Wie arbeitet kath.net?

Ansichtssache | Stefan Hayden, Rainer Schüller
12. Juni 2012, 15:42

Kath.net appelliere an Autoritäten und greife Dinge an, die nach Demokratisierung ausschauen: So umreißt der Linzer Kirchenhistoriker Helmut Wagner die Arbeit von Roland Noés erzkatholischer Nachrichtenseite. In dem Band "Liebesbriefe an die Kirche", der anlässlich des zehnjährigen Bestehens von kath.net erschien, bechreibt der Rom-Korrespondent Armin Schwibach das Ziel der gemeinsamen Arbeit. Es gelte, der Abkoppelung der Ortskirchen von Rom entgegenzuwirken und die Zentralität Roms zu betonen, schreibt er. Es solle nicht mehr möglich sein zu sagen: "Das wusste ich nicht", so dass Rom "das kirchliche Leben im Jetzt und Hier in all seiner Dimension bestimmt". Chefredakteur Noé räumt im Gespräch mit derStandard.at ein, dass man gewisse Dinge bei kath.net durchaus als Kampagnenjournalismus verstehen könne. "Das machen viele Zeitungen in Österreich, ich denke an die 'Kronen Zeitung', da werden ja auch tagelang gewisse Themen gespielt. Für uns sind diese Themen wichtig, die haben wir durchaus gespielt in dem Sinn, dass wir möglichst viel berichtet haben."

Bild 1 von 7»
foto: kath.net

Philip Saß ist ein genauer Beobachter der Seite, er betreibt den kath.net-Watchblog "Episodenfisch". Die Feindbilder würden oft in Schüben bedient, sagt er, "mal eine Woche lang gegen Muslime, dann sind Homosexuelle dran, bis man sich mal wieder der Pfarrerinitiative widmet".

Auch Margit Hauft hat ihre Erfahrungen mit der Seite gemacht. Die ORF-Stiftungsrätin und ehemalige Präsidentin der Katholischen Aktion Oberösterreich sagt: "Es ist eine Art Journalismus, die diesen Namen nicht verdient. Es ist sehr menschenverachtend, wie sie agieren. Man hat den Anschein, es geht ihnen nur um das Anschütten von Leuten."

weiter ›
Share if you care
Posting 1 bis 25 von 73
1 2
kath.net hat so viel mit dem christlichen Glauben zu tun

wie die Mafia...

Kampagnen gegen die Kirche gibt es ja im Standard überhaupt keine

Die Beschreibung über kath.net ist auch völlig tendenziös und unzutreffend. Wüßte nicht, wann dort jemals eine Kampagne gegen "Muslime" oder "Homosexuelle" gelaufen wäre.
Man versucht beim Standard eher das alte Feind des "bösen Katholiken" zu pflegen, was ja bei der antiklerikal aufgehetzten Leserschaft auf fruchtbaren Boden fällt.
Ironisch, daß ein Portal wie "gloria.tv", das die Kirche verteidigt, ausgerechnet vom Standard als "Hetzportal" diffamiert wird.
Nichts weiter als eine Schmierenkampagne. Bedauerlich, daß viele Naive, sich als intellektuell Dünkende dies für bare Münze nehmen. Kann man ja zur Genüge den Kommentaren entnehmen. Die meisten Menschen wurden immer noch vom humanistischen Kommunismus (ca. 150 Millionen) umgebracht.

Nana, find ich schon in Ordnung.

Bin selbst katholisch, aber kath.net ist manchmal echt ekelerregend und ein Austrittsgrund.

In Wirklichkeit ...

... wird hier über kath.net nur so viel Aufheben gemacht, weil die Gegenseite halt auch ein Feindbild braucht, nämlich das der "erzkonservativen Verschwörung". In Wirklichkeit ist kath.net eine fade Seite geworden, die nur mehr wenig gelesen wird. Neue Berichte aus Österreich findet man alle paar Tage mal einen. Ein dynamisches Kampagnenportal sieht anders aus.

'heute' auf fundamentalistisch

Religiöse Fanatiker sind schlicht deshalb meist radikaler als gewöhnlliche, weil sie ja glauben ihre Wahnvorstellungen direkt von Gott zu bekommen bzw.mit ihm zu teilen. Dies macht sie oft unberechenbar.

