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Zahlreiche Fachhochschulen in Österreich reagieren auf den Trend zum lebenslangen Lernen und bieten Masterstudiengänge an, die auch neben einem Vollzeitberuf zu bewältigen sind. An den Universitäten werden indes oft nur Universitätslehrgänge berufsbegleitend angeboten - die meist mit hohen Kosten verbunden sind. Für Studierende, die einen Master neben einem Vollzeitjob absolvieren wollen, wird das Regelstudium zur Bewährungsprobe: Sie müssen meist sehr flexibel sein, Unterstützung vom Arbeitgeber erhalten und dürfen ihre Freizeit nicht zu wichtig nehmen.
Zwar versuchen die Universitäten, auf die Bedürfnisse von berufstätigen Studenten einzugehen, doch die Durchführung gestaltet sich unter den strukturellen Bedingungen nicht immer leicht. "Die Bereitschaft und das Interesse, mehr für berufstätige Studenten zu tun, wäre da. Nur müsste der Gesetzgeber die Rahmenbedingungen schaffen", betont Martin Polaschek, Vizerektor für Lehre an der Karl-Franzens-Universität Graz.
Er weist darauf hin, dass ein enormer Unterschied zu den Fachhochschulen bestehe: "Dort gibt es Zugangsbeschränkungen. Die FHs nehmen für berufsbegleitende Masterstudien nur Berufstätige auf, und da auch nur eine bestimmte Anzahl. An der Uni haben wir nicht die Planungsmöglichkeit." Egal ob berufstätig oder nicht - die Uni könne niemanden von einem Studiengang ausschließen. Deshalb sei es nicht möglich, berufsbegleitende Masterstudien in einer so strukturierten Form wie an den FHs anzubieten.
Alle Zielgruppen
Die Unis seien aber sehr wohl daran interessiert, dass nicht nur die Zielgruppe der 18- bis 19-Jährigen zu studieren beginnt, sondern Personen in jeder Lebenssituation. "Es ist uns auch bewusst, dass dann das klassische Studierverhalten Montag bis Freitag von neun bis 16 Uhr nicht mehr möglich ist", erläutert Polaschek. Derzeit wird an der Uni Graz gerade erhoben, woran es liegt, dass gerade berufstätige Studierende ihr Studium nicht abschließen. "Wir schauen uns an, ob es strukturelle Probleme gibt", erklärt der Vizerektor.
Auch Christa Schnabl, Vizerektorin der Uni Wien, betont, dass "die Rahmenbedingungen der Universität im Regelstudium nicht mit jenen der Fachhochschulen vergleichbar sind. Stichwort: begrenzte Studierendenzahlen bei den FHs."
Trotzdem versuchen sowohl die Uni Wien als auch die Uni Graz im Rahmen ihrer Möglichkeiten die unterschiedlichen Lebenssituationen der Studierenden zu berücksichtigen. Gerade in Studienrichtungen, wo deutlich mehr Berufstätige studieren - wie BWL oder Jus -, finden Lehrveranstaltungen eher an Randzeiten und geblockt am Wochenende statt.
"Mogelpackungen"
"Nur Vorlesungen an den Rand zu deponieren ist zu wenig", meint Daniela Genser, Leiterin der universitären Weiterbildung an der Uni Innsbruck. Um einen Master berufsbegleitend zu gestalten, müsste man die Laufzeit auf vier Jahre verlängern, sonst sei er nicht schaffbar. "Im Moment werden Mogelpackungen gemacht." Es müsste mehr auf gute Lehr- und Lernmaterialien gesetzt und von der permanenten Anwesenheitspflicht weggegangen werden, erklärt Genser, aber "dieses Segment professionell zu bedienen ist derzeit finanziell nicht möglich".
Auch die Uni Salzburg sieht die Umstellung des Studienplans nicht als die richtige Lösung, um Beruf und Studium besser zu vereinbaren. "Man muss auch auf die Bedürfnisse der Studenten eingehen, die ein Regelstudium nicht berufsbegleitend machen wollen", erklärt der Salzburger Vizerektor für Lehre Erich Müller. Viele Studierende seien am Wochenende oder am Abend nebenberuflich tätig. Mit Lehrveranstaltungen nach 17 Uhr habe man in Salzburg deshalb die größten Schwierigkeiten. Für Müller ist berufsbegleitendes Studieren in einem ordentlichen Studium nur möglich, "wenn man es parallel anbietet", also das Regelstudium und gleichzeitig das gleiche Studium in einer berufsbegleitenden Form. Dazu würden aber die Ressourcen fehlen; nicht nur finanziell, sondern auch personell. "In der aktuellen Situation der Universitäten ist das nicht zu diskutieren", erklärt Müller.
Doch um alle Masterstudiengänge zu verdoppeln, sei auch der Bedarf gar nicht vorhanden. Eine Lösung für den Vizerektor der Uni Salzburg wäre, "die berufsbegleitenden Studiengänge österreichweit zu koordinieren".
Doppelter Studiengang
An der Johannes-Kepler-Universität (JKU) Linz ist der doppelte Studiengang schon Realität: Zum Regelstudium Rechtswissenschaft wird in Linz das Multimedia-Diplomstudium der Rechtswissenschaften angeboten, berufsbegleitend mit E-Learning-Unterstützung. "Die JKU ist bemüht, die Möglichkeiten, auch berufsbegleitend einen Master zu machen, sukzessive auszubauen", sagt der Vizerektor für Lehre Herbert Kalb. Das Masterstudium Wirtschaft und Recht für Techniker ist dabei Vorreiter: Lehrveranstaltungen werden verstärkt in den Abendstunden oder geblockt am Wochenende angeboten.
"Jede Uni sollte sich bemühen, insbesondere im Master berufsbegleitend unterstützend zu sein", betont Kalb. (Stefanie Ruep, DER STANDARD, 2./3.6.2012)
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Aber es war zeitweise ziemlich extrem. Hat ca. drei Jahre gedauert, aber vom Batchelor weg, und manchmal bis 4 in der Früh an einer Arbeit geschreiben und nächsten Tag um 9 gleich wieder in die Arbeit. Alles in allem hat es aber Spass gemacht.
Wenn man noch eine Familie hat (habe ich nicht), wirds wohl sehr eng. Besser wäre, man schaut das man nur 80% arbeitet (ein Tag weniger).
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