Stevia: Legales "Badewasser schlürfen"

4. Juni 2012, 19:38

Österreicher arbeitet an Bioproduktion, auch die Gesundheitsdiskussion ist aufgearbeitet

Wien - Bis zum verwichenen Dezember mussten die Produkte innerhalb der EU etwa beim Biogreißler noch als "Badezusatz" verkauft werden. Eingeweihte ergänzten dies mit: "Lass mich dein Badewasser schlürfen" - und kauften die Produkte der Steviapflanze als Süßmittel. Anfang Dezember wurden Stevia-Produkte schließlich für die EU zugelassen - und die Diskussion ging weiter. Vor allem um die Frage: Wie natürlich dieser aufwendig verarbeitete Süßstoff denn eigentlich sei.
Die Gewinnung der Pflanzeninhaltsstoffe funktioniere im Prinzip genauso wie bei der Herstellung von Kristallzucker, betonte nun am Montagvormittag Senad Novalin vom Institut für Lebensmitteltechnologie der Universität für Bodenkultur Wien: Extraktion, Entfernung unerwünschter Inhaltsstoffe und Kristallisation. Bei der Steviapflanze sei dies lediglich ein etwas aufwändigerer Prozess als bei Zucker. Und die Pflanze selbst produziere den Stoff ja letztlich auch auf biochemischer Art und Weise. 

20 bis 25fach süßer als Zucker

Ursprünglich kommt die Pflanze, deren Blätter rund 20 bis 25fach süßer sind als Zucker, aus Paraguay. Inzwischen befinden sich 80 bis 90 Prozent aller Stevia-Plantagen in China. Derzeit gebe es bereits einzelne Produzenten, die Steviablätter in Bioqualität anbieten, berichtet der österreichische Stevia-Pionier Franz Reisenberger. Was es aber bisher weltweit noch nicht gebe, sei ein Produktionsverfahren des Stevia-Extraktes, das den Biorichtlinien entspricht. Und an genau dem arbeitet Reisenberger derzeit.

Die Gesundheitsdiskussion im Zuge des EU-Zulassungsprozesses sieht Internist Rudolf Prager vom Krankenhaus Hietzing als aufgearbeitet an: Das Produkt sei nun "sehr, sehr gut untersucht". Auch Untersuchungen mit hundertfacher Dosierung hätten gezeigt, dass weder karzinogene noch genverändernde Wirkung besteht. Der Vorteil von Stevia: Der Süßstoff ist praktisch kalorienfrei, beeinflusst weder den Blutzucker noch den Insulinspiegel - und löst keine Karies aus. (frei; DER STANDARD, 5.6.2012)

Share if you care
Posting 1 bis 25 von 60
1 2
philippinisches Stevia ist recht geschmackneutral

so man es nicht sehr hoch dosiert. Wird nach einem von einer Universität in Bogota entwickeltem Verfahren extrahiert. Denk mir, na wenn die net wissen, wie man mit Drogen umgeht, wer dann? ;-)

bei traditioneller Anwendung dürfte der Eigengeschmack nicht bemerkbar sein...

in Peru ist eine der Hauptanwendungen das Kauen von Stevia zusammen mit Coca-Blättern um deren bitteren Geschmack etwas zu übertönen :)

Stevia wurde nur zugelassen weil Coca Cola es wollte

da geht auch der Widerstand der EU-Granden nieder.
Dahinter steht Cargill, die eine Superstevia entwickelt haben, ohne Beigeschmack.
In anderen Ländern ist das Stevia-Coke schon am Markt.

bis jetzt is mir in allen produkten wo das drin is

ein beigschmack aufgefallen

aber ich schätze mal es wird doch trotzdem gesünder als zucker sein, auch wenn zufällig mal ein konzern dahintersteht

Stevia hat schon einen Eigengeschmack, den hat Zuker aber auch, nur daran haben wir uns längst gewöhnt. De Stevia Geschmack hingegen müssen wir erst verinnerlichen.

ich will es ja mögen

es wär ja gesünder

aber der beigeschmack....irgendwie als wären ein paar tropfen schweiß mit im stevia-getränk *g*

Pur hat das Zeug einen Beigeschmack, finde ich.
Daher ersetze ich 20-50% des Zuckers. Das schmeckt mir.

