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Graz - Mit insgesamt 175 Millionen Euro werden die beiden steirischen K2-Kompetenzzentren "Virtual Vehicle" in Graz und "Materials Center Leoben" (MCL) auch die nächsten fünf Jahre weitergeführt. Nach der Evaluierung der ersten fünf Jahre kommen vonseiten des von Wirtschafts- und Infrastrukturministerium initiierten Forschungsförderprogramms COMET 130 Millionen Euro. Weitere 45 Millionen Euro stellen Auftragsforschung und EU-Projekte sicher. Das gaben die Leiter der Zentren, Jost Bernasch und Richard Schanner, bekannt.
Mithilfe modernster Modellierungs- und Simulationsmethoden will das "Virtual Vehicle" mit seinen 200 Mitarbeitern in Graz die Fahrzeugentwicklung zeitlich beschleunigen und wirtschaftlicher machen. Bis 2017 stehen dem Kompetenzzentrum 100 Millionen Euro zur Verfügung (70 Millionen Euro durch das COMET-Programm). 84 Industriepartner (u.a. Audi, BMW, Daimler und Zulieferer wie AVL) und 29 universitäre Partner arbeiten darin im Bereich der numerischen und experimentellen Simulation zusammen, um für die Zukunft leistbare, sichere und umweltfreundlichere Fahrzeuge zu entwickeln. U.a. zählen neue Antriebs- und Fahrzeugkomponenten für Hybrid- oder E-Fahrzeuge zu den Forschungsschwerpunkten.
Reduktion der Entwicklungszeit und -kosten
"Wir erzielen durch Simulation eine Reduktion der Entwicklungszeit und -kosten und können teure Prototypen vermeiden", so Hermann Steffan, wissenschaftlicher Leiter des "Virtual Vehicle". Erst vor kurzem sei eine reversible CO2-Klimaanlage mit Wärmepumpenfunktion zuerst für ein E-Fahrzeug simuliert, thermodynamisch optimiert und dann in einen Prototypen eingebaut worden. Letztlich seien Energieeinsparungen von rund 40 Prozent erreicht worden. Im Forschungsbereich "Sicherheit" arbeitet man an einem serienreifen virtuellen Crashtest-Dummy.
Innovative Werkstoffforschung
Rund 60 Millionen Euro stellt das COMET-Programm der innovativen Werkstoffforschung am Leobener MCL für die nächsten fünf Jahre zur Verfügung. Über weitere Förderschienen werden zusätzliche 15 Millionen Euro eingebracht, so der wirtschaftliche MCL-Geschäftsführer Richard Schanner. Schwerpunkt ist die Forschung im Bereich der Metalle, Keramik, Verbundwerkstoffe und Werkstoffe für Mikroelektronik. Das MCL mit seinen 130 Mitarbeitern kooperiert mit rund 100 Unternehmenspartnern.
K2-Zentren sind die Spitzenforschungszentren des seit 2007 laufenden österreichischen Förderprogramms COMET. Ziel ist es, die Kooperation zwischen Industrie und Wissenschaft zu verstärken, gemeinsame Forschungskompetenzen aufzubauen und deren Verwertung zu forcieren. (APA, 5.6.2012)
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