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Innsbruck - Das neuerliche Antreten des amtierenden Rektors der Medizinischen Universität Innsbruck, Herbert Lochs, für die 2013 bevorstehende Rektor-Wahl bleibt vorerst offen. Der nicht immer unumstrittene Uni-Leiter war vom Unirat gefragt worden, ob er vor der offiziellen Ausschreibung der Funktion Interesse an einer Wiederwahl hätte. Die Frist für eine Antwort von sieben Tagen ließ Lochs allerdings verstreichen, berichtete die "Tiroler Tageszeitung" in ihrer Samstagsausgabe.
Am neunten Tag schließlich wandte sich der Rektor an den Unirat. Man könne sich nicht innerhalb so kurzer Zeit entscheiden, ob man sich bewerbe oder nicht, ließ der 65-Jährige das Aufsichtsgremium der Universität wissen. Der Unirat sprach sich im Anschluss für ein Ausschreibungsverfahren aus. Vonseiten der "TT" direkt auf eine Neubewerbung angesprochen, antwortete Lochs: "Das steht nicht zur Diskussion."
Bestimmungen für die Wahl
Bereits im vergangenen Februar hatte der Unirat die Bestimmungen für die Wahl der Mitglieder des Rektorats festgelegt. Sollte der amtierende Rektor vor der Ausschreibung sein Interesse an der Wiederwahl bekunden, könne diese ohne Ausschreibung erfolgen. Allerdings müssten Senat und Universitätsrat dem mit jeweils einer Zweidrittelmehrheit zustimmen, hieß es in dem Blatt.
Lochs war am 15. April 2009 zum Rektor gewählt worden und hatte den Posten mit 1. Oktober übernommen. Dies war notwendig geworden, nachdem sein Vorgänger, Clemens Sorg, am 21. August 2008 "einhellig" und ohne Gegenstimme vom Universitätsrat aufgrund "schwerer Pflichtverletzungen" des Amtes enthoben worden war. Das Dienstverhältnis hätte noch bis Ende September 2009 bestanden. Interimistisch übernahm die Leitung der damalige Vizerektor der Med-Uni, Manfred Dierich. Jedoch wollte auch damit die Negativserie nicht enden: Im Jänner 2009 wurde Kritik auch im gegenüber laut. Dierich wurde vorgeworfen, als Leiter des Department für Hygiene, Mikrobiologie und Sozialmedizin der Medizin-Uni Innsbruck sogenannte "In-sich-Geschäfte" getätigt und dabei Aufträge an sich selbst vergeben zu haben. (APA, 4.6.2012)
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