Epamedia tief in den roten Zahlen: 90 Millionen Euro Verlust 2011

Eigentümer Raiffeisen musste in zwei Jahren 100 Millionen Euro Kapital zuschießen

Wien - Die Raiffeisen-Tochter Epamedia (EPA Media) ist im Vorjahr weiter in die Verlustzone gerutscht. 2011 schrieb die Außenwerbegesellschaft 90,2 Millionen Euro Verlust im Jahresabschluss, im Konzern lag das Minus bei 46,9 Millionen Euro. Die Raiffeisen-Holding musste binnen zwei Jahren 100 Millionen Euro Kapital zuschießen, berichtet das "WirtschaftsBlatt".

Die Epamedia gehört zu 100 Prozent der Medicur, an der die Raiffeisen Holding wiederum zu 50 Prozent beteiligt ist. Den Rest hält Raiffeisen über die Uniqa-Versicherung und die Raiffeisen-Invest. Als Geschäftsführer fungieren Ex-ORF-Generaldirektorin Monika Lindner und Wolfgang Wagner.

Verantwortlich für die Ausweitung der Verluste waren laut Zeitung in erster Linie Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 43,3 Millionen Euro, die im Jahresabschluss schlagend werden. Der Konzernumsatz sank von 106,5 auf 97,8 Millionen Euro.

Die Sprecherin der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien, Michaela Stefan, betonte, dass das operative Ergebnis minus 10 Millionen Euro betrage. Die übrigen 80 Millionen seien auf Abschreibungen und Einmaleffekte, vorwiegend in Ungarn, zurückzuführen.

"Die Epamedia ist wirtschaftlich nicht in Gefahr", wird Epamedia-Geschäftsführerin Lindner vom "WirtschaftsBlatt" zitiert.

Der Eigentümer ist wie berichtet seit Monaten auf Käufersuche. Bis September/Oktober soll die vorwiegend in Osteuropa tätige Außenwerbegesellschaft verkauft werden, hatte es im Frühjahr geheißen. (APA, 4.6.2012)

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