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Es ist ein Scheitern, auch auf politischer Ebene. Positiv daran ist immerhin, dass Claudia Schmied dieses Scheitern einsieht, dass sie es, wenn auch nur indirekt, eingesteht und daraus die Konsequenzen zieht: Die Zentralmatura, ein Renommierprojekt der Unterrichtsministerin, wird verschoben, muss verschoben werden. Die standardisierte Reifeprüfung wird doch nicht 2014 starten, sondern erst 2015.
Das gesamte Projekt war zu wenig gut vorbereitet - auf allen Ebenen. Das Anliegen war politisch schlecht kommuniziert, es wurde zu wenig erklärt, es wurde zu wenig Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit geleistet. Die Gegner wurden nicht an Bord geholt, sie wurden vor den Kopf gestoßen. Die Zentralmatura war auch in der Sache selbst schlecht vorbereitet, das hat sich an den Schulstandorten gezeigt. Lehrer, Schüler und Eltern waren verunsichert. Jetzt kann man zwar auch die Auffassungsgabe, die Flexibilität und die grundsätzliche Bereitschaft mancher Lehrer hinterfragen, aber wenn sie nicht wissen, was sie unterrichten sollen, wie sie die Schüler vorbereiten und wie sie abschließend die Arbeiten benoten sollen, dann ist da ganz grundsätzlich etwas in der Kommunikation schiefgelaufen.
Viele Einwände waren auch von der Boshaftigkeit jener geprägt, die ganz prinzipiell gegen die Zentralmatura sind, weil sie von Gleichmacherei sprechen. Letztendlich war aber davon auszugehen, dass auch jene Lehrkräfte an der Zentralmatura scheitern würden, die dem Projekt konstruktiv und aufgeschlossen gegenüberstanden. Das musste auch Claudia Schmied einsehen, die etliche Schulstandorte besucht und mit den Betroffenen ernüchternde Gespräche geführt hatte.
Sorglose Vorbereitung
Die Zeit war zu knapp, die Vorbereitung durch das Bifie, das Bundesinstitut für Bildungsforschung, offenbar zu sorglos. Das Chaos, das durch politischen Bestemm angerichtet worden wäre, wäre nicht zu rechtfertigen gewesen. Schlussendlich hätten das die Maturanten ausbaden müssen.
Für Schmied ist das bitter. Schmerzlich klingt auch das Triumphgeheul jener, die in der Vergangenheit massiv gegen das Vorhaben gearbeitet haben und nun dessen Verschiebung bejubeln. Ihnen ging es nicht um eine bessere Vorbereitung, sondern um die Sache an sich. Dass am selben Tag in ganz Österreich alle Maturanten mit identischen, zentral vorgegebenen Aufgabenstellungen konfrontiert würden, war ihnen ein Dorn im Auge. Sie fürchteten noch schlechtere Lernerfolge. Nicht für das Leben würde dann gelernt, sondern für einen standardisierten Test - unbrauchbares Wissen.
Die Skeptiker sind aber auch jene, die auf Änderungen generell allergisch reagieren. Mit einer vereinheitlichten Matura, die vom Wohlwollen der Beteiligten getragen wäre, könnte allerdings mehr Objektivität und Gerechtigkeit, eine bessere Vergleichbarkeit und auch eine bessere Vorbereitung in die Schulen Einzug halten. Profiteure wären Schüler wie Lehrer.
Ob Schmied selbst das als Unterrichtsministerin noch erleben wird, ist ungewiss. Sie ist angeschlagen. Die schlechte Vorbereitung und die ungeschickte Kommunikation liegen in ihrer politischen Verantwortung. Und wenn sie angesichts der Veränderungsphobie im Bildungssystem, des generell bildungsfeindlichen Klimas im Land und der ausschließlich ideo logisch ausgerichteten politischen Argumentationslinien resigniert, man könnte es ihr nicht verdenken. (Michael Völker, DER STANDARD, 5.6.2012)
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Klar, dass alles auf die Person Frank Stronachs zugespitzt ist. Wegen eines Herrn Lugar, einer Frau Schenk oder eines Herrn Markowitz würde man die Liste nicht wählen
...unter Berücksichtigung der Tatsache, dass es hierzulande keinen Numerus Clausus gibt, eine "Zentralmatura"?
Jeder weiss, dass die Schulen unterschiedliche Qualitätsstandards haben, sodass sich Firmen viel eher an der Schule, die absolviert wurde und dem persönlichen Gespräch orientieren als an dem Maturazeugnis. Und NIEMAND würde auf die Idee kommen, NUR das Maturazeugnis und nicht auch gleichzeitig jenes der 8.Klasse anzusehen.
Und für die Zulassung zum Studium ist das Maturazeugnis in Ö irrelevant. Wozu also die Zentralmatura???
Der Tag, an dem die Frau Schmied die Politik verlässt sollte zum landesweiten Feiertag erklärt werden. Gegen die war die Gehrer Liesl eine Top-Performerin...
Was mich unglaublich stört ist,daß da sofort von 'scheitern'die rede ist.was im leben läuft denn schon glatt.
Wenn das politische gegner sagen,die demagogisch unterwegs sind,kann ich das noch nachvollziehhen.
Was die zeitungen bezwecken,verstehe ich allerdings nicht.in großen dicken überschriften ist von scheitern,desaster,niederlage etc. die rede.der mensch lernt durch versuch u. irrtum,darum darf man den irrtum nicht schlecht machen.
