Gemeinsame Obsorge: Justizministerium feilt an Entwurf

Lösung wird bis Herbst angestrebt

Wien - Das Justizministerium feilt derzeit an einem Entwurf für eine Neuregelung der gemeinsamen Obsorge. Eine Lösung soll es spätestens im Herbst geben, bekräftigte ein Sprecher von Justizministerin Beatrix Karl (V) am Montag gegenüber der APA. Karl hatte zuletzt klargemacht, dass es der ÖVP nicht um eine "Automatik" der gemeinsamen Obsorge nach Scheidung gehe, sondern um die Möglichkeit für Richter, diese überhaupt zu verhängen.

SPÖ und ÖVP suchen in Sachen Obsorge schon lange eine Lösung. Im Herbst soll nach den Plänen der Regierung nicht nur eine Neuregelung der Obsorge stehen, sondern ein ganzes Familienrechtspaket inklusive Änderungen bei Besuchsrecht und Namensrecht.

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (S) wartet nun auf den Entwurf, hieß es seitens einer Sprecherin. Man wolle sich dann ansehen, ob die "Automatik" bei der gemeinsamen Obsorge, wie von Karl angedeutet, wirklich weg sei. Heinisch-Hosek hatte sich stets gegen eine "Automatik" ausgesprochen.(APA, 4.6.2012)

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Automatik

am besten ist gemeinsame Obsorge nach der Scheidung genauso wie davor. Bei Problemen muss halt dann die RichterIn entscheiden.

Männer , die rot-grün wählen sind ...

...wie radfahrer, die die autofahrerpartei wählen.

Grundsätzlich ist es natürlich das allerbeste wenn Vater und Mutter gemeinsam für das Kind sorgen.
In der Praxis sieht es heute doch vielfach so aus, daß die Mutter sich zwischen Kindererziehung und Beruf abstrampelt und der Vater NICHT da ist. Wenn es dann um Schulbesuch etc. geht, will er dann plötzlich mitentscheiden ? Für Väter die den Namen auch verdienen finde ich es völlig legitim.

in der Praxis ist Frage: Wer tifft die Entscheidungen und was wird vom Staat erzwungen?

Es gibt Väter, die sich um ihre Kinder nicht kümmern und es gibt Mütter, die sich um ihre Kinder nicht kümmern. Aber Tatsache ist: Der Staat erzwingt mit seinen Massnahmen auch dort "alleinerziehende Mütter", wo der Vater das gar nicht will. Und die Entscheidung, ob das Kind beide Eltern sieht oder nur die Mutter, liegt heute in der Praxis nur bei der Frau. Damit sind die Frauen und der Staat allein für die derzeitige Lager verantwortlich. Das sollte geändert werden: Macht und Verantwortung gehören fair zwischen beiden Eltern aufgeteilt, bei der Obsorge, bei der Mitsprache und beim Geld.

Nachdem die Karenz um die 4% an die Männer geht, ist das Verhältnis des Kümmerns recht klar ausgelegt.

Ist ja kein Problem, wenn sich rausstellt das der Vater sich eben nicht interessiert kann man die alleinige Obsorge ja beantragen, aber wenigstens hat man es halt probiert. Solche Fälle wird sicher auch geben.

Auch die Väter die es verdienen

kriegen es dzt. nicht, wenn die Mutter nicht will

Gemeinsame Obsorge "Automatik" ist unbegreiflich, solange Väter in Österreích in Schulen spazieren und ihre Kinder dort erschiessen können. - siehe generelle Daten von Gewaltübergriffen bei Trennungen und Scheidungswünschen.

es ist sehr unredlich, derartige Einzelfälle als "argument" zu verwenden...

es gibt auch mütter, die ihre kinder töten... das kann ja wohl nicht als argument dienen, allen frauen die obsorge vorzuenthalten...

Es soll ja auch Mütter geben, die ihre Kinder aus dem Fenster werfen, wenn sie die Obsorge nicht bekommen

Aber nachdem die Mütter sehr selten in diese Notlage kommen, gibt es bei den Müttern auch seltener solche Verzweiflungstaten. In einer funktionierenden Gesellschaft sollte es aber nicht darum gehen, dass der Staat Mütter und Väter gegeneinander ausspielt. In einer funktionierenden Gesellschaft sollten beide Eltern fair behandelt werden.

die derzeitige Automatik

nämlich, dass immer die Mutter die Obsorge erhält, muss sofort weg:
http://www.nachrichten.at/oberoeste... rt4,833683

Ein österreichischer Vater hat sein Kind in der Schule erschossen? Wann war das?

