Lebensgrundlage: Mäuse fehlt, die wiederum sich auch an den Früchten laben... Es ist ein vernetztes System, das übersieht man oft.
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