Bundesheer will sich Drohnen zulegen

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Verteidigungsminister Darabos: "Unsere Drohnen sind auf jeden Fall keine Waffenträger"

Beim Bundesheer plant man künftig den Einsatz von Drohnen zu Aufklärungszwecken: Rund zwei Millionen Euro sollen in den Ankauf der unbemannten Fluggeräte investiert werden, sagte Verteidigungsminister Norbert Darabos am Montagnachmittag vor Journalisten in Eisenstadt. Verwendungsmöglichkeiten böten sich zum Schutz der Truppe bei Auslandseinsätzen sowie zur Aufklärung bei Lawinen- und anderen Naturkatastrophen. "Wenn es gewünscht wird", könnten Drohnen auch im Assistenzeinsatz an der Grenze tätig werden - "ohne, dass wir Menschenrechte verletzen, ohne dass wir die Privatsphäre von Menschen auskundschaften", so Darabos.

"Unsere Drohnen sind auf jeden Fall keine Waffenträger"

"Unsere Drohnen sind auf jeden Fall keine Waffenträger", erklärte der Minister: "Es wird keine Drohnen in Österreich geben, die ein ähnliches Potenzial haben wie Drohnen der US-Armee beispielsweise in Pakistan." Das sei "eine völlig andere Dimension". Jene Geräte, die beim Bundesheer zum Einsatz kommen sollen, wären mit Kameras ausgestattet und hätten die Aufgabe, von oben aufzuklären.

Wenn es gewünscht sei, werde man dem Innenministerium Know-how zur Verfügung stellen, was den Bereich illegaler Migration und die Kriminalitätsbekämpfung betreffe, so Darabos, der in Eisenstadt an einer Sitzung des SPÖ-Landesparteivorstandes teilnahm. An das Innenressort gehe die ganz klare Ansage: "Wenn wir benötigt werden, sind wir da."

Kein Problem

Im Assistenzeinsatz habe das Bundesheer mit einem Kamerasystem versehene Hubschrauber eingesetzt. "Drohnen wären aus meiner Sicht eine Kostenersparnis. Das sind eine Art Modellflugzeuge, die hier an der Grenze tätig wären", so Darabos. Wenn es um Aufklärungstätigkeit gehe, sehe er kein Problem. (APA, 05.06. 2012)

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