Der 37-jährige Kebab-Standler Engin K. sah sich offenbar nicht nur durch die bevorstehende Scheidung nach Gewalt­exzessen an seiner Ehefrau Senay emotionell völlig in die Enge getrieben. Er hatte auch wirtschaftlich Probleme. Er war ein Spieler, der seine Geschäftserlöse regelmäßig in Wettlokalen der Stadt verjuxte ...

(c) Kurier

naja

wenn wir Türken als Maßstab nehmen, da können wir gleich auch Scharia einführen...

hoffentlich gilt diese Regelung dann nicht nur für Scheidungskinder. Dem Kind es ist schlicht egal ob es eine offizielle Scheidung bzw. eine Trennung war.

Unglaublich ist wie lange es dauer, ein so wichtiges Thema zu behandeln.

Aber hauptsächlich wir haben nun eine gender-neutrale Bundeshymne und eine neue Bezeichnung für Moor im Hemd.

Richtig. Die Männerpartei fordert gemeinsame Obsorge für unverheiratete, getrennte und geschiedene Eltern

Die Beziehung des Kindes zu den Eltern sollte endlich von der Beziehung der Eltern untereinander getrennt werden. Es ist schön, wenn sich die Eltern lieben und wenn die Eltern heiraten. Aber das sollten sie nicht machen, weil sie ein Kind haben, sondern weil sie wirklich miteinander alt werden wollen. Und für die Beziehung des Kindes zu den Eltern ist es zweitrangig, ob die Eltern sich immer darauf einigen können, wer den Weihnachtsurlaub zahlt oder welche Farbe das Sofa haben soll. Für die Beziehung des Kindes zu den Eltern ist wichtig, dass beide Eltern sich um das Kind materiell und zeitmässig kümmern. Genau das sollte das Gesetz auch vorschreiben, für alle Eltern und alle Kinder.

na endlich !

habe meine kinder mit einer schwedin und da gibts es automatisch gemeinsame obsorge. es fragen mich alle wie es möglich ist dass es in österreich etwas anders überhaupt noch gibt.

Bei uns geht es noch um die Versorgung der Frau

Alimente und staatliche Transferleistungen sind ein erheblicher Betrag der zum Hauptwohnsitz der Kinder fließt. Wäre es umgekehrt, müsste die Mutter Alimente zahlen und der Staat bei einem wesentlichen Teil der Mütter Sozialhilfe zuschiessen.

Richten Sie das mit einem schönen Gruß den Schweden aus.

Vergessen zu erwähnen haben Sie allerdings, dass die Frauen in Schweden keine Karriereeinbussen aufzuweisen haben, da sie 50/50 leben und auch die Väter in Karenz gehen, aus diesem Grund arbeiten auch viel weniger Frauen Teilzeit.

Mit einem schönen Gruss an Sie selbst, der diesen Zustand vermutlich nur vom Hörensagen kennt.

In Österreich gehören die Kinder im Zweifel (und auch sonst meistens) zur Mutter. Eine gemeinsame Obsorge ist in einem solchen Fall irgendwie komisch.

Als Mitglied der Arbeitsgruppe im BMJ sind wir zuversichtlich, dass unsere Vorstellungen und Expertenratschläge berücksichtigt und umgesetzt werden.

wie ist denn die aktuelle Haltung von Dialog für das Kind?

Haben sie vielleicht eine Erklärung warum dieses Projekt bereits Jahre dauert?
Ist es zu viel verlangt Ergebnisse zu erwarten?

Die kurze Antwort: Weil die Regierungsparteien von einseitigen Lobbies am Handeln gehindert werden

Daher werden immer neue Arbeitsgruppen gegründet, in denen jede mögliche Verbesserung so lange totgeredet wird, bis nur mehr faule Kompromisse übrigbleiben.

Das "Projekt" ist eines des BMJ. Gestartet von Frau Bandion-Ortner, behindert vom Frauenministerium, Frauenhäusern, Frauenring und anderen juristisch hoch-qualifizierten Institutionen, auf Eis gelegt wegen Führungswechsel im BMJ - aber noch nicht gestorben und begraben.

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