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Die Zahl der Passagiere am Wiener Flughafen steigt. Der Handel geht trotz erhöhter Umsatzmieten mit an Bord. Pro Quadratmeter sind bei Modefilialen Umsätze von bis zu 10.000 Euro drin.

Schon in Betrieb: Ex-Skylink am Wiener Flughafen.
Wien - Am Flughafen kann man so gut wie nichts falsch machen, sagt Peter Schnedlitz und spricht von besten Bedingungen für Händler. Kunden mit überdurchschnittlich hohem Haushaltseinkommen liefen ihnen von sich aus zu, um im Schnitt eine Stunde Wartezeit totzuschlagen. Auch wenn Duty-free hierzulande längst Geschichte sei, so werde das Airport-Shoppen immer noch damit verknüpft, ist sich der Experte an der Wirtschaftsuni sicher. Wer auf Flughäfen kauft, tue dies aus Langeweile oder als Vielflieger wegen seines schlechten Gewissens. Gerade das mache das Geschäft extrem interessant, ergänzt Stephan Mayer-Heinisch, Präsident des Handelsverbands.
Der Weg in die Lüfte führt auf dem Wiener Flughafen ab Dienstag über eine mächtige Einkaufsmeile. In den Morgenstunden startete der Betrieb des neuen Terminals Skylink, zu finden unter dem Namen Check In 3. Mit ihm verdoppeln sich die Handelsflächen auf 19.600 Quadratmeter. Wer dort abheben will, muss an 31 Shops und 19 Restaurants vorbei.
Der Vergabe der freien Flächen ging ein beinhartes Ringen voran, flankiert von politischen Intrigen. Als Sieger ging die deutsche Heinemann hervor, Spezialist für Airportgeschäfte mitsamt ihrer kleinteiligen Logistik. Auf 2000 zusätzlichen Quadratmetern breitet sich Heinemann aus, vor allem mit Delikatessen. Ihre nunmehr 210 Wiener Mitarbeiter bringen jährlich unter anderem 30 Millionen Mozartkugeln unter die Fluggäste.
Buhlen um Kunden
Kaufmann Rakesh Sardana baut die Zahl seiner Shops um neun auf knapp 30 aus. Neben seinem "Best of Austria" sperrt er bis Herbst vor allem Textilfilialen auf, etwa die französische Marke Chilli. Auch Kofferhändler Tumi ist mit dabei. Spar eröffnet eine Gourmet-Filiale. Airest ist mit Indochine Light vertreten, zudem buhlen die SkyWineLounge, DeCanto wie auch der Meinl-Foodcourt um Kunden.
Sie zahlen Spitzenmieten von bis zu hundert Euro pro Quadratmeter. In der Wiener Innenstadt sind vergleichbare Flächen um die Hälfte zu haben. Im Schnitt knapp 20 Prozent sollen auf Umsatzmieten entfallen. Zum Vergleich: Einkaufscenter fordern bei Textilketten maximal zwölf Prozent, bei Lebensmittelhändlern vier Prozent, erzählt Schnedlitz. Am Londoner Heathrow Airport seien Umsatzmieten von bis zu 40 Prozent üblich. Kosten für Lager fallen weg, allein die langen Öffnungszeiten verteuern das Personal kräftig.
2011 setzten die Wiener Flughafenhändler inklusive der Gastronomie rund 162 Millionen Euro um. Der auf den Flughafen entfallende Anteil lag bei knapp 32 Mio. Euro, rechnet der Airport vor. Der Flugpassagier gilt aufgrund seiner knappen Zeit als preisunsensibel. Selbst kleinste Flächen sorgen daher für hohe Leistung. 10.000 Euro pro Quadratmeter sind bei Modeshops durchaus drinnen. Marktüblich sind 3000 bis 6000 Euro.
Rüde Methoden
Zurück zu Sardana: Bei der Behandlung ihres zweitgrößten Einmieters waren die Exchefs der Flughafen Wien AG nicht immer zimperlich - das wurde im Zuge der Affären rund um den Lobbyisten Peter Hochegger 2011 offenbar. Seine Agentur erarbeitete im Auftrag des Flughafens eine Kampagne gegen den indischstämmigen Händler. 2003 wurde er Ziel einer "verdeckten Kampagne in den Medien, die ... ihn an den Rand des wirtschaftlichen Ruins geführt hat", so Hochegger im Juli 2011. Der "Masterplan", so schilderte er in einem Entschuldigungsschreiben an Sardana, sei auf Basis von Informationen der Vorstände von ihm entwickelt worden, sie hätten ihm Sardana "als einen Menschen dargestellt, der dem Image des Wiener Flughafens durch seine wirtschaftliche Schieflage ... schade". Im Lauf der Zeit dürften dem Lobbyisten durch eigene Recherchen Skrupel gekommen sein- er habe dem Vorstand einen Generalvergleich mit Sardana empfohlen, zu dem es dann kam. (Verena Kainrath/Renate Graber, DER STANDARD, 5.6.2012)
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Ein unzufriedener Passagier im Check-in 3 :)
http://youtu.be/QfVI_DkCkfU?t=7m27s
...in Check-In unbennant, steht so im eigentlich Artikel zur Eröffnung:
Mit der Inbetriebnahme der Erweiterung gelten auf dem Flughafen Wien neue Bezeichnungen in der Beschilderung. Terminal 1 ist nunmehr "Check-in 1" (Schalter 150-199), Terminal 1A heißt "Check-in 1A" (Schalter 111-132), Terminal 2 ist zum "Check-in 2" (Schalter 201-299) geworden und "Skylink" zum "Check-in 3" (Schalter 301-399)
"Mit Inbetriebnahme kommen alle Reisenden in der neuen Ankunftshalle im neuen Terminal am Airport an und erhalten hier ihr Gepäck. Auch Reisende, die am Pier Ost, Pier West oder auf einer offenen Flugzeugposition ankommen, werden in die neue, zentrale Ankunftshalle geleitet. Neben der Gepäckausgabehalle finden sich hier zahlreiche Shops und Gastronomiebetriebe wie etwa ein Spar Gourmet, die auch für nichtreisende Gäste zur Verfügung stehen. Weiters gibt es von der Ankunftshalle direkte Zugänge zum City Airport Train (CAT), zur Schnellbahn, zum Parkhaus 4, zum Kurzparkplatz K3 und zum Busbahnhof."