Leider war die U - Ministerin immer wieder darauf bedacht sich durch kostspielige Werbung und politisch nicht durchdachte "Sager" ins Rampenlicht zu stellen. dem Zeitgeist entsprechend wollte sie auch als die Reformministerin schlechthin gelten.
Vielleicht wäre es sinnvoll gerade einen Posten der so sehr die Entwicklung eines Landes beeinflusst, wie es Bildung tut, nicht mit Personen zu besetzen, die sich selbst gerne in Medien sehen und hören.
Wo ist ein Töchterle für das Unterrichtsministerium?
was war von frau schmied auch anderes zu erwarten. in ihrem früheren brotberuf war sie einer dieser banker, die den steuerzahlern milliardenverluste bereitet haben. diese veranwortung konnte sie dank der protektion des linken meinungsestablishments entgehen: jeder andere minister, der abermilliarden verspekuliert hat, wäre längst medial zum rücktritt gezwungen worden. aufgrund ihrer ideologischen starrsinnigkeit - einheitsschule - wird sie (noch?) protegiert.
ABER eine Niederlage für die Neugestaltung des Bildungsweges!!!
Denn was bleibt,
lauter Mogelpackungen!
Was hat den das Kindlein vom Herrn Akademiker aus Liesing von der speziellen AHS-Unterstufe mehr, wenn 97% der Kinder in dieser Wohngegend allesamt die "höhere" Form besuchen ....
ist das keine Nievelierung ??????
Aber entscheidend ist doch welche Persönlichkeit am Ende des Bildungsweges herauskommt,
nicht Machtspielchen und
"Ettiketten"
(Zitiat eines Elternvertreters: "mein Kind wird nie in eine Schule gehen wo draußen Hauptschule draufsteht", weil der Herr Stadtbürgermeister ein nicht mehr benötigtes Hauptschulgebäude dem Gymnasium zur Benutzung angeboten hat)
Aber es ist gut so, wir bräuchten keine Zentralmatura, wir brauchen ...
der eltern standesdünkel unterstellt. wenn sie wirklich selber kinder haben, dann werden sie das gefühl ja kennen, ihren kindern die bestmögliche ausbildung zu ermöglichen. und die besten schulen in österreich sind eben gymnasien. und in diesen gymnasien sitzen ausländer, inländern, kinder reicherer eltern und ärmerer kunterbunt durcheinander. das wüssten sie, wenn sie eines kennen würden. jeder der lernt kann ins gymnasium kommen, nur lernen muss er dafür.
Ich kann Ihnen sagen,
alle meine Kinder, deren 4,
haben nach einer ganz gewöhnlichen Hauptschule
(das ist die Form mit "Leistungsgruppen", wovor sich viele durch "Flucht in die AHS Unterstufe drücken)
eine weiterführende Schule (ORG, HTL, BHS,) besucht,
und dort anstandslos, einige sogar mit *,
maturiert,
und sodann einen akademischen Abschluß erreicht
Auf dem Weg nach der Hauptschule und dann in der WU, TU, ... trafen sie wieder auf jene "begüterten" und "gehobenen Kinder" die
"für die Hauptschule zu gut" waren, ......
Aber so AUFGEBLASENE wie SIE,
brauchen halt diese "Sonderformen"
um sich "abzuheben" vom "Abschaum" ..........
nachgewiesenermassen standesdünkel hat sind sie. danke für das erhellende posting.
im übrigen gibt es gar nicht so viele begüterte und abgehobene kinder wie es plätze in den gymnasien gibt.
dass man mit der hauptschule leicht eine matura machen kann, weiss auch jeder ausserhalb der roten "bildungs"zirkel. sie sollten ihren ärger auf die konzentrieren, die mit ihrer anti-gymnasium kampagne so tun, als wären alle hs deppen!
dann lassen sie ihre Kinder doch mit ihren Freunden in die nächstgelegene HS gehen .....
und hetzen sie die doch nicht in irgend ein Gym.
Es gilt doch zu bedenken,
dass die GYM-Lehrer (L1) um 1/3 mehr kosten und da sollte man diese Aufwendungen für die Klassen 1-5 eifach auf das HS-Niveau drücken ....
und alle in die HS oder neudeutsch NMS schicken ....
und alle durch die Leistungsgruppen schleusen, nicht wieder abschaffen das System weil es die Lehrer "belastet" hat .....
Wenn Lehrer "nicht wissen, was sie unterrichten sollen, wie sie die Schüler vorbereiten und wie sie abschließend die Arbeiten benoten sollen", liegt das nicht bloß daran, dass "etwas in der Kommunikation schiefgelaufen" ist.
Bevor man etwas kommunizieren kann, müssen die Inhalte feststehen. Und das war leider - obwohl man es kaum glauben mag - bis zum Schluss nicht ausreichend der Fall. Es gibt graduelle Unterschiede zwischen den Fächern, aber generell wurde hier (BIFIE & Umfeld) - wie im Potemkinschen Dorf NMS - sehr viel Geld sehr ineffizient eingesetzt, allen Jubelinseraten in "heute" und "Österreich" (für die auch genug Geld da war) zum Trotz.
Wir brauchen ehrliche, echte Reformen.
Keine politischen Mogelpackungen.
müsste schon ein echter "wunderwuzzi" sein, um alles so gut zu kommunizieren und so aufzubereiten, dass denen kein einwand mehr einfällt...
das "kommunikationsproblem" nur bei der ministerin zu suchen ist mir zuuu einfach....
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