Verwende Stevia seit 10 Jahren.

Kochen, Backen usw. Keine Probleme.

Es hängt bei den Extrakten viel vom Reinheitsgrad usw. ab, aber mit 10 Minuten Recherche sollte man wissen, wo man was kauft. Die Dosierung - so man denn keine Tabs nimmt - kann man sich auch problemlos beibringen. Bitter schmeckt's i.A. nur, wenn man zuviel nimmt.

Die Pflanze an sich ist aber auch schon ein guter Anfang. Wächst auf jedem Balkon.

Also mir schmeckt das Zeug nicht...

und ich konnte mich beim besten Willen nicht daran gewöhnen.

Bis zum verwichenen Dezember .....

schreibt jetzt schiller hier die artikel ??

"verwichen" finde ich ok.
vermisse aber "zum behufe"
wenn schon, denn schon

aber irgendwie

wie zucker schmeckts dann trotzdem nicht

so ein undefinierbarer beigeschmack...leider

Vom Konsum gewisser Badezusätze

ist jedoch dringend abzuraten: http://www.focus.de/panorama/... 60502.html

Danke für den Link!

OMG
Ganz klar, eindeutig unterzuckert.

Stevia-Blätter getrocknet oder frisch = BIO!

Kann man Stevia-Blätter schon kaufen?

seit jahren bei gärtnereien als einjährige

krautige pflanze um max 5 euro erhältlich.

Nicht als Nahrungsmittel, als solche sind sie "Novel Food" und nicht zugelassen. Man kann Steviapflanzen aber kaufen. Was man mit denen dann macht, ist jedem selbst überlassen.

Zur respektvollen Erinnerung: Hauptverantwortlich für die Zulassung von Aspartam

war kein anderer als OLD-Europe/New-Europe Donald Rumsfeld. Dies, obwohl bereits seit der Entdeckung 1964 der Nachweis erbracht wurde, das dieser Stoff Gehirntumore verursacht.

Bis September 1980 hat die Gesundheitsbehörde FDA den Zuckerersatz deswegen auch nicht zugelassen.

Donald Rumsfeld war seinerzeit Chef der Firma Searl Laboratories, Hersteller von Aspartam. Als er später im Regierungsteam von Präsident Ronald Reagan einberufen wurde und massgeblich an der Ernennung des neuen FDA Chefs beteiligt war, wurde Aspartam sofort von Arthur Hull Hayes gegen allen Widerstand genehmigt. Kein FDA Chef in den 16 Jahren vorher hatte Aspartam zugelassen und sie wussten auch warum.
'Aspartam & Co' bekämpfte Stevia, nicht die Zuckerindustrie…

Woher wissen Sie denn das?

Geschichte verfolgen

und es war in der ersten Amtszeit von Rumsfeld unter dem Bush-Vater, der vorher CIA-Boss war.

und das ist nicht die einzige pflanze die unter solchen umständen illegalisiert bzw. nicht legalisiert wird...

interessant auch, dass es aspartam und co

geschafft hat, das gerücht seit den 80iger jahren aufrecht zu erhalten, dass stevia cancerogen ist, obwohl es seit 30+ Jahren in japan und anderen Ländern primär verwendet wird und es dort keinerlei Inzidenzveränderungen gab.

vollkommen richtig - und die die Ratten betreut haben, sind bedroht, arbeitslos geworden, nur weil sie die Wahrheit sagten - den Ratten wurde der Tumor entfernt und später wurden sie untersucht - diese Doko habe ich gesehen -

es wird alles abgestritten - bei mir gibt es seitdem keinen Kaugummi oder zukerfreie Produkte

1980

als Aspartam zugelassen wurde, war Rumsfeld noch lang bei Searle (sp!) und ein gewisser Jimmy Carter Präsident.
Ist der Rest deines Psotings auch so glänzend recherchiert?

Posting 1 bis 25 von 60
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.