http://www.viennaairport.com/jart/prj3... 394&rel=de
daß man auf die Überschrift "Check In 3 auf Flughafen Wien eröffnet" klickt und dann zu einem Artikel kommt, in dem es ausschließlich, aber wirklich ausschließlich um Shopping und Umsätze geht. Kein Wort vom eigentlichen Zweck eines Terminals, dem Flugbetrieb. Kein Hinweis darauf, welche Flüge von dort starten, kein Bericht über die Benutzer(un)freundlichkeit, Länge der Gehwege etc.
fliege die ganze zeit und hätte mir echt gewünscht hier tewas wertvolle information zu bekommen.
jetzt weiss ich alles, was mich nie interessiert hat.
nur nich wo ich für meinen nächsten flug einchecken muss!
danke an den standard!
Stimme ich Ihnen zu, das ist schon etwas enttäuschend vom Standard, der ja sogar eine Ansichtssache vom Flashmob vor der chinesischen Botschaft bringt - aber ich denke, da kommt noch was nach: Ursprünglich gings in dem Artikel ja auch nur um die Geschäfte.
Na jössas Maria, da werden heute über 30.000 Fluggäste unterwegs sein und dann gibts für die 30, 40 Geschäfte! Echt furchtbar!
Alles bis auf einen Interspar zusperren, dann kann sich jeder Passagier vorm Abfliegen sein Wurschtsemmerl und ein Packl Mannerschnitten kaufen und gut is! Mehr braucht niemand!
Was nutzen all die tollen Verkaufsflächen, wenn aufgrund unserer Greissler-Mentalität alle Läden ausserhalb der "normalen" Geschäftszeiten geschlossen sind? In der Nacht gleicht der Flughafen einer Geisterstadt, nach der Passkontrolle gibt es nicht einmal ein offenes Lokal. Tiefste Provinz.
Da nützt auch der noch so überteuerte Prachtbau nichts, der eigentliche Umbau/Neubau müsste in den Köpfen stattfinden.
Da haben sie zu 100% recht, ich bin schon oft mit der Morgenmaschine aus Innsbruck in Wien angekommen und hatte keine Chance während der Wartezeit auf den Anschlussflug ein ordentliches Frühstück zu bekommen. Das einzige was offen ist, sind irgendwelche Bars bei denen die Sandwiches nach Plastik schmecken.
ja vielleicht einen seidenstring fürs häschen, weil ihn seine frau zum schalter gebracht hat - weshalb solt er schlechtes gewissen haben. der normalbürger der sich freut wenn er oneway 19,50 fürn fahrschein brennt kauft sich die milka um 3,50. klar gibts immer jemanden der umsatz macht, wer auch imer - aber die angesprochene klientel glabue ich eher nicht.
Ich habe eine Zeit lang am Flughafen gearbeitet und hatte dadurch logischerweise Zutritt zu den Shops auch ohne wegfliegen zu müssen. Zum Teil fragt man sich wirklich, was (und ob) sich Passagiere denken, wenn sie kurz mal schnell vor dem Abflug eine Jacke um sage und schreibe 26.000,- (Zilli) oder ein Hemd um 600,- (Hermés) kaufen. Für mich wirklich nicht nachvollziehbar, dass solche Einkäufe noch schnell und unter Zeitdruck gemacht werden, wobei die Auswahl ja auch nicht gerade berauschend ist.
Das waren wirklich Euro, die Jacke sah aber auch wirklich gut aus und fühlte sich auch super an, nur dass mir die Verkäuferin alle möglichen Tiere aufzählen kann, die darin verarbeitet sind und (von ihr nicht erwähnt) beim Zoll am Zielflughafen beanstandet werden könnten, sollte doch zum Nachdenken anregen, zumal Menschen die sich solche Jacken leisten können in der Regel nicht dumm sind. Wäre trotzdem interessant wie viel Kleidung in dieser Preisklasse am Flughafen verkauft werden.
Ich habe den Shopbereich am Wiener Flughafen, genauso wie jener in München und Frankfurt nie sonderlich interessant gefunden, habe dort auch eigentlich nie was interessantes gefunden. Ander hingegen in LAX oder BOS dort muss ich mich jedesmal zusammenreißen, die Nike Stores sind unglaublich und dort kostet der 20er Pack von Nike Sportsocken gleich viel wie bei uns ein 6er Pack. Was für Lebensmittel jemand vor einem Flug kaufen soll kapiere ich nicht, verderbliches oder weiches kann er nicht kaufen und was dann noch übrigbleibt weiß ich nicht.
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