Ansonsten sind sie in Strukturen und Auftreten ganz genau so wie Rechtsextreme in etwa der einfach andere fanatische Randgruppen.

auch lustig, dass die figur gandalf ja eigentlich auf einem nordischen gott basiert

Und der ...

... Schauspieler in der Trilogie in real schwul ist. :-))

Es ist bemerkenswert, wie viel von dem, was kath.net in höchst aggressiver Sprache über andere schreibt,

auf sie selber zutrifft!

Unglaublich! Die leben selber genau das, was sie anderen vorwerfen!

Beispiel Artikel über "Vatileaks":

--Zitat---
Titel: Die treulosen Diener und der Verrat am Nachfolger Petri

III. Wie funktioniert die Medienmaschinerie?

Nicht die Medien sind schuld an Vatileaks, aber einige haben durch absurde Spekulation, Verzerrung und Meinungsmache den Fall ins Monströse aufgebläht. Schwadronierendes Geschwafel ersetzt dabei die aufwändige Recherche, Rudelbildung das eigene Nachdenken.
....
Ewiggleich blubbern und blabbern wie in einem sehr einfach gestrickten Videospiel die Sprechblasen von den „Geheimnissen des Kirchenstaates“, den „dunklen Mächte“ mit ihren „üblen Machenschaften“
--Zitat Ende---

Die Sprache auf kath.net ist sicher nicht aggressiver als die der liberalen Medien

Nur sehen diese kath.net wohl als Bedrohung, weil sie ihre Darstellungs- und Deutungshoheit in Frage stellen.

Kampagnen in Kath.net - Pfui!

Bose, bose, bose.
Das würde dem Standard ja nie einfallen.
Ich lese täglich die sogenannte "Innenpolitik" . Hier werden geistreiche Diskussionen zum Thema Wirtschaftskrise, Modernisierung der Verwaltung und Rechtssprechung geführt. Weitere Themen. Wer bezahlt die Sozialleistungen in den nächsten 20 Jahren ? Wie helfen wir Griechenland am besten? Die Mitbestimmung des Volkes? Entwicklungs und andere Förderungen sinnvoll einsetzen.

Wenn Gandalf (eigentlich ne Beschimpfung des Kreator dieser RomanFigur) Beschimpfungen löscht,

dann müsst er einen Gutteil der eigenen Beiträge löschen.
die unterste Schublade bedient in diesem Forum der Moderator selbst.

Ja, "Sie haben keine Stimme." Das ist der Punkt!! Man kann in der heutigen Zeit doch nicht ernsthaft erwachsene Menschen, die von Breivik erschossen worden sind, mit Föten vergleichen.
Wissenschaft ist und bleibt wohl ein Fremdwort in manchen katholischen Kreisen.

Im gegensatz zu Kreuz.net sind das ja noch liberale gutmenschen.

nicht im gegensatz, im vergleich zu...

Wie?,

net nett!

"Mit einer rechtsextremen und grundsätzlich extremistischen Szene möchte man unabhängig von diesem Fall aber generell auf jeden Fall nichts zu tun haben."

HAHAHAHAHAHA!

Sind vermutlich zu liberal ...

smaragdos

Ist doch von einer eigenartigen Prioritätensetzung beseelt. Ich wünsche ihm, dass es niemals das Leid durchmachen muss, das Kind durch ein ähnlich sozial kompetentes Geschöpf Gottes zu verlieren.

Ähnlich sozial kompetent wie Breivik, natürlich. Was dachtet ihr?

bin ich froh, dass ich ein gottloser atheist bin

sonst müsst ich diesen schmarrn ernst nehmen...

Müssten Sie nicht, einem großen Teil der Katholiken gehen diese Spinner auch sonstwo vorbei …

Ich empfehle den in der Ansichtssache erwähnten Watchblog.

http://episodenfisch.blogsport.de

Ganz so harmlos ist dieser "Schmarrn" nämlich nicht.

ich traue dem einen (kath.ne) genausowenig wie dem anderen (watchblog).

so recht zu haben, macht mich stutzig!

Posting 1 bis 25 von 73
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.