Analyst: Facebook bis 2020 weg vom Fenster

  • Beobachter gehen davon aus, dass Facebook bis 2020 verschwunden ist.
    foto: dapd

    Beobachter gehen davon aus, dass Facebook bis 2020 verschwunden ist.

Das soziale Netzwerk werde daran scheitern, das Anzeigengeschäft ins mobile Web zu hieven

Facebooks dahinschlitternder Aktienkurs ruft zunehmend Gedanken auf den Plan, was passiert wenn es das größte soziale Netzwerk einmal nicht mehr gibt. Medienkritiker Michael Wolff glaubt, dass ein Crash das halbe Web mitreißen könnte. Und laut Analyst Eric Jackson könnte das bis 2020 der Fall sein.

Yahoo-Schicksal

"In fünf bis acht Jahren werden sie wie Yahoo verschwinden", so Jackson gegenüber CNBC. Yahoo verdiene zwar noch immer Geld und beschäftige immer noch 13.000 Mitarbeiter. Der Unternehmenswert sei jedoch auf zehn Prozent des Werts von 2000 gesunken.

Probleme mit mobilem Web

Der Analyst geht davon aus, dass Facebook die zunehmende Nutzung des mobilen Webs das Genick brechen werde. Diesen Wechsel werde der Konzern nicht schaffen. Facebook können zwar App-Entwickler wie kürzlich erst Instagram übernehmen. Das ändere jedoch nichts daran, dass sich der Dienst im Kern um die Desktop-Website drehe.

Anzeigengeschäft

Facebook konnte das Anzeigen-Geschäft bislang nicht auf seine mobilen Apps umlegen. Auch für andere Unternehmen ist Werbung in Apps und auf mobilen Seiten problematischer als auf normalen Websites. Schon vor dem Börsengang des Unternehmens waren Beobachter skeptisch, wie Facebook bei dieser Entwicklung in Zukunft weiter wachsen will. Die Zukunft des Webs werde laut Jackson jedenfalls bei mobilen Diensten liegen. (red, derStandard.at, 5.6.2